Subversia
|
|
Informationen
Allgemeine Angaben
|
|
| Label: |
Mahl Productions |
| Durchschnittswertung: |
8/15 (2 Rezensionen) |
|
Besetzung
| Guy LeBlanc |
Keyboards, Rhythm section, Vocals |
|
|
Gastmusiker
| Scott McGill |
Electric and Acoustic Guitar |
| Mark Spénard |
Guitar |
|
| José Bergeron |
Guitar |
| Paul Desgangé |
Sax |
|
Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
The first lie
|
6:23
|
| 2. |
Joyride
|
7:51
|
| 3. |
A question of authority
|
5:55
|
| 4. |
The cold truth
|
4:02
|
| 5. |
The trial
|
3:52
|
| 6. |
Subversia
|
29:52
|
| 7. |
Home
|
6:07
|
| Gesamtlaufzeit | 64:02 |
|
|
Rezensionen

Guy LeBlanc war ursprünglich wohl nur in äußerst gut informierten Insiderkreisen als Keyboarder der kanadischen Formation Nathan Mahl bekannt, was sich aber aufgrund seiner kurzfristigen Mitarbeit bei Camel sicherlich geändert haben dürfte.
Auf seinem Soloalbum setzt der Franco Kanadier ganz die stilistische Bandbreite ein, mit der er etwas anzufangen weiß. Ausgefeilter Progressive Rock ("The first lie") steht neben astreinem Fusionrock ("Joyride", "A question of authority"), bei dem ein gewisser Scott McGill die Gitarre bedient. Und wer diesen Mann aus seinen Tätigkeiten bei seiner eigenen Band Handfarm, sowie Finneus Gauge kennt, der weiß, das er in affenartiger Geschwindigkeit über die Saiten huscht. Das ist zwar technisch recht anspruchsvoll und klingt eine Weile auch ganz gut, doch auf Dauer kann das ewige Saitengekurbele auch ganz schön nerven. Doch da Guy LeBlanc im wahrsten Sinn des Wortes noch seine Finger im Spiel hat und auch noch Saxophonist Paul Desgagné dazustößt, wird aus den Saitenhieben keine brotlose Kunst, sondern sie wechselt sich mit Sax- und Tastentönen gekonnt ab.
Weiter geht's mit dem avantgardistischen "The cold truth" das eigentlich nicht mehr als rhythmische Soundeffekte produziert. Das folgende "The trial" hingegen verpackt treibenden harten Rock in ein ausgefeiltes Arrangements, bevor der neunundzwanzig(!) Minuten lange Titeltrack alles davor gehörte in einen Song vereint. Das heißt ziemlich viel Gefrickel, aber dennoch eine spannende Songstruktur. Das ruhige "Home" sorgt für einen besinnlichen Ausklang.
Zwar verzichtet LeBlanc völlig auf eine Rhythmustruppe und programmiert diese lieber selbst, aber dieses Manko merkt man "Subversia" nie an. Dafür zeigt er eine sehr breite Stilbreite, die entweder zeigen möchte, was er alles kann oder einfach für ein uneinheitliches Konzept steht. Es bleibt ein abwechslungsreiches, vielleicht auch zu abwechslungsreiches, Album als erste solistische Visitenkarte in der Erinnerung.
| Anspieltipp(s): |
|
| Vergleichbar mit: |
|
|
| Veröffentlicht am: |
22.7.2004 |
| Letzte Änderung: |
7.7.2004 |
|
|
|
Zum Seitenanfang

Guy LeBlanc hat auch bei seinem Hauptprojekt Nathan Mahl die Zügel fest in der Hand. Also warum sollte er jetzt auf Solopfaden wandeln? Etwa, um sich mehr auf seine Tastenarbeit konzentrieren zu können? Nein: hier wie dort spielt er sich nicht besonders in den Vordergrund, erhält auch die Gitarre mehr als genügend Raum. Nach meinem Dafürhalten findet sich der Hauptunterschied in den Musikstilen. Ist Nathan Mahl doch ein weniger rockiger orientiert, kann Guy LeBlanc solo seine Jazz- und Fusionseiten nach vorne kehren.
Es handelt sich bei "Subversia" um ein Konzeptalbum. Es geht darin um musikalische Unterdrückung und die Flucht auf eine Insel der Kreativität - Subversia. Die Story kommt einem bekannt vor, etwa von Zappas "Joe´s Garage".
Anfangs fallen die Drums aus der Dose doch ein wenig unangenehm auf. Dieses legt sich aber mit der Zeit, bis man es bei dem Titeltrack kaum noch wahrnimmt. Die Instrumentierung ist, wie Kristian schon anmerkte, ein bißchen überladen, man kommt kaum einmal zum Luft holen vor all den Gitarrensoli. Hier wäre weniger manchmal mehr gewesen. Die Platte kulminiert dann in dem Titelstück, das durchaus als Insel der Kreativität angesehen werden kann, dessen 29 Minuten überraschend schnell verfliegen - selbst für den nicht Fusion-gewöhnten Hörer.
Insgesamt gesehen nichts für jedermann; wer sowieso auf Fusion steht darf hier zuschlagen - aber auch, wer einmal die jazzige Seite von Nathan Mahl kennen lernen möchte.
| Anspieltipp(s): |
Subversia |
| Vergleichbar mit: |
|
|
| Veröffentlicht am: |
22.7.2004 |
| Letzte Änderung: |
22.7.2004 |
|
|
|
Zum Seitenanfang
|