The Music Or The Money
|
|
Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Mats Öberg |
keyboards, vocals, harmonica |
| Morgan Ågren |
drums, keyboards |
| Jimmy Ågren |
guitar, mandolin |
|
| Tommy Thordsson |
bass, melodica |
| Eric Carlsson |
keyboards |
| Patrick Ögren |
cello, bass |
|
Gastmusiker
| Jonas Lindgren |
violin |
| Gunnar Persson |
bassoon |
| Fredrik Söhngen |
oboe |
| Jannis Eliasson |
guitar |
|
| Peter Öberg |
lecture |
| Simon Steensland |
anklung, farfisa |
| Jan Hellman |
stick |
| Sten Sandell |
voice |
|
Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
If I only had a clavinet
|
4:58
|
| 2. |
Coco
|
3:11
|
| 3. |
I wanna
|
4:57
|
| 4. |
Spinning around
|
4:59
|
| 5. |
Daisy
|
5:35
|
| 6. |
If I only had a pianet
|
0:41
|
| 7. |
Sylox
|
4:44
|
| 8. |
Hjortron fran Mars
|
7:06
|
| 9. |
Advokaten Le Messian
|
3:19
|
| 10. |
Baader puff
|
9:13
|
| Gesamtlaufzeit | 48:43 |
|
| Disc 2 |
| 1. |
Watch me pleasure
|
4:24
|
| 2. |
Banned again
|
5:03
|
| 3. |
Griefen
|
4:16
|
| 4. |
Secret room outtakes
|
2:48
|
| 5. |
Inget har hant
|
4:03
|
| 6. |
Tyrschon
|
2:43
|
| 7. |
Asaw x
|
2:32
|
| 8. |
Q
|
3:01
|
| 9. |
3:rd movement farmor Marta
|
2:51
|
| 10. |
I know where I have it
|
4:45
|
| 11. |
Bass
|
6:18
|
| 12. |
The difference between powerful & loud
|
3:38
|
| Gesamtlaufzeit | 46:22 |
|
Rezensionen

Zweifellos ist die Musik von Mats/Morgan geeignet, den Hörer manchmal etwas in Konfusion zu versetzen. Sie ist halt gern ein bisschen hektisch und meist auch ziemlich verwickelt.
Nun - auf "The Music or the Money" lässt sich hervorragend studieren, wer einen da eigentlich mit welchen Mitteln verwirrt. Denn die beiden CDs des Doppelalbums sind streng getrennt in eine CD "Mats" und eine CD "Morgan". Will sagen: Auf Disk 1 gibt es nur Kompositionen von Mats Öberg, auf CD 2 hingegen von Morgan Ågren. Man lernt dabei, dass es eher die Kompositionen von Drummer Morgan Ågren sind, bei denen der Bogen bis zum Äußersten gespannt wird. Die Stücke von Mats Öberg hingegen sind stärker als "Songs" angelegt und meist auch ruhiger (aber manchmal auch nicht!).
Die CD "Morgan" beinhaltet ausschließlich Instrumentaltracks, wohingegen auf der CD "Mats" ziemlich viel gesungen wird. Die Lieder haben zum Teil starke Anklänge an die fortgeschrittenen Beatles, wie ich finde. Ihr zappaesker Charakter kommt nicht so zum Tragen, denn es fehlt halt das sonore Organ von Maestro Frank. Insgesamt muss man auch einräumen, dass die Mats-Vocals nicht immer nur aus purer Absicht "schräg" klingen, einiges sitzt wirklich nicht so ganz auf dem Punkt.
Obwohl ich aber ein großer Freund der rasant-verwirrenden Kompositionen von Morgan Ågren bin, gewinnt auf diesem Doppelalbum trotzdem die Mats-CD den direkten Vergleich. Der Grund ist ganz einfach: Während bei Mats konventionell von Hand gespielt wird, enthält die Morgan-Disk nahezu ausschließlich programmierte Musik, und die wirkt denn doch etwas sehr technisch und unbeseelt. Es wurde hier auch nur aus der Not eine Tugend gemacht, denn im Verlaufe der Produktion gingen Morgans Aufnahmen - so seine Selbstauskunft - zum Großteil verloren, und es blieben nur die per Sequencer hergestellten Fassungen übrig, denen dann lediglich noch ein paar Overdubs hinzugefügt wurden.
Ich kann mich, was all das angeht, nur seinen eigenen Worten anschließen, die da lauten: "Most of the time, the programmed stuff I do gets a million times better when we play it together with the band later. It really improves a lot." Das Live-Album bietet dafür den besten Beweis. Es zeigt übrigens noch etwas: Das Live-Amalgam der Mats/Morgan-Kunst benutzt als Katalysator einen starken Schuss Jazzrock, der weit weniger spürbar ist, solange die Musik der beiden voneinander isoliert bleibt.
So bleibt "The Music or the Money" in erster Linie die Visitenkarte des blinden Keyboarders Mats Öberg. Dem ist hier auch etwas wirklich Gutes gelungen, denn die eine oder andere Schwäche im Gesang wird mehr als wettgemacht durch die brillante, oftmals geradezu humoristische Instrumentalmusik, die er abliefert. Ganz im Gegensatz zu "Radio Dada" fühlt man sich dabei auch nicht über die Gebühr zwischen stilistischen Richtungswecheln hin- und hergeworfen. Und wenn am Schluss der Platte kitschige Pianofiguren mit einer pathologisch zerquälten Fuzzmelodie kombiniert werden - das ist wirklich herrlich.
| Anspieltipp(s): |
|
| Vergleichbar mit: |
|
|
| Veröffentlicht am: |
23.7.2004 |
| Letzte Änderung: |
23.7.2004 |
|
|
|
Zum Seitenanfang
Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Mats / Morgan
Zum Seitenanfang
|