Bring 'em back alive
|
|
Informationen
Allgemeine Angaben
|
|
| Label: |
Capricorn |
| Durchschnittswertung: |
12.5/15 (2 Rezensionen) |
|
Besetzung
| Steve Morse |
Guitar |
| Rod Morgenstein |
Drums |
| T Lavitz |
Keyboards |
|
| Allen Sloan |
Violin |
| Dave LaRue |
Bass |
|
Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Road expense
|
3:27
|
| 2. |
Assembly line
|
3:41
|
| 3. |
Holiday
|
3:58
|
| 4. |
Country House Shuffle
|
3:56
|
| 5. |
Kashmir
|
3:27
|
| 6. |
Odyssey
|
6:04
|
| 7. |
Kat food
|
5:10
|
| 8. |
Herafter
|
6:10
|
| 9. |
Medley (Take it off the top)
1. Take it off the top 2. Mississippi Queen 3. Gimme some lovin' 4. Summertime Blues 5. My Sharona 6. Freebird 7. Summertime Blues 8. Gimme some lovin' 9. Take it off the top
|
6:10
|
| 10. |
Divided we stand
|
4:47
|
| 11. |
Bloodsucking leeches
|
3:59
|
| 12. |
Cruise control
|
14:03
|
| Gesamtlaufzeit | 64:52 |
|
|
Rezensionen

Wie wohl kaum eine andere Instrumentalband haben es die Dixie Dregs seit den späten 70ern (damals noch unter dem Namen Dregs) geschafft, so verschiedene Stile, wie Rock, Country, Jazz Rock, Bluegrass, Jigs, aber auch klassische Elemente zu einem ganz eigenen, äußerst virtuosen typischen Dixie Dregs Stil zu vereinen.
Die "Hauptschuld" daran trägt sicherlich Gitarrenvirtuose Steve Morse, der ja inzwischen bei Deep Purple die Saiten zupft und dieser Band zu neuem Schwung verholfen hat. Doch bereits bei den Dixie Dregs scharrte er immer wieder ausgezeichnete Mitmusiker um sich herum, die es schafften einerseits so gewagt wie das Mahavishnu Orchestra zu agieren, andererseits aber nie ihren Rockursprung verleugneten und es auch immer richtig krachen ließen.
Das vorliegende Livealbum stammt von der 92er Reuniontour und enthält einen sehr guten Querschnitt durch das damalige Schaffenswerk der Band, verzichtet aber auch nicht darauf auf die obliatorischen Coverversionen, wie Led Zeppelin?s "Kashmir" in einer Kurzversion, aber auch ein flottes Medley mit Titeln wie "Freebird", "Gimme some lovin?" oder "Summertime Blues" zurückzugreifen.
Dennoch sind die Dixie Dregs keineswegs eine rein auf Steve Morse zugeschnittene Band. Sowohl die Rhythmustruppe mit Schlagzeuger Rod Morgenstein und Bassist Dave LaRue wirbelt nicht nur im Hintergrund, es ist auch der Keyboarder T Lavitz, der für klangvolle Untermalung sorgt und vor allem Geiger Allen Sloan, der immer wieder abwechselnd mit Morse die Hauptakzente setzt.
Gerade im Livegewand spürt man die überschäumende Spielfreude dieser Band, die keineswegs nur Musik für Musiker zelebriert, sondern nie den Blick für die Songstruktur, die innere Spannung des Liedes verliert. Man wünscht sich förmlich bei dieser Tour dabei gewesen zu sein.
| Anspieltipp(s): |
Country House Shuffle, Odyssey, Cruise control |
| Vergleichbar mit: |
|
|
| Veröffentlicht am: |
28.8.2004 |
| Letzte Änderung: |
27.8.2004 |
|
|
|
Zum Seitenanfang

1992 fanden sich die 'Dregs' nach 10jähriger Trennung mal wieder zusammen. Dave LaRue ersetzt hier den bisherigen Bassisten Andy West. Allen Sloan lässt für die Reunion seinen "Brot-Beruf" als Anästhesie-Arzt sein und greift wieder zur Violine... und die Set-List klingt auch nach Großem.
Und es bewahrheitet sich: Die Dixie Dregs liefern auch 1992 ein Live-Gewitter der besonderen Art ab. Man verzichtet in diesem Fall glücklicherweise auf allzu Country-Nahes und bietet fast durchweg diese gelungene, hochenergetische Mischung aus Rock und Jazz-Fusion. Dem Hörer wird kaum eine Verschnaufpause geboten, so dermassen rasen Steve Morse und seine Mitstreiter durch die Songs. Das ist schon einigermassen atemberaubend, aber keinen Moment langweilig. Hier wird Musik mit Herz und Verstand geboten, weit entfernt von "Musiker-für-Musiker"-Gefrickel...
Im Gegensatz zu den älteren 'Dregs'-Scheiben dominiert hier allerdings Steve Morse schon deutlich die Szenerie. Ein ums andere Mal schiesst er seine harten Riffs ab und zieht damit das Geschehen schon ziemlich an sich. Aber besonders Allen Sloan und T Lavitz, der auch eine gute Show an den Tasten bietet, erkämpfen sich trotzdem ihre Freiräume. Dahinter trommelt sich Rod Morgenstein durchweg die Seele aus dem Leib... und aus diesem musikalischen "Kampf" entsteht wahrscheinlich auch die Faszination der 'Dregs'.
Auch wenn hier ROCK wahrlich grossgeschrieben wird: Keine Sorge, für die eher jazzig-angehauchten Hörer gibt es genügend differenzierte Zwischentöne und mit "Odyssey" (ja, endlich live!) und "Divided We Stand" (welch' tolle Violinen-Parts hier) sicherlich mindestens zwei Höhepunkte. Aber auch "Kat Food" schlägt in die Fusion-Kerbe (hier ist auch Dave LaRue mal ordentlich zu hören).
Mit "Kashmir" gibt es ein tolles Cover, "Take It Off The Top" wird in einem coolen Medley verwurstet und in "Cruise Control" darf sich Rod Morgenstein mit einem Solo ausleben.
Tolle Scheibe einer klasse Instrumental-Band, die mit ihrer farbenfrohen Musik auch ein Tipp für "Nicht-Instrumental"-Möger sein dürfte.
Bemerkung: Ich befürchte allerdings, dass dieses Album nicht mehr allzu leicht bekommen zu sein dürfte. Ich habe es im August 2004 erworben, allerdings über den Umweg eines Privatversenders bei amazon (USA)-Marketplaces. Sonst war dieses Album bei allen mir bekannten Versendern leider "out of stock". Aber die Anschaffungsmühen werden belohnt!
| Anspieltipp(s): |
Bloodsucking Leeches, Kashmir |
| Vergleichbar mit: |
|
|
| Veröffentlicht am: |
16.9.2004 |
| Letzte Änderung: |
16.9.2004 |
|
|
|
Zum Seitenanfang
Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Dixie Dregs
Zum Seitenanfang
|