Maelstrom
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Blackfish Recordings |
| Durchschnittswertung: |
10.5/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Brian Gould |
Guitars, E-Bow |
| Jason Kenney |
Drums, Percussion |
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| Flamp Sorvari |
Sax, Flute |
| Miles Gilster |
Bass |
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Gastmusiker
| Steve Roach |
Didgeridoo, Loops, Percussion (Tracks 3, 5) |
| J. D. Gardemeyer |
Percussion (Track 3) |
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| Jesse Winn |
Percussion (Track 3) |
| Chris Dugan |
Percussion (Track 3) |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Dragon Feed
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10:01
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| 2. |
Archemedes Tub
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9:15
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| 3. |
Oceania
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12:35
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| 4. |
Into the Maelstrom
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7:57
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| 5. |
Path of the Farwinds
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18:27
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| Gesamtlaufzeit | 58:15 |
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Rezensionen

Avant Garden? Avantgarde? Nein, avantgardistisch geht es auf "Maelstrom", dem Debut des Quartetts aus Sacramento nicht unbedingt zu. Eher gibt es hier einen sehr dichten, treibenden Jazzrock auf die Ohren, mit deutlich spacerockigem Einschlag.
Klangbestimmend sind Brian Gould an der Gitarre und Flamp Sorvaris am Saxophon. Gould spielt eine Gitarre, die vom Hardrock kommt, erdig, frickelig-krachig und manchmal spacerockig, mit lärmenden Glissandos. Mit Martin Barre (Jethro Tull) wird er verglichen und mit Steve Hillage. Das passt ganz gut, wenn man sich eine Mischung der Stile der beiden vorstellt und einen Schuss Metal-Flitzefinger dazugibt. Sovaris am Sax erinnert mitunter an Didier Malherbe (Gong), wenn er spacig-elegische, langehaltene Töne von sich gibt, trötet meist aber etwas heftiger, fast frickelig, wie David Jackson (Van der Graaf Generator) in seinen aggressiveren Momenten. Trotzdem klingt diese Musik nicht sonderlich nach Gong, Jethro Tull oder Van der Graaf Generator. Lange, treibende, mitunter recht heftige Jams sind die Stücke auf "Maelstrom" (insbesondere das abschließende "Path of the Farwinds" und der Opener "Dragon Feed"), die von den Duetten (Duellen) der beiden Instrumentalisten leben. Das klingt eher wie Spaced Out's "Eponymus II", ohne Keyboards und funkigen Bass, aber dafür mit Sax. Von der New Age- bzw. Hippie-Lastigkeit vieler Gong-Werke ist kaum etwas zu spüren, die Musik ist deutlich erdverbundener, rockiger. Sehr interessant wird das Ganze wenn Sorvaris zur Flöte greift ("Archemedes Tub", "Oceania" und immer mal wieder in "Path of Farwinds"). Dann wechselt Gould meist an die akustische Gitarre, die Musik beruhigt sich etwas und wird komplex-folkig, fast psychedelisch (wie eine heavy-Version von Pentangle). Gegen Ende von "Oceania" schließen sich drei Perkussionisten und Steve Roach am Didgeridoo der Gruppe an und erzeugen eine eigenartige, sehr rhythmische Ethno-Space-Jazz-Atmosphäre. Klasse!
"Maelstrom" ist ein sehr überzeugendes und abwechslungsreiches Debut, das rundum Spass macht. Wer sich eine erdige Mischung aus Spacerock und Jazzrock vorstellen kann, sollte hier mal reinhören!
| Anspieltipp(s): |
Dragon Feed, Oceania |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
30.9.2004 |
| Letzte Änderung: |
11.11.2004 |
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Caramba! Während manche Bands dem Hörer noch mit einem sachten Intro etwas Zeit geben, sich in ihre Musik einzuhören, fallen Avant Garden gleich brutal mit der Tür ins Haus - will heißen: Volldampf voraus von Anfang an. So bläst einem sofort die kräftige Mischung aus schweren Gitarrenriffs und wuchtigen Saxophonstößen gnadenlos um die Ohren. Diese explosive Vermengung aus JazzRock und Progressive Rock lässt von Anfang an keine Zweifel aufkommen, dass es Avant Garden glücklicherweise mit ihrem Namen nicht ganz so wörtlich nehmen - von avantgardistischen Experimente keine Spur, die Amerikaner rocken und jazzen in ihren rein instrumentalen Kompositionen einfach nur fulminant los.
Die augenscheinliche Stärke, der Überraschungseffekt dieses Albums in den ersten Augenblicken, entpuppt sich im weiteren Verlauf gleichzeitig als Schwachpunkt. So hat z.B. der Opener "Dragon feed" eine wunderbare Verwandtschaft zum jazzigen Part von King Crimsons "21st century schizoid man", auf zehn Minuten ausgedehnt, lassen jedoch die ähnlich angelegten Riffs und Bläsersätze die Abwechslung vermissen. Avant Garden fallen so zum Teil in die eigene Grube. Was in kurzen Momenten unglaublich druckvoll und beeindruckend wirkt, weist angesichts geringer Songentwicklung auf Dauer unvermeidliche Längen auf.
Dennoch sind die vier Musiker an Gitarre, Bass, Schlagzeug und Saxophon/Flöte beste Handwerker ihres Fachs. Gerade das Mit- und Gegeneinander von harter Gitarrenarbeit und filigraner Flöten-/Saxophonarbeit, untermauert von einem sehr schwungvollen Rhythmus, sorgt für interessante Höreindrücke. Immer wieder finden sich Momente bzw. ganze Liedpassagen, die die Spannung aufrecht erhalten, besonders die mannigfaltigen Flötenparts, der leichte World Music Einfluss setzen gleichzeitig die Höhepunkte und Ruhepole in diesem rund einstündigen Parforce-Ritt.
Ein guter Grundstock ist mit diesem Debüt auf jeden Fall gelegt, mit einer Straffung der Ideen auf das Wesentliche wird daraus beim nächsten Album nicht nur ein weiteres gutes Werk, sondern diese Band hat definitiv Potential für noch mehr.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
7.11.2004 |
| Letzte Änderung: |
11.11.2004 |
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