Lightness 2
|
|
Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Karsten Blank |
Vocals |
| Matthias Brune |
Guitars |
| Axel Kissing |
Keyboards |
|
| Olaf Kissing |
Drums and Percussion |
| Magnus Teschner |
Bass and Violin |
|
Gastmusiker
| Stefanie Dues |
Violin |
| Noémi Varga |
Viola |
|
| Annika Mertinat |
Violoncello |
|
Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
At Sea (Part I)
|
5:22
|
| 2. |
At Sea (Part II)
|
1:38
|
| 3. |
At Sea (Part III)
|
3:32
|
| 4. |
At Sea (Part IV)
|
7:23
|
| 5. |
Watcher
|
5:12
|
| 6. |
No!
|
4:26
|
| 7. |
Lanes
|
5:16
|
| 8. |
Rainkiller
|
4:30
|
| 9. |
A Strange Kind of Farewell
|
4:54
|
| 10. |
Rewind, Replay
|
6:02
|
| 11. |
At Sea (Part V)
|
3:22
|
| Gesamtlaufzeit | 51:37 |
|
|
Rezensionen

Nach ihrem unbetitelten Debüt legte die junge Meinerzhagener Combo Lightness diesen Sommer ihr Zweitwerk vor. Die Tatsache, daß auch dieses wieder unbetitelt ist, erinnert an die ersten vier Alben von Peter Gabriel - eine Assoziation, die allerdings durch die Musik nicht weiter untermauert wird.
Eine weitere Assoziation, die durch den Bandnamen und das sparsam-elegante Artwork geliefert wird, kann man allerdings durchaus bestätigen. Denn Lightness' Musik lässt sich durchaus sowohl im Hinblick auf die Atmosphäre als auch auf die für Progressive Rock deutlich zurückgenommene Komplexität als leicht und beschwingt bezeichnen. Wobei letzteres keinesfalls einen Kritikpunkt implizieren soll, aber vielleicht doch einen Hinweis darauf gibt, dass Prog-Puristen an dieser Musik nicht unbedingt Gefallen finden müssen. Ohnehin tue ich mich schwer, eine eindeutige Zuordnung in den Prog vorzunehmen. Eine grundsätzliche Tendenz in diese Richtung ist sicher festzustellen, allerdings lassen sich auch immer wieder psychedelische, elektronische oder auch poppige Einflüsse feststellen, so dass vielleicht der gute alte Begriff Art Rock am zutreffendsten wäre.
Das Album beginnt mit den ersten vier Teilen der Suite At Sea, die es tatsächlich versteht, einen mit sorgsam aufgebauter Atmosphäre, wechselnden Stimmungen und geschickten Einsätzen der Gastmusiker zu einem Tag am Meer zu entführen (sogar ganz ohne Quallen, Algen und nervige Möwen ;) ). Sehr schön und auch die deutlichen Einflüsse aus der elektronischen Musik wissen mich, der eigentlich nicht gerade ein Anhänger dieser Musikrichtung ist, durchaus zu überzeugen, so dass man tatsächlich für knapp 20 Minuten aus dem Alltag entschwinden kann. Auch die angenehme Stimme von Sänger Karsten Blank weiß vom ersten Einsatz an zu gefallen
In den nachfolgenden Stücken kommt dann deutlicher der poppige Einfluss in der Musik zum tragen, und es spricht in der Tat für die Band, dass es auch hier gelingt, die Aufmerksamkeit des Zuhörers zu behalten. So gelingt es auch ohne progressive Instrumental- und Breakexzesse, der Musik einen gewissen Anspruch zu verleihen. Dies ist v.a. darauf zurückzuführen, dass meist ein Gleichgewicht zwischen beschwingten und sanften Passagen gewahrt bleibt und manchmal doch die eine oder andere überraschende Wendung vorhanden ist.
Trotzdem sei auch etwas Kritik angemerkt, denn an einigen Stellen wird es mir doch insbesondere rhythmisch etwas zu einfach und zu wenig abwechslungsreich. Auch an den Kompositionen kann durchaus noch etwas gefeilt werden, manch guter Ansatz verläuft noch im Sande oder wird etwas zu lang ausgeführt. Leider weiß auch der das Album beschließende fünfte Teil von At Sea das hohe Niveau der ersten Teile nicht zu halten, wegen dem äußerst einfallslosen Spiel der Rhythmussektion würde ich ihn sogar als schwächstes Stück des Albums bezeichnen, was der gesamten Platte einen ungerechtfertigt faden und schwachen Abgang schafft.
Nichtsdestotrotz kann man Lightness attestieren, ein gelungenes Lebenszeichen gesetzt zu haben, das viel Potential erahnen läßt und v.a. in der ersten Hälfte auch durchaus zu begeistern weiß.
| Anspieltipp(s): |
At Sea (Part I oder IV), Lanes |
| Vergleichbar mit: |
|
|
| Veröffentlicht am: |
16.10.2004 |
| Letzte Änderung: |
16.10.2004 |
|
|
|
Zum Seitenanfang
|