II
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Virgin |
| Durchschnittswertung: |
10.5/15 (4 Rezensionen) |
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Besetzung
| Peter Gabriel |
Gesang, Keyboards |
| Tony Levin |
Bass |
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| Sidney McGinnis |
Gitarren |
| Jerry Marotta |
Drums |
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Gastmusiker
| Robert Fripp |
Gitarren |
| Timmy Capello |
Saxofon |
| Bayete |
Keyboards |
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| Roy Bittan |
Keyboards |
| Larry Fast |
Synthesizer |
| George Marge |
Recorders |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
On the air
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5:17
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| 2. |
D.I.Y.
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2:46
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| 3. |
Mother of violence
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3:11
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| 4. |
A wonderful day in a one - Way world
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3:34
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| 5. |
White shadow
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5:15
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| 6. |
Indigo
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3:31
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| 7. |
Animal magic
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3:28
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| 8. |
Exposure
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4:14
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| 9. |
Flotsam and Jetsam
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2:18
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| 10. |
Perspective
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3:26
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| 11. |
Home sweet home
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4:39
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| Gesamtlaufzeit | 41:39 |
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Rezensionen

Die Zweite von Gabriel ist wohl eine ziemlich ungeliebte Scheibe, die sich auch schlecht verkauft hat; ich war wohl damals einer der wenigen Käufer ;-) ... Kein Hit drauf und dann diese Songs voller Verzweiflung und Zerrissenheit, mal aggressiv, mal depressiv. Diese beiden Seiten bringt auch trefflich das Cover rüber, auf dem PG vorne mit Klauen das Cover selbst (!) zerreißt und hinten als Obdachloser unter Brücken durch eine graue, städtische Winterlandschaft schleicht. Mit dabei sind wieder u.a. Robert Fripp (mit dem Gabriel auch das zähe, einen um den Verstand bringende Stück Exposure geschrieben hat) und Tony Levin, aber auch neu an den Drums Jerry Marotta. Was PG hier abliefert ist ein eindringliches Dokument innerer Zerrissenheit, das den Zwiespalt auf den Punkt bringt; daher aber eben auch noch nicht die Befreiung selbst sein kann.
PG gelingen hier Songs von einer solchen Intensität des Leidens, dass es kaum auszuhalten ist: Mother of Violence, Indigo, Flotsam & Jetsam sowie die Albtraumstory Home sweet home (wie ne Kurzgeschichte von Cornell Woolrich) sind hier die Highlights. Songs dieses Zuschnitts gibt es nur auf diesem Album! Allein diese fragilen Melodien mit den gequälten Texten lohnen den Kauf. Auf der anderen Seite gibt es dann aber auch noch die aggressiven, fetzigen Sounds: On the Air oder Animal Magic seien hier genannt. Diese Richtung, die schon etwas ins Poppige geht, wird PG auf den folgenden Alben weiter ausbauen und worldmusicmäßig rhythmisieren, um schließlich mit "So" auf dieser Schiene zum Superstar zu mutieren. Gerade aber der Kontrast zwischen den einfühlsamen, zarten Stücken und den aggressiven, die beide mit so was von depressiven Texten versehen sind, machen den Reiz dieses speziellen Albums aus. Wenn etwa auf die Gänsehaut-Ballade Mother of Violence das satirische A wonderful day in a one-way World folgt, ist das Kontrast und Erlösung zugleich. Also keine leichte Kost diese Scheibe, aber von einer solchen künstlerischen Intensität! Musikalisch ist das Ganze kein klassischer Prog, wenngleich White Shadow oder Exposure progressive bzw. experimentelle Ansätze bieten.
Insgesamt ist das Album für Gabriel ein Sprung nach vorn, weil es zuspitzt und auf eine Erlösung drängt, die dann endlich in PG III gefunden wird.
| Anspieltipp(s): |
Indigo, One way world, White Shadow |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
28.4.2002 |
| Letzte Änderung: |
8.3.2012 |
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Bricht extrem aus? Musik bleibt auf der Strecke? Also, auf mich wirkt II, 1978, "Scratch", oder wie auch immer, vor allem durchdachter und strukturierter als das etwas richtungslose Debüt. Die Musik klingt sicherlich auch düsterer, so richtig "extrem" wird es aber eigentlich nur in "Exposure" - wobei ich die Version auf dem gleichnamigen Album von Robert Fripp mit dem wunderbar nervenzerfetzenden Gekreische noch gelungener finde ;-)
Ansonsten gibt es hier eine gelungene Mischung aus ruhigeren Songs, oft mit wie gequält wirkendem Gesang, und einigen rockigeren Stücken. Eine gute Platte, nicht seine beste, aber auch nicht seine schlechteste!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
8.11.2005 |
| Letzte Änderung: |
8.11.2005 |
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Gabriels II oder "Scratch" ist nun wirklich nicht seine schlechteste Arbeit. Ein Gabriel auf der Suche, noch nicht so perfektionistisch. Die Songs sind sehr erdig authentisch und noch keine hochpolierten Abräumer wie "Sledgehammer" - passender Titel eigentlich.
II ist ein sehr hörenswertes Album des Briten, das am Ende etwas nachläßt, jedoch wie immer einige Meisterwerke birgt. Los geht's mit dem überzeugenden, treibenden Opener "On the Air" noch fast in der Tradition von "Back in N.Y.C". "D.I.Y" war ein kleinerer Hit und besticht durch seine Leichtigkeit und den pumpenden Bass. "Mother of Violence" ist eine von Gabriels schönsten und vor allem berührendsden und herrlich brüchige Ballade. Diese Eindringlichkeit, wundervolles Piano und wie auf dem ganzen Album feinste Synthiearbeit, stehen einem "Here comes the Flood" in nichts nach.
Nach "A Wonderful Day..." sarkastisch locker groovend ist "White Shadow" ein weiterer (der) Prog-Höhepunkt - charismatisch, sphärisch, bombastisch und mit einem fantastischen Gitarrensolo, das von Synthiesounds nur so umwirbelt wird; ArtPop vom Feinsten. "Indigo", eine weitere Ballade, hat einen Touch alten Genesis-Charmes, ähnlich wie "Humdrum" auf dem ersten Album.
Erwähnenswert vielleicht auch, wie von einem aufmerksamen Leser darauf hingewiesen, dass Gabriel bei der letzten Tournee wieder einige Titel des 2. Albums im Programm hatte. Ich selbst habe "White Shadow" einmal live gehört und es war einer der Höhepunkte des Konzertabends.
"Animal Magic" kommt als Rock 'n' Roll-Nummer daher und überzeugt mich nicht wirklich, dann doch lieber das leicht Punk-beeinflußte "Perspective".
Das herrlich schleppende, schräge und psychedelische "Exposure" ist unbestrittenes Prog-Highlight. Wie Jochen kann ich die Version auf dem Fripp-Album nur sehr empfehlen.
"Flotsam and jetsam" sowie "Home sweet home" fallen gegen Ende der Scheibe etwas ab.
Ein zwar nicht wirklich homogenes und stilistisch klares Album, aber eine gelungene Weiterentwicklung und mit einigen Highlights gespickte Station auf dem Weg zu den Top-Alben III und IV.
| Anspieltipp(s): |
On the air, Mother of violence, White shadow, Exposure |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
9.2.2008 |
| Letzte Änderung: |
30.7.2012 |
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Auf I war Peter Gabriel noch auf der Suche nach einem eigenen Stil. Auf seinem zweiten Album scheint mir diese Suche immer noch nicht abgeschlossen zu sein. Der eine Teil der Stücke hört sich nach Selbstzweifel, nach Unsicherheit an, der andere Teil nach bewusst gesetztem Kontrapunkt zu dieser Unsicherheit. Christian hat dies wie ich finde treffend mit innerer Zerrissenheit beschrieben. Und genau dieser zweite Teil, bestehend aus On the Air, D.I.Y., Animal Magic und Perspective wirkt für mich wie ein Fremdkörper auf II. Hätte der Meister im Stile von Mother of Violence, Indigo oder White Shadow weiterkomponiert, er hätte ein sehr persönliches, introvertiertes, authentisches und vor allem auch geschlossenes Album geschaffen.
Mother of Violence, der Höhepunkt des Albums, handelt von Angst, von Existenzangst. Es ist für mich eine der grössten Kompositionen von Gabriel überhaupt. Ich empfinde das Stück nicht wirklich düster, aber so zerbrechlich, dass man beinahe selber Angst bekommt. Kann zu Tränen rühren.
White Shadow beginnt mit einem wunderschönen intrumentalen Einspiel in welchem sphärische Synthesizer-Akkorde und Levins Bass aneinander vorbei zu spielen scheinen, um sich dann doch im richtigen Moment wieder zu treffen. Ein herrliches Gitarrensolo im Mittelteil und ein toller Schlagzeug-Sound veredeln das Stück.
Weitere starke Kompositionen sind Indigo, Exposure (sehr Fripp`sch) und Flotsam & Jetsam.
Trotz dieser "Fremdkörper" gefällt mir II etwas besser als I. Mother of Violence ist wie bereits erwähnt eine der berührendsten und schönsten Kompositionen von PG überhaupt.
| Anspieltipp(s): |
Mother of Violence, White Shadow |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
4.3.2010 |
| Letzte Änderung: |
8.3.2010 |
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