From The Cube
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| HP Ringholz |
vocals, guitar, electric sitar |
| Kiryk Drewinski |
vocals, guitar, tablas |
| Chris Schwartzkinsky |
drums, percussion |
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| Katja Wolf |
theremin, organ |
| Dave Schmidt |
bass |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
What It Is
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4:35
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| 2. |
Out Of This Room
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7:04
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| 3. |
To Be Real
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5:13
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| 4. |
Pink Cloud
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14:10
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| 5. |
Moonspell
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5:49
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| 6. |
Ebola Monster
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9:05
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| 7. |
'Hidden Track'
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8:56
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| Gesamtlaufzeit | 54:52 |
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Rezensionen

Im Jahre 2004 existieren die Liquid Visions immerhin schon 10 Jahre. Und in dieser Zeit haben sie immerhin 4 komplette Alben vorgelegt. Dafür, dass dies alles weitgehend in Eigenregie entstand, ist das schon eine beeindruckende Leistung, zumal man den beiden mir bekannten Alben, dem vorliegenden "From The Cube" und dem Vorgänger "Hypnotized", ihre "Independent"-Herkunft kaum anhört.
Die Berliner haben sich dem Psychedelic-Rock verschrieben und diesen zelebrieren sie auch auf "From The Cube". Die Liquid Visions bedienen sich dabei allerlei Inspirationen aus den späten 60ern, wo diese Musik getragen von Pink Floyd, vielen amerikanischen Westcoast-Bands und später dann auch von Spacerockern wie Hawkwind, ihre vielleicht intensivste Phase hatte. Die Liquids verstehen es dabei aber geschickt zum einen Erinnerungen an diese Zeit zu wecken (soweit ich das als damals gerade geborener beurteilen kann...) und zum anderen dabei äusserst modern und zeitgemäss zu klingen. Dieses Kunststück ist es, was zu einem Gutteil die Faszination der Musik ausmacht.
Dabei wirken die einzelnen Songs eben nicht wie "Kompositionen", sondern wie Jams, die gerade im Moment der Aufnahme spontan entstanden sind. Ich glaube zwar nicht, dass es wirklich so ist (und der 'Hidden Track' bestärkt mich ein bisschen in dieser Annahme), aber dadurch klingt die Musik frisch, mitreissend, hypnotisierend, unterhaltsam... und was weiss ich noch alles. Wenn man ein bisschen Begeisterung für Jam-Rock, auslandende musikalische Teile mit gelegentlichen Freakouts und lange Gitarrensoli mitbringt, dann ist man hier genau richtig. Der immer präsente, treibende Bass und das wuselige Schlagzeug sorgen für ein ordentliches Fundament, auf dem sich die Saiteninstrumente so richtig austoben können (und die Musik sich immer so etwas wie 'Bodenhaftung' erhält).
Mit "What It Is" präsentieren die Liquids zunächst eine Art vierminütiges Intro, getragen nur von leiser Gitarre und Gesang, bevor dieser Song förmlich in den zweiten Titel "Out Of This Room" hinein explodiert. Hier werden wir dann auf einen ziemlich rockigen Space-Psychedelic-Trip mitgenommen. Fette Wah Wah- und Fuzz-Soli der Gitarren beherrschen das Klangbild. Dazwischen gibt es immer wieder kleine Soundsgimmicks mit Theremin, Orgel und der elektrischen Sitar.
"To Be Real" entführt mit etwas ruhigeren Klängen in orientalisch angehauchte Welten, bevor mit "Pink Cloud" das Monsterwerk des Albums abhebt. Mit dem "Pink" im Titel erinnert dieses Werk nicht von ungefähr an Pink Floyd, die mit ihrer psychedelischen Zeit hier Pate standen. Es entwickelt sich ein wahrhafter 24-minütiger Trip, der einem den einen oder anderen Drogengenuss ersparen sollte.
Mit "Moonspell" folgt zum Ausgleich ein flotter Midtempo-Rocker, der vor allem wieder von der hervoragenden Gitarrenarbeit lebt. Darüberhinaus gibt es wieder allerhand schräge Soundsgimmicks zu hören.
"Ebola Monster" zeigt hingegen eine Seite der Band, die bislang verborgen geblieben ist: Ein Hang zu düster-doomigen Klängen. Mit Klanggewaber beginnt der Song, bis hierhin gemahnt einen vor allem der einsetzende Gesang an die floydig-psychedelische Phase von Porcupine Tree. Aber dann übernimmt ein schwerer Heavy-Rhythmus das Geschehen, welches einen nun unwillkürlich an Black Sabbath gemahnt. Heftig, aber extrem cool! In diesem Stil rockt der Song dann heftigst ab...
Damit ist das 'offizielle' Album beendet, aber es gibt von einen über achtminütigen 'Hidden Track'. Auf meinem CD-Player war es ein bisschen schwierig ihn abzuspielen, aber wer suchet, der findet ;-)) Dies ist nun wirklich ein psychedelischer Jam, bei dem Band völlig frei zusammenzuspielen scheint. Ein schöner Abschluss, der aber auch beweisst, in den übrigen Stücken steckt doch ein bisschen mehr Struktur und Komposition, als wie man vielleicht wahrnimmt.
Insgesamt gelingt es den Berlinern ihr ohnehin schon gelungenes 2002-Album "Hypnotized" noch zu toppen. Meine Empfehlung (nicht nur) für Psychedelic-Heads!
Leider scheint sich die Band im Moment aufgelöst zu haben... hoffentlich geht es trotzdem irgendwann wieder weiter und es gibt neues Material. Das wäre sonst schon ein herber Verlust für die deutsche (Untergrund-) Musikszene.
| Anspieltipp(s): |
Pink Cloud, Ebola Monster... besser ist es aber alles von vorne bis hinten in einem Rutsch zu hören |
| Vergleichbar mit: |
Anklänge an viele Psychedlic- / Space-Rocker wie Pink Floyd, Jefferson Airplane, Quicksilver Messenger Service, Hawkwind etc., aber eigentlich ziemlich eigenständig |
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| Veröffentlicht am: |
6.3.2005 |
| Letzte Änderung: |
6.3.2005 |
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Mit "From the cube" begeben sich die vier Herren und eine Dame von Liquid Visions auf eine mitreißende Zeitreise, hin zu den Anfängen des Acid Rock bis zurück zu den Psychedelic-Ursprüngen. Die Rückbesinnung ist konsequent bis zum Cover und dem Outfit der Musiker durchzogen, ist dabei jedoch nicht modisch irgendwelchem Zeitgeist-Schnick-Schnack angepasst, sondern eine ehrlich vorgelebte Lebenseinstellung.
Die Mischung aus treibenden, heftigst rockenden Nummern sowie psychedelisch verdrehten Instrumentalteilen, in denen sich unbeschwert die Musiker endlos treiben lassen, macht die süchtig-machende Faszination dieses Albums aus. Ein farbenfroher, orientalisch angehauchter Ideencocktail, der bereits beim sehr guten Vorgänger "Hypnotized" prächtig funktionierte, hier frisch und wohlklingend retromäßig serviert wird. Neben den omnipräsenten Fuzzgitarren und dem spacigen Groove sorgen gelegentliche Hammond Orgel sowie Theremingesäusel für die besondere Note.
Während man sich von den schnelleren Nummern mitreißen lassen kann, ist es dieses mal das über 14-minütige "Pink cloud", welches zu einer langen Reise der besonderen, trippigen Art aufbricht - ein Rausch der Sinne, der auch ohne bewusstseinserweiternde Mittelchen funktioniert. Mehrfach wird die träge Stimmung und Atmosphäre gesteigert, das Tempo verschärft und wieder zurückgenommen, der Hörer im Rausch der Sinne gefesselt.
Auch wenn natürlich bei Liquid Visions nichts grundlegend neu erfunden wird, so gelingt ihnen eine überzeugende Neuinterpretation, die in ihrer ganz eigenen Interpretation absolut überzeugt. Psychedelic Rock vom Feinsten!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
14.7.2006 |
| Letzte Änderung: |
5.3.2012 |
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