Janus
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
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| Durchschnittswertung: |
7/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Bjørn Kristiansen |
Gitarre, Gesang |
| Svein Gundersen |
Bass, Gesang |
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| Bengt Jenssen |
Klavier, Orgel, Mini-Moog |
| Kjetil Stensvik |
Schlagzeug, Percussion |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Path of Your Dream
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4:07
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| 2. |
Mr. Kaye
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2:02
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| 3. |
Nocturnal Voice
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6:07
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| 4. |
For All Eternity
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6:55
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| 5. |
Untitled - Hidden track
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0:42
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| 6. |
Stumblin' Stone
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6:11
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| 7. |
All We've Got to Do is Dream
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2:54
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| 8. |
Candles of Heaven
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5:27
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| 9. |
What a Lovely Day
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5:15
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| Gesamtlaufzeit | 39:40 |
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Rezensionen

Das dritte und letzte Album der norwegischen Formation Aunt Mary wird allgemein als ihr progressivstes Werk gehandelt. Auch wenn einem euphorische Reviews weismachen wollen, dass mit diesem Konzeptalbum ein progressives Meisterwerk vorliegt, hinterlässt "Janus" angesichts solcher Lobeshymnen wie auf der Website progarchives doch einen ernüchternden ersten Höreindruck. Es wird ein uneinheitlicher Stilmix aus erdigem Hardrock, von süßlichem Harmoniegesang geprägtem Mainstream und symphonischem Progrock der britischen Schule geboten. Das wirkt durchaus gefällig und ambitioniert in die Tat umgesetzt, was in dynamischen Kompositionen zum Ausdruck kommt. Die beherzte Saitenbearbeitung wird von wohl dosierten Synthieeinsätzen verfeinert, was zum gegebenen Zeitpunkt in bombastischer Manier auf die Spitze getrieben wird.
Schon der kompakte Opener "Path Of Your Dream" bringt in knapp über 4:00 Minuten die Grundstruktur des Songwritings auf den Punkt. Eine schroffe Gitarrenbearbeitung setzt zusammen mit beschwingten Tastenläufen den Rahmen, der von mehrstimmigem Harmoniegesang in melodischer Art und Weise ausgefüllt wird. Ganz unvermittelt klingt die komplex-bombastische zweite Hälfte an, die im absoluten Kontrast zum doch allzu zuckersüßen mehrstimmigen Gesang steht.
Nach diesem zweifellos mitreißenden Einschub folgt mit dem zweiminütigen "Mr. Kaye" eine an die späten Beatles erinnernde Gesangsnummer, die nahtlos in den Titel "Nocturnal Voice" übergeht, der neben dem charakteristischen Harmoniegesang auch eine schrille "Heulbojenstimme" bietet, die doch zu penetrant ist. Ansonsten wird hier in beschwingter Manier mit einem Hauch von verflossenem Flower-Power-Feeling musiziert.
Ohne den geringsten progressiven Ansatz im ersten Drittel führt ein abruptes bluesrockiges Gitarrensolo in gemäßigt progressive Bereiche. Bevor hier aber mal ein richtig progressiver Songaufbau zu Wege gebracht wird, ist der Titel auch schon wieder beendet.
Nach dem gleichen Muster geht es weiter. "For All Eternity" zeigt sich phasenweise von Yes zu "Yes Album"-Zeiten inspiriert. Zwischenzeitlich lehnen sich die Keyboardläufe im Titel "Candles Of Heaven" auch völlig unerwartet mal offensichtlich an ELP an. Das Album hat aber in den hardrockigen Passagen seine Stärken, wo trockene Gitarrenriffs den melodisch-harmonischen Grundcharakter auflockern.
Letztendlich liegt mit "Janus" kein lupenreines Progalbum vor. Es wird zwar stilistische Abwechslung groß geschrieben, was aber nicht durchgängig überzeugend gelungen ist. Die Umsetzung wirkt in den progressiven Phasen zu sehr bemüht und mit angezogener Handbremse gespielt. Stilistisch sind Aunt Mary in etwa mit Birth Control vergleichbar, die ihren erdigen Hardrock bisweilen ebenfalls mit symphonischen Zutaten garniert hatten. Auch Nektar können als weiterer Vergleich genannt werden. Die Klasse von diesen beiden in Deutschland aktiven Bands erreichen Aunt Mary aber nicht. Mitunter wirkt der progressive Einfluss doch zu aufgesetzt und die Wechsel erscheinen mitunter nicht schlüssig genug.
| Anspieltipp(s): |
Stumblin´ Stone |
| Vergleichbar mit: |
Birth Control, Nektar |
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| Veröffentlicht am: |
16.3.2005 |
| Letzte Änderung: |
17.3.2005 |
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