ZED
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Black Widow Records |
| Durchschnittswertung: |
3.33/15 (3 Rezensionen) |
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Besetzung
| Roberto Gottardi (CAHÅL DE BÊTÊL) |
Guitar ,synth ,sequencer,voice |
| Renè Modena (MIMHÏR DE BENNU) |
Guitar , synth , devices |
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| Germano Morghen (TIPHERETH) |
Drums , percussion |
| Dario Gelmetti (NEZAH) |
Basso profondo |
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Gastmusiker
| Carlo Pedrazzoli |
Ottavino, Flute |
| Marco Bruschetti |
Klarinette |
| Walter Civettini |
Trompete |
| Armando Marcon |
Percussion |
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| Nicola Straffelini |
Mellotron, Keyboards |
| Susanna Villanova, Clara Lotti, Patrizia Bottesi |
Chor |
| Ohm |
Klavier, Mellotron |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
ZED - Totem De Sïel
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22:24
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| 2. |
MNAR - Totem Da Combaat
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26:27
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| Gesamtlaufzeit | 48:51 |
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Rezensionen

Runaway Totem vom Gardasee haben sich dem Zeuhl-orientierten Hard- oder Spacerock verschrieben, mit dem sie ihre esoterisch angehauchte Bandphilosophie zum Ausdruck bringen wollen. Dementsprechend pompös kommt auch diese, ihre zweite Scheibe daher. Die Bandmitglieder haben sich tolle "Künstlernamen" zugelegt, Coverartwork und Booklet erinnern an irgendein Fantasy-Comic, man singt in einer mystischen Kunstsprache und auf der Internetseite der Band (www.runawaytotem.com) heißt es, daß mit diesem Konzeptwerk die alte ägyptische Mytologie wieder zum Leben erweckt werden soll. Hrmpf!
Zur Musik. Nachdem die kurzen Bläser-Fanfaren (à la 50ger-Jahre-Holywood-Ritterfilm - übrigens die einzige Stelle auf der Platte an der die oben aufgelisteteten blasenden Mitspieler zu hören sind) von ZED verklungen sind, setzt tief-brummiges Bass-Gitarrengeschrammel ein, das mich extremst an längst in der Mottenkiste der Musikhistorie verschwunden geglaubte Hardrock-Metal-Klänge à la Black Sabbath (so um Paranoid oder Master of Reality) erinnert. Nun setzt der "Gesang" ein ... hm, man stelle sich "War Pigs" von Black Sabbath vor, aber einfallsloser und monotoner, zu dem ein Damen-Zeuhl-Chor mysteriös-hypnotische Hymnen intoniert und ein Lead-Sänger düstere Texte rezitiert und dabei versucht wie Klaus Blasquitz zu klingen. Eigentlich ist ZED ein endloser, einfallsloser Hardrock-Jam, ab und zu unterlegt mit "sphärischen" Keyboardklängen und Midi-Chören, zudem angereichert mit oben beschriebenen Gesangseinlagen. Auch die paar atmosphärischen Momente im Mittelteil, in dem die Hardrocker mal eine Pause einlegen, Keyboardklänge dominieren und sogar ein Mellotron zum Einsatz kommt, retten für mich dieses Stück nicht. Irgendwie nervt das Ganze von vorne bis hinten. Auch der zweite Track MNAR ist ähnlich unbefriedigend. Nach endlosem (10 minütigem) mysteriös-düsterem, keyboardgetragenem Intro, legen die Hardrocker wieder los, diesmal etwas "spaciger", so à la Hawkwind vor dem Schlafengehen. Auch diesmal gesellen sich ab und zu Pseudo-Zeuhlchöre und unheilsschwangere Vocals hinzu. Nach rund 20 Minuten wirds fast nochmal interessant. Aufgedonnerter solo-Gesang zu repetitivem Piano und Midi-Chören, erzeugt fast so etwas wie Atmosphäre, bevor die Metaller wieder mit einstimmen und das Stück endlich zu Ende bringen.
Irgendwie liegt bei dieser CD Anspruch und Wirklichkeit ein wenig (ziemlich) weit auseinander. Von vorne bis hinten wirkt dieses Album unausgewogen, überladen und überproduziert, Musik und Vokalparts passen irgendwie nicht zusammen, die beiden Stücke sind voller Längen und der esoterische Mystik-Schleim tropft ab und zu nur so aus den Boxen (was aber durchaus auch zur Erheiterung des Hörers beitragen kann!). Auch der Mix ist unmutbeschwörend. Die Bässe sind so arg in den Vordergrund gemischt, daß es stellenweise nur noch dröhnt und man (ich, auf meiner alten Anlage) den Bassregler ganz in den negativen Bereich kurbeln muß um diese CD zu ertragen.
Die Benotung ist hier recht schwierig. Einen brauchbaren Song gibt es hier eigentlich nicht, vielleicht ein paar erträgliche Momente, interessant ist das Teil trotzdem irgenwie (so im Sinne von: Wie man es nicht machen sollte!), doch bedingt empfehlen will ich es auch wieder nicht, Schwachstellen gibt es viele und Fans, denen man diese Scheibe empfehlen kann haben Runaway Totem wohl auf den babyblauen Seiten nicht. Vielleicht können ProgMetaller mehr mit diesem Teil anfangen, mein Ding ist es nicht! Ach ja, empfehlen will ich zum Schluß doch noch etwas: Wer italienischen Zeuhl hören möchte, sollte unbedingt mal in die CD der Konkurenz-/Geschwisterband Universal Totem Orchestra reinhören!
| Anspieltipp(s): |
erübrigt sich |
| Vergleichbar mit: |
Black Sabbath/Hawkwind meets Magma |
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| Veröffentlicht am: |
29.4.2002 |
| Letzte Änderung: |
19.9.2011 |
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Vollste Zustimmung von meiner Seite zu Achims Warnung. Übel. Finger weg. Primitiv, billig, unattraktiv.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
29.4.2002 |
| Letzte Änderung: |
29.4.2002 |
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Zum damaligen Erscheinungszeitpunkt fand ich "Zed" von Runaway Totem gar nicht mal so unlustig, war dies doch eine meiner ersten Begegnungen mit einer Art Pseudo Zeuhl im Hard Rock Gewand. Nun, einige Jahre später, mit einem entsprechend erweiterten musikalischen Horizont, sieht es mit der Betrachtung von "Zed" schon um einiges ernüchternder aus, auch wenn ich dieses Album keineswegs ganz so negativ, wie meine Vorschreiber sehe.
Klar, mit Magma können sich Runaway Totem zu keinem Zeitpunkt messen. Ebenso wirkt der etwas aufgesetzte erscheinende "Kult" um die italienische Band eher lächerlich, wie auch der esoterisch angehauchte Inhalt nicht gerade der Weisheit letzter Schluss ist. Hinzu kommt der dumpfe Gesamtsound, sowie langgedehnte, keineswegs innovative Jams, die eher im Bereich rumpelnder Hard Rock / Space Rock aus der Mottenkiste angesiedelt sind. Dennoch: all diese Kritikpunkte mal bei Seite, so gelingt es der Band durchaus mitunter einige stimmige, atmosphärische Parts, sowie schwebende Space Rock Riffs in ihre ausufernden Kompositionen einzubauen.
Dennoch kann ich mich Achims Empfehlung nur anschließen: wenn etwas aus dem Umfeld von Runaway Totem, dann eher das Universal Totem Orchestra.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
27.2.2005 |
| Letzte Änderung: |
13.4.2012 |
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