Parade
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Bernard Falaise |
Guitars, Bass, Turntable |
| Pascal Globensky |
Keyboards, Synths, Piano |
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| Rémi Leclerc |
Drums, Percussion, Electronics |
| Nicolas Masino |
Bass, Keyboards, Piano |
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Gastmusiker
| Marie-Soleil Bélanger |
Violin, Erhu |
| Marie-Chantal Leclair |
Sax |
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| Lars Hollmer |
Accordeon, Melodica, Keyboards, Voice (CD 1) |
| Lise Millet |
Bassoon (Disc 1) |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Pyramide
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3:38
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| 2. |
Scarabée
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3:24
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| 3. |
Caramba!
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0:50
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| 4. |
Uppsala
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5:49
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| 5. |
Tartine
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1:33
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| 6. |
Contrées liquides
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5:45
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| 7. |
Polar
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6:32
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| 8. |
Boite à surprises
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4:06
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| 9. |
Checkpoint Charlie
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3:20
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| 10. |
Talrika
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4:59
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| 11. |
Le cruciverbiste
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5:27
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| 12. |
Gavotte chétive
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1:57
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| 13. |
Bonsai givré
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6:45
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| 14. |
Boite à rebuts
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2:00
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| 15. |
Préparatifs de vacances
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1:17
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| 16. |
Foret dense
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6:17
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| Gesamtlaufzeit | 63:39 |
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| Disc 2 |
| 1. |
La célèbre boucle
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0:38
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| 2. |
Le règne des termites
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4:08
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| 3. |
Toutes proportions gardées
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6:47
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| 4. |
Mine de rien
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3:45
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| 5. |
Singularité
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5:42
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| 6. |
L'inévitable
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5:43
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| 7. |
Mangeur de masters
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3:52
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| 8. |
Le sorcier
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5:54
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| 9. |
Mme X
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7:46
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| 10. |
Le fantome de M.C. Escher
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6:15
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| 11. |
Le roi soldat
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4:16
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| 12. |
Pas à ce que je sache, Sacha
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6:30
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| 13. |
Igor, l'ours à moto
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6:51
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| Gesamtlaufzeit | 68:07 |
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Rezensionen

Seit nunmehr 25 Jahren gibt es Miriodor und pünktlich zu diesem Jubiläum hat die Gruppe aus Quebec ein neues Album herausgebracht, erst das sechste in der langen Bandgeschichte. "Parade" bietet aber nicht nur eine gute Stunde neuer Studioklänge, sondern auch, quasi als Bonus, einen Live-Mitschnitt des Konzertes, welches Miriodor am 29. Juni 2002 im Rahmen des Nearfest-Prog-Festivals gegeben haben. Eine Doppel-CD ist "Parade" somit geworden, die weit über 2 Stunden an Musik bietet.
Musikalisch trennen "Parade" nicht unbedingt Welten von den direkten Vorgängern "Mekano" bzw. "Jongleries Elastiques". Einen komplexen und dichten, doch weitestgehend melodischen und durchaus angenehmen Jazzrock-Kammerprog bieten die Kanadier, der sowohl allzu sperrige Abgefahrenheit, als auch zu seichte oder glatte Allerweltsklänge vermeidet. Keyboards, Bass und Schlagzeug bereiten die Grundlage, auf der E-Gitarre, Sax, Violine und Fagott solieren. Einige elektronische Einsprengsel sorgen genauso für Abwechslung, wie die Gastauftritte von Lars Hollmer (Samla Mammas Manna) an verschiedenen "archaischen" Tasteninstrumenten. Anklänge an Kirmesmusik, humorvolle Kaffeehausmelodien, Folkloristisches und kantige Tanzmusik gibt es genauso, wie heftigere Ausbrüche (mitunter, für Miriodor-Verhältnisse, ungewohnt schräg) und dichte Kammerrocknummern à la Univers Zero, in typischer RIO-Avant-Manier. Ansonsten sei auf die Rezensionen zu "Mekano" und "Jongleries Elastiques" verwiesen, die in "Parade" eine würdige, mitunter perfektionierende Fortsetzung erfahren.
Die zweite CD bietet - wie schon weiter oben erwähnt - ein Konzert der Gruppe vom Juni 2002, welches vornehmlich aus Material von "Mekano", aber auch einigen Stücken von "Jongleries Elastiques" besteht. Sehr frisch und mit etwas rauheren Versionen als auf den Studioalben, demonstriert dieser Mitschnitt, dass die Gruppe in der Lage ist ihre Kompositionen mitreissend und schwungvoll live umzusetzen.
"Parade" bietet zwar nicht unbedingt Neues, ist aber eine - zumindest beim Rezensenten - willkommene Erweiterung des doch eher knappen Miriodor-Kataloges. Wer sich in die kantigen Welten des Kammerprogs einarbeiten möchte, könnte seinen Weg durchaus mit diesem Album beginnen. Komplexität und ungewöhnliche Klänge werden hier in einem recht harmonischen, melodiösen und zudem sehr abwechslungsreichen Rahmen geboten. Ausserdem gibt es relativ viel Musik fürs Geld. Empfohlen!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
16.5.2005 |
| Letzte Änderung: |
17.1.2007 |
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Als Vertreter der leichten Muse kann man den Avantgarde Rock / R.I.O. der kanadischen Miriodor mitnichten bezeichnen. Dennoch hat das, was die inzwischen seit mehr als zwei Jahrzehnten bestehende Band auf „Parade“ präsentiert, einen weit weniger morbiden und düsteren Grundcharakter als vergleichbare europäische Bands wie z.B. Univers Zero. Der sprunghafte kammermusikalische Ansatz von Miriodor besitzt eine gewisse Leichtigkeit, eine angenehm verspielte francophile Note, vertraut nicht nur auf Schärfe, eckige Kanten und Schrägheit, ist dabei aber gleichzeitig von seichten Einfällen ebenfalls meilenweit entfernt. Die Band umschreibt deswegen ihre Musik auch recht passend als „Soundtrack für einen Kinofilm, einen Kinofilm mit einer verrückten und eigenartigen Geschichte.“
So wirkt das rein instrumental gehaltene „Parade“ einerseits aufgeräumt und nachvollziehbar, überfährt den Zuhörer keineswegs auf zu fordernde Art, andererseits steckt in der Jazz Rock inspirierten Kammermusik genügend an überraschenden Kehrtwendungen, inhaltlicher Vielfalt und Spannung. Selbst augenzwinkernde, humorige Passagen finden hier ihren Platz. In dem kanadischen Kleinorchester bekommen Violine, Fagott und Saxophon genauso viel Freiraum wie das gleichberechtigt agierende traditionelle Rockinstrumentarium. Zusätzliche Gastauftritte von Lars Hollmer (Samla Mammas Manna) u.a. am Akkordeon passen da ebenso ins Bild wie die Maßnahme der Kanadier, auch gelegentlich auf elektronische Experimente zurückzugreifen.
Miriodor gelingt es auf eigene, sympathische Art nicht unbedingt alltägliche Musik in einer für dieses Genre durchaus angenehmen Art zu präsentieren. Eine gelungene Gratwanderung am Rande der kompositorischen und inhaltlichen Tiefen, ohne ständig die Kante der hörtechnischen Überforderung zu überschreiten. Als Bonus bekommt man zum neuen Studiomaterial von „Parade“ auch noch gleich den sehr frisch und direkt daherkommenden 2002er Auftritt vom Nearfest mitgeliefert, so dass einem dieser kammermusikalische Doppelpack gleich mehr als zwei Stunden Unterhaltung bietet.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
3.6.2007 |
| Letzte Änderung: |
3.6.2007 |
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