Live@InProg
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Alexander Kostarev |
Guitar, Harmonica |
| Gennady Lavrentiev |
Violin, Tabla |
| Ekaterina Morozova |
Keyboards, Bass Synth |
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| Yury Lopukhin |
Flute, Sax |
| Andrey Pankratov |
Drums |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Intro
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0:14
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| 2. |
Vegetarian
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7:38
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| 3. |
Hard Water
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7:09
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| 4. |
Purgatory
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9:47
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| 5. |
A-Theist Hacker
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6:00
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| 6. |
Oasis
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6:33
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| 7. |
Concerto Grosso #1
1. Allegro 4:29 2. Largo 5:59 3. Menouetto 4:15 4. Adagio 3:48 5. Presto - Finale 4:53
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| Gesamtlaufzeit | 60:45 |
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Rezensionen

Alexander Kostarev spielt E-Gitarre, dürfte sein fünftes Lebensjahrzehnt erreicht haben und sieht auf den im Beiheft der hier zu besprechenden CD zu findenden Gruppenfotos, mit Vollbart, Schlabberjeans und Turnschuhen, wie ein Rock-Veteran der legendären 70ger Jahre aus. So eine Art von Veteran scheint Kostarev auch zu sein. Die Internet-Seite der Gruppe ist zwar komplett in kyrillischen Hieroglyphen verfasst und auch sonst ist recht wenig über den rockmusikalischen Werdegang von Kostarev herauszufinden, aber die knappe Promo-Information, die ich mit dieser CD erhalten habe spricht davon, dass er die Alexander Kostarev Group, nach "langer musikalischer Suche" in den späten 90er Jahren in Moskau gegründet hat. Die restlichen Bandmitglieder scheinen - wieder nach den Fotos zu schliessen - um einiges jünger zu sein. Mitgeschnitten wurde dieses Live-Album (die erste und bis dato einzige CD der Gruppe - vermutlich) am 22. Februar 2003 auf dem InProg-Festival in der russischen Hauptstadt.
"Sympho Progressive Fusion" steht als Stilbezeichnung seitlich auf dem Einlegeblatt der CD. Ja, das passt ganz gut. Eine treibende Mischung aus symphonischem Retroprog und Jazzrock bietet die Kostarev Group auf diesem Live-Album, welche aber auch mit gelegentlichen Worldmusic-Elementen und Spacerock-Ausflügen aufwartet. Die Musik wird von Kostarev an der sägend-spacigen E-Gitarre, der Keyboarderin Ekaterina Morozova und dem abwechslungsreichen Schlagzeug von Andrey Pankratov bestimmt. Dazu gibt es Einlagen und Soli an Violine und Tabla (Gennady Lavrentiev) bzw. Flöte oder Sax (Yury Lopukhin). Einen Bassisten gibt es nicht. Vielmehr sorgt die Morozova mit Händen und Füssen gleichzeitig für Bassbegleitung und raumfüllendes Klangwabern und streut dabei noch das eine oder andere Solo ein. Das macht sie ausgesprochen gut und das Fehlen eines Bassisten macht sich, auch wenn dadurch der Basspart mitunter etwas einförmig gerät, nicht sonderlich negativ bemerkbar.
Das Album ist zweigeteilt. Dem ausladenden "Concerto Grosso" stehen fünf, in sich abgeschlossene Nummern entgegen, die die erste Hälfte der CD einnehmen. Sehr spannende Retroprog-Jazzrocker sind das, die gelegentlich, insbesondere wenn mit Flöte und Tabla fernöstliche Atmosphäre erzeugt wird, in spacige World-Rock-Gefilde geraten und mich dann ein wenig an den Spacerock von Korai öröm erinnern.
Mit dem "Concerto Grosso" bewegt sich die Musik dann in klassisch-proggige oder besser Retroprog-Welten. Einen klassisch-inspirierten, treibend-rauhen Barock-Symphoprog, mit schrägen RIO-Avantgarde- bzw. improvisierten Free-Rock-Ausflügen, gibt es in dem 5-teiligen Stück zu hören, in dem vor allem die Soli bzw. das flotte Wechselspiel von Flöte und Violine, die treibend-satte Keyboardbegleitung und die kratzig-wüste E-Gitarre Spass machen.
"Live@InProg" beinhaltet einen rundum gelungenen Konzertmitschnitt, der - so das Promotionsmaterial - führenden Prog-Band aus Moskau. Wer einen zeitgemässen, symponisch-jazzigen Retroprog sucht, der sollte versuchen sich dieses Album zu besorgen, allerdings nur, wenn er sich solcherart Musik mit vielen Ecken und Kanten und gelegentlichen östlich-asiatischen Einsprengseln vorstellen kann.
| Anspieltipp(s): |
Vegetarian |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
4.6.2005 |
| Letzte Änderung: |
4.6.2005 |
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Noch ein paar kurze Anmerkungen zu „Live@InProg“. Kollege Achim hat dieses Album ebenso treffend beschrieben, wie die Stilmerkmale charakterisiert, da gibt es nicht viel hinzuzufügen. Ich empfinde vielleicht die SpaceRock-Seite der Kostarev Group hier deutlicher im Vordergrund, aber das sind Nuancen.
Die Alexander Kostarev Group legt auf diesem Moskauer Prog-Festival in jedem Fall einen mitreißenden Auftritt hin, der vor allem in der ersten Hälfte die Stärken dieser Formation voll zur Geltung bringt. Wilde Gitarrenritte, quietschige Keyboards, jaulende Violine, krachige, wuselige Percussion treffen hier in Perfektion aufeinander. „A-theist Hacker“ ist ein harter Rocker vor dem Herrn (und beginnt mit einer kleinen Crimson-Verneigung) und besonders die Stücke des bislang vollkommen unveröffentlichten Albums „Vegetarian“, nämlich eben „Vegetarian“ und „Hard Water“, zeigen, welches Kreativ-Potential hier bislang versteckt war und ist.
Mit dem fünfteiligen „Concerto Grosso“ macht sich Kostarev an die Verschmelzung von Klassik, Rock und Jazz. Er nennt das „Time Fusion“. Das gelingt nicht immer stimmig, es gibt einige Passagen, die etwas holprig und ausgegoren wirken, aber im Großen und Ganzen ist das auch interessante, beeindruckende Musik, die hier geboten wird. An einigen Stellen quietscht die Violine vielleicht allzu exaltiert vor sich hin (aber das passiert im 'normalen' Set schon auch mal).
„Live@InProg“ scheint, wie auch die Retrospektive „Kostarev.Works 1978 – 2006“ im Moment als CD nicht mehr erhältlich zu sein. Aber Kostarev bietet beide Alben als freien Download auf seiner Homepage an. Einfach den entsprechenden Links auf der MySpace-Präsenz der Band folgen, laden und genießen. Als Schmankerl gibt es noch einen Videomitschnitt des Auftritts der Band auf dem InProg-Festival mit „Vegetarian“ zum Download (natürlich keine Profi-Qualität, aber es gibt einen schönen Einblick in die Performance der Band).
| Anspieltipp(s): |
alles, vielleicht erstmal nicht gerade das "Concerto Grosso" |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
19.8.2007 |
| Letzte Änderung: |
19.8.2007 |
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