Conception of Noise
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
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| Plug |
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| Deathstringer |
Guitars on tracks 6-10 |
| Cannibal |
Vox on tracks 6-10 |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
divine
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4:52
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| 2. |
revelation 2.0
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2:47
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| 3. |
unique
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4:07
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| 4. |
`04
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0:54
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| 5. |
...behind the noise
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4:55
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| 6. |
spasmodic consecration
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4:51
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| 7. |
Ночь в анатомичке (the night at the dissecting room)
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3:18
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| 8. |
pseudo
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6:04
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| 9. |
m.a.c.
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4:34
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| 10. |
worm
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9:07
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| Gesamtlaufzeit | 45:29 |
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Rezensionen

Mit "Conception of Noise" legen die Russen von Necrost ihr erstes vollwertiges Album vor und... Obwohl, stop, stop, nochmal von vorne: So ganz richtig ist das nämlich nicht. Denn eigentlich handelt es sich bei der CD um eine Zusammenstellung aus zwei EPs, die eine selbstbetitelt und aus dem Jahre 1999, die andere zwei Jahre jünger und den gleichen Titel wie dieses Album tragend. Die Musik hat also durchaus schon ein paar Tage auf dem Buckel, so dass die Veröffentlichung vielleicht eher deshalb erst jetzt erfolgt ist, weil die Band dieser Tage erst einen Plattenvertrag bekommen hat. Verifizieren kann ich diese These leider nicht, empfängt einen die Homepage der Band doch ausschließlich mit kyrillischen Schriftzeichen (sollte sich also ein babyblauer Leser zur Korrektur bemüßigt fühlen: Nur zu!).
Nach diesem einleitenden Sermon aber zur Musik. Und die lässt es richtig krachen, bewegen sich Necrost doch im Bereich des Progressive Death Metal. Begonnen haben die Russen dabei aber mit eher traditionellen Todesblei-Tönen, die Entwicklung hin zu progressiverem Material erfolgte nach und nach. Diese Evolution merkt man auch dem Album an, wobei aus mir nicht bekannten (und auch nicht ganz nachvollziehbaren) Gründen die später entstandene EP das Album eröffnet. So sind die Stücke ab "Spasmodic Consecration" zwar durchaus schon technisch nicht unanspruchsvoll, aber mit ihren etwas straighteren Strukturen noch deutlich vom frühen US-Death Metal beeinflusst, wie man ihn z.B. von den Death der Prä-Human-Phase kennt. Größtenteils gibt es daher hier voll einen auf die Zwölf.
Wobei diese Ausrichtung der Songs an sich natürlich nicht negativ zu bewerten ist und die eine oder andere Finesse schon aufzeigt, wohin sich die Band weiterentwickeln sollte (gerade der Bass darf ab und an mal Akzente setzen, die er in wirklich primitiven Death nie und nimmer setzen dürfte). Insofern kann man vielleicht sogar explizit einen Vergleich zu dem Entwicklungsstadium ziehen, in dem sich Death zum Zeitpunkt der Aufnahme von "Spiritual Healing" befanden - auch hier sieht man schon deutlichste progressive Einflüsse, richtig Raum gegriffen haben sie aber noch nicht.
Ganz anders dagegen die zwei Jahre später aufgenommenen Stücke der "Conception of Noise"-EP. Innerhalb dieser Zeit hat sich die Musik der Band ganz offensichtlich über die Schwelle zwischen zwar technischem, aber noch wirklich als progressiv zu bezeichnenden Death Metal hin zum progressiven Death entwickelt. Aber nicht nur die musikalische Grundausrichtung hat sich geändert, auch gegenüber der zwar ordentlichen, aber noch nicht vollends überzeugenden Qualität der älteren Songs hat die Band nochmal eine ordentliche Schippe draufgepackt. Stücke wie der Opener "Divine" oder "Unique" können mit ihren Reminiszenzen an Bands wie Cynic (wenn auch deutlich härter und fast ohne deren jazzige Komponente) voll und ganz überzeugen und zeigen ein Potential auf, mit dem die Band in den nächsten Jahren die Szene noch gehörig aufmischen könnte. Komplexes und bretthartes Riffing verbinden sich dabei mit melodischen Soli und Drumming zwischen brutalen Blastbeats und feinfühligeren Passagen zu einer Melange, die aufhorchen lässt.
Aus der Reihe fällt dabei der Track "Revelation 2.0", der im Grunde nur aus viel Herumgebrülle und einer verzerrten Stimme besteht, die wohl irgendetwas Spannendes erzählen soll - nun ja, spannend vielleicht dann, wenn man Russisch kann. So finde ich das eher nervig und unnötig. Was weiterhin etwas störend ins Gewicht fällt, ist das Growling. Dabei geht es mir nicht um diese Gesangsart an sich: Der Deathgrowl heißt nicht umsonst so, wie er heißt, und macht die Musik erst komplett. Das Growling von Herrn "Grind Box" (ich vermute, dass er der Sänger ist, im Booklet steht das nicht...) ist nämlich nicht wirklich zu den besseren zu zählen und nervt mich mit seinem irgendwo zwischen "kaputte Klospülung" und "Katze im Abflussrohr" liegenden Klang auf Dauer schon ein wenig - der spärlich eingesetzte cleane Gesang dagegen gefällt durchaus. Die Kollegen von den DPRP haben den Sänger übrigens mit dem Krümelmonster verglichen - nicht ganz zu Unrecht, wie ich finde.
Davon abgesehen allerdings gibt es hier nicht allzuviel zu mäkeln, und wenn die Band die zwischen den EPs erkennbare Entwicklung fortsetzt, dann haben die Freunde der sehr harten progressiven Gangart hier noch einiges zu erwarten.
PS: Das Album ist wohl in Deutschland relativ schwer zu bekommen, man kann es aber anscheinend hier bestellen.
| Anspieltipp(s): |
Divine, Unique, Spasmodic Consecration |
| Vergleichbar mit: |
Death, Cynic, Carcass, die üblichen Kandidaten halt... |
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| Veröffentlicht am: |
3.6.2005 |
| Letzte Änderung: |
3.6.2005 |
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