A handful of earth
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Per Malmberg |
vocals, electric & acoustic guitars, bass, keyboards, accordion, mandolin, percussion |
| Stefan Gavik |
electric guitars |
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| Johan Lindqvist |
keyboards |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Never again
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7:08
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| 2. |
A thousand deaths
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8:47
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| 3. |
Trick of the century
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6:12
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| 4. |
Land of obscurity
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5:15
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| 5. |
Faith versus reason
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9:23
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| 6. |
Rain
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6:46
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| 7. |
Gone
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9:15
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| Gesamtlaufzeit | 52:46 |
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Rezensionen

Wenn ich mal Besuch von einem Nicht-Proggie bekäme (was, nebenbei gesagt, nicht unbedingt sein muss) und wenn der dann in gewisse Ecken meiner CD-Sammlung schauen würde, könnte er ? je nach Blickrichtung ? den rein zufälligen Eindruck gewinnen, Prog sei eine genuin skandinavische Musikrichtung ? so viel Prog kam in den letzten Jahren aus diesem erfreulich kühlen Teil der Welt, und neuerdings ist nicht einmal mehr auf jedem Output Roine Stolt dabei:-).
?Salva? ist ? ganz im Gegensatz zu allem, wobei Stolt mitmacht ? eine recht bescheidene Band, die seit Jahren vor allem in Kneipen auftritt und nun endlich ? im Eigenvertrieb ? ihre erste CD veröffentlicht hat. Diese Musiker sind mir sympathisch, wie alle Leute, die mir Recht geben:-): sie bestätigen nämlich durch ihre Klänge meine alte Behauptung, dass der Neoprog aus Wurzeln des New Wave hervorgegangen sein muss.
Zugegeben: dieses Album reißt mich nicht von allen Stühlen, aber eine solche Mischung aus Wave und Neoprog habe ich lange nicht gehört ? allenfalls Rupert Hine in den 80ern hat diese Möglichkeit angedeutet. Salva hingegen kommen aus einer offenbar ganz unschuldigen und völlig unintellektuellen Richtung: sie machen einfach die Musik, die ihnen Spaß macht, und dabei kommt dann eben so etwas heraus:
Schon der Opener ist eine (im positiv gemeinten Sinne) absolute Lachnummer: die einleitende Weise geht in etwa so: ?Bassgewühl, Bassgewühl, Bassgewühl ? Keyboard-Tusch, Keyboard-Tusch!? ? Dann gleich wieder ?Bassgewühl, Bassgewühl, Bassgewühl ? Keyboard-Tusch, Keyboard-Tusch!?. Ja, und dann wird es sogar noch lustiger: eine elektronisch verzerrte Stimme deutet einen gewissen anti-naturalistischen Ansatz an, und in der Tat fallen mir sogleich die elektronischen Beats auf, die in Ermangelung eines pompösen Drum-Kits eingesetzt werden (ich erinnere mich, dass Bandleader Per Malmberg im Booklet mit ?Percussion?, nicht mit ?Drums? angegeben ist), und ? was soll ich den Leser raten lassen? ? wir befinden uns mit einem Ohr in der Welt von Depeche Mode, mit dem anderen aber noch immer im Neoprog, und ich freue mich, dass das mal wieder zusammenpasst (wie z.B. auch in der Frühgeschichte von Fruitcake).
Aber: ein wesentlicher Unterschied z.B. zu den frühen Fruitcake liegt darin, dass die Musik von Salva wirklich Spaß macht. Sie hat ihre Schwächen ? zu viele zu leichte Mitsing-Refrains, zu viel Berechenbarkeit, zu schlichte Songstrukturen, so dass ich nach wenigen Songs leichte Ermüdungserscheinungen zeige. Aber dennoch gibt es Überraschungen: unerwartete Ausflüge in den Folk zum Beispiel, die sich mit Akkordeonklängen wunderbar in das Gewand des New Wave einfügen (so seltsam das klingen mag), massig Hardrock-Riffs, in ?Faith versus reason? sogar ein deutliches Metal-Element (wenn auch eines aus der Sparte des Beauty-And-The-Beast-Metal a la Nightwish), bestehend aus typischem Metaller-Gitarren-/Bass-Gerüst mit harten Keyboards und (Grrr?) Dosen-Drums, allerdings etwas verhalten gespielt, damit es in den sonstigen Rahmen des Albums passt ? was nun auch schon fast wieder eine gute Idee ist.
Somit wird deutlich, dass diese Musik ? wie es die Band auch gar nicht verhehlen will ? eigentlich im Dunstkreis von Kneipen und Straßenfesten beheimatet ist. Das hat den Vorteil der Direktheit, mit der sie ins Ohr geht. Es hat freilich den Nachteil, dass ich pausenlos sehr, sehr viel Bekanntes höre, vor allem Riffs, wie sie sich durch die gesamte Rockgeschichte ziehen und den Hörer ein Leben lang begleiten können ? wie sollte es auch anders sein? Wer ein spontanes Publikum schnell begeistern will, kann schließlich nicht auf dem kompliziertesten aller möglichen Wege daherkommen.
Kurzum: dieses Album ist keines, das der Progfan gehört haben muss. Aber wer sich schon immer mal gefragt hat, wie unmittelbar wirkender, massentauglicher Prog klingen könnte, der findet hier eine Antwort.
| Anspieltipp(s): |
?A thousand deaths?: da ist von allem was drin ? Folk, Pop, Neoprog, Rock und zu Beginn sogar etwas Metal. |
| Vergleichbar mit: |
Irgendwie alles und nichts Konkretes fällt zum Vergleich ein. |
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| Veröffentlicht am: |
6.10.2005 |
| Letzte Änderung: |
6.10.2005 |
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