Headphone Concert - Little Garden Of Sounds II (Documenta 11)
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Robert Golla |
guitar,kalimba |
| Jo Man Gardena |
violin,percussion |
| Wolfram Spyra |
keyboards,steel cello |
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| Jochen Krajewski |
flute,voice |
| Chris Lang |
keyboards |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Jeden
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25.29
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| 2. |
Two
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10.51
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| 3. |
Drei
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13.56
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| 4. |
Czetyrje
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13.39
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| 5. |
Quinto
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4.10
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| Gesamtlaufzeit | 68:05 |
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Rezensionen

Bei "My little garden of sounds" handelt es sich um ein Konzept einer musikalischen Veranstaltung, die im Rahmen von der Documenta (einer Ausstellung für zeitgenössische Kunst), stattfindet. Das besondere an solchen Events ist wohl, dass unvorbereitete Besucher sich mit der gebotenen Musik als einem der vielen Kunstangebote auseinandersetzen sollen. Für die Musiker heißt es unter solchen Umständen, auf die Umgebung und skeptische Kunstkonsumenten einzugehen, sich auf die Diskussionen und Gespräche mit der Hörerschaft einzulassen sowie neue Präsentationsmöglichkeiten zu erforschen.
2002 gaben Wolfram "Der" Spyra und seine Gäste drei Kopfhörerkonzerte. Mindestens eines davon war am 2ten September 2002, als Teil von der Documenta 11. Kopfhörerkonzert bedeutet, dass jedem Besucher (sowie den Musikern) schnurlose Kopfhörer zur Verfügung standen. Das wird möglicherweise bedeutet haben, dass während des ohne Lautsprecher auskommenden Konzertes im Saal mehr oder weniger Stille herrschte, unverstärkte Töne von der Geige, Flöte oder Perkussion mal ausgenommen. Eine sowohl für mich als auch für die vorbeikommenden Besucher ungewöhnliche Vorstellung.
Zu Anfang werden die Anwesenden vom Flötenspieler Jochen Krajewski aufgefordert die Kopfhörer aufzusetzen und los geht's mit dem 25-minütigen Stück "Jeden". Der erste Teil des Stückes besteht im Wesentlichen aus dem an Klaus Schulze erinnernden elektronischen Fundament aus Sequencermustern und sanften Keyboardteppichen, die von dezenten Einwürfen der Geigerin Jo Mar Gardena unterstützt werden. Dem stehen fusionartige Gitarrensolos des polnischen Gitarristen Robert Golla (der u.a. schon mit Jozef Skrzek-Band gespielt hatte) und kurzzeitig auch leicht verfremdete, wortlose Gesangparts gegenüber. Im zweiten Teil von "Jeden" hören wir dunkle, spartanische Ambientlandschaften, die naturgemäß von elektronischen Keyboards dominiert werden.
Das zehnminütige "Two" bietet anfangs ein zerbrechliches Geflecht aus glockenspiel- und vibraphon-artigen Klängen (darunter ist möglicherweise auch Kalimba, ein südafrikanisches Daumenklavier zu hören). Dieses geht in einen melancholisch-elektronischen Teil mit dezentem Rhythmus, E-Piano und Keybardteppichen über.
Am Anfang von "Drei" hören wir eine meditativ schwebende Klanglandschaft, zu der sich bald ein einfacher elekronischer Rhythmus gesellt. Wolfram Spyras und Chris Langs Keys werden hier von den zurückhaltenden Gitarren- und Geigensolos begleitet.
In den Keyboardparts des vierten Tracks widmet man sich wieder verstärkt der "Berliner Schule" a la Klaus Schulze. Derartiges wird durch einen Kraftwerk-artigen Rhythmus sowie durch gar nicht mehr so zurückhaltenden Gitarrensolos konterkarriert. Auch Wolfram Spyras Steel Cello kommt hier scheinbar kurz zum Einsatz.
Das abschließende "Quinto" klingt - durch die zum Rest der Band nicht sonderlich passenden Gitarrensolos - wie ein Instrumental einer Combo, die sich nicht so recht zwischen atmosphärischer Elektronik und Jam-Rock entscheiden kann oder möchte.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
21.1.2006 |
| Letzte Änderung: |
21.1.2006 |
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