Signs
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Jo De Boeck |
Lead and Backing Vocals |
| Geert Fieuw |
Guitars, Backing Vocals |
| Frédéric Ost |
Guitars, Cello |
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| Bart Rokegem |
Bass, Backing Vocals |
| Danny Focke |
Keyboards, Accordeon |
| Filip Vinck |
Drums, Percussion |
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Gastmusiker
| Rogue M. |
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| Frank de Groot |
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| Daniel Flores |
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| Marcel Coenen |
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| Richard West |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Media Vision
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6:54
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| 2. |
In Flanders Fields
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5:39
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| 3. |
Icons
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6:56
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| 4. |
Tomorrow is Gone
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4:43
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| 5. |
Unholy War
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4:55
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| 6. |
DIgital World
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6:22
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| 7. |
The Visionary
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8:19
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| 8. |
Freak Show
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4:41
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| 9. |
Welcome To Paradise
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6:09
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| 10. |
Prophet of Doom
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5:53
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| 11. |
Morning Rendezvous
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3:53
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| 12. |
In Perpetual Motion
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6:01
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| Gesamtlaufzeit | 70:25 |
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Rezensionen

Beyond the Labyrinths Debüt "Signs" ist ein durchaus hörenswertes Album - für Hardcore-Fans von leicht angeproggtem Melodic Metal irgendwo zwischen Stratovarius, Kamelot und Threshold. Will heißen, die Belgier gehen nicht so schnell und hart wie ihre Kollegen von der Metalfront voran, kommen aber in punkto Komplexität bei weitem nicht an Threshold heran, woran auch ein Gastauftritt von Richard West - bekannt von selbiger Band - nichts zu ändern vermag.
Wie eingangs schon erwähnt, für den Hardcore-Fan besagter Musikrichtung ist die Scheibe durchaus einen Versuch wert. Schließlich sind Songwriting und Vortrag durchaus in irgendeiner Form als kompetent und gekonnt zu bezeichnen. Durch die zögernden - man könnte auch herumeiernden sagen - Formulierungen, wird dem Leser aber sicher schon klar geworden sein: Für alle anderen gilt das dann aber doch eher nicht, was man an durchaus zahlreichen Gründen festmachen kann.
Die Keyboardsounds sind größtenteils übelster Dudidudidudi-Käse, der mutmaßlich sogar Clive Nolan peinlich wäre. Das Schlagzeug ist zwar nicht übel gespielt, klingt aber seltsam saftlos, als wenn es in einem Karton aufgenommen worden wäre. Das gilt im übrigen eigentlich für den gesamten Sound, der im allgemeinen einfach nur wabblig und schleimig ist. Dieser Klangeindruck wird meist noch verstärkt durch die Kompositionen - als Beispiel sei hier nur die Ballade "Morning Rendezvous" genannt, die wahre Schleimlawinen über dem bedauernswerten Hörer ablädt. Meine Güte, wenn man einen offensichtlich fähigen Gitarristen hat, dann möchte ich den auch außerhalb seiner Soli mal weiter vorne im Mix hören. Die Krone wird dem ganzen allerdings durch die Texte aufgesetzt, die sicherlich gut gemeint sind und sozialkritisch sein sollen - aber gut gemeint gilt offensichtlich nicht nur im Volksmund als Gegenteil von gekonnt. Ein paar Auszüge gefällig? (Man denke sich das Ganze schön hymnisch und pathetisch respektive herzzerreißend vorgetragen)
Murder in the first degree, in the name of humanity, pretending we are civilized, living a lie.
It's a morning rendezvous, with a cup of coffee, and a cigarette or two...
Man kann mir jetzt ja gerne vorwerfen, dass ich als Progger und Einhornknutscher den Wert solch welthaltiger Texte nicht zu schätzen weiß. Aber ich für meinen Teil lasse mir dann immer noch lieber was von Jestern, Britannia beim Sinnieren oder Ähnliches erzählen, als solch ein bemüht realitätsnahes Gesülze. Nicht dass ich etwas gegen Texte habe, die einen Bezug zur Realität aufweisen - aber dann doch bitte auf einen höheren Niveau...
Trotz der harschen Meinung meinerseits möchte ich aber darauf hinweisen, dass "Signs" im Netz sonst überwiegend gute bis sehr gute Kritiken einfährt und daher vermutlich durchaus seine Anhängerschaft finden wird. Ich finde es trotz meiner durchaus vorhandenen Affinität für melodischen ProgMetal einfach nur langweilig, irrelevant, verdudelt, nervig.
Übrigens: Wer zu den Texten passend noch auf mysteriös-klischeehafte Covergestaltungen steht, wird mit dem seine Hände zum Symbol streckenden Kinder-Schoki-Bengel, der vor lila-verwirbelten Hintergrund (mysteriös!) und einen tosenden Wasserfall drapiert wurde, sicherlich auch sehr glücklich werden.
| Anspieltipp(s): |
Media Vision, In Perpetual Motion |
| Vergleichbar mit: |
Stratovarius, Kamelot, Threshold, Pagan's Mind |
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| Veröffentlicht am: |
9.2.2006 |
| Letzte Änderung: |
9.2.2006 |
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Von: Georg Heep (Rezension 2 von 3)

Jüngst ergab sich für mich mal (wieder) der Anlass, darüber nachzudenken, welche Eigenschaften ein Album für einen Verriss aus meiner Feder qualifizieren. Unter "Verriss" sei hier eine Bewertung mit weniger als fünf babyblauen Punkten, also der Einstufung als "nicht mal durchschnittlicher Unterdurchschnitt" verstanden, die im Übrigen nicht nur den Zweck hat, bei einer Band mit vielen Veröffentlichungen die diskographischen Qualitätsunterschiede zu verdeutlichen.
Klar ist, dass eventuell vorhandenes Unverständnis für den von der Band praktizierten Prog-Stil nicht dafür den Ausschlag geben darf, dass man ein Album nicht bloß im Mittelfeld versacken, sondern auf dem Boden aufschlagen lässt. Da ich es im Übrigen auch zu vermeiden versuche, diesen feinen Unterschied an "kompositorischen Unzulänglichkeiten" festzumachen (das überlasse ich lieber Leuten, die das besser einschätzen können), läuft es im Endeffekt auf Folgendes hinaus: Die Musik darf nicht nur bloß "langweilig" sein und nichts "Neues" enthalten (nur weil sei einen Monat später erschienen ist, muss die 187. Dream-Theater-Kopie nicht bereits deshalb "schlechter" sein als die 186.), sondern - um es mal ganz platt auszudrücken - irgendwas an der Platte muss so nerven, dass ich das Album freiwillig nicht noch einmal durchhören möchte. Oft ist hierfür der Gesang verantwortlich, in vielen Fällen auch eine völlig misslungene, drucklose Produktion, manchmal auch das Konzept hinter der CD, das den Hörer nicht ernst nimmt und vom ihm entdeckt und er-hört werden will, sondern ihn akademisch-altklug belehren oder gar bekehren will.
Diese unheilige Kombination aus Langeweile und erhöhtem Nervfaktor vermag ich bei "Beyond the Labyrinth" aus Belgien nicht auszumachen. Im Gegenteil, wenn man ein Album wie "Signs" einer bestimmten Hörerschicht fast bedenkenlos ans Herz legen kann, dann ist die Musik meiner Meinung nach aus dem Gröbsten raus. Wer gerne Arena und Pendragon hört, wird während der satten 70 Minuten, die sich "Signs" im Player dreht, so einiges für sich entdecken können: Eine Vielzahl von eingängigen Melodien, hin und wieder gelungene dramatische Wendungen (der Refrain von "In flanders fields" lässt an frühe Asia-Dramatik denken) und ein paar schöne (meist an Arena oder IQ erinnernde) Gitarrensoli, garniert mit plüschigen Pendragon-Keyboards, die mir - das gebe ich gerne zu - das eine oder andere Grinsen ins Gesicht gezaubert haben, aber keinesfalls nerven. OK, letztere kleistern den metallischen Unterbau der Musik über weite Strecken hin zu, was jedoch zu verschmerzen ist, da der Band für diese Kategorie sowieso der passende Sänger fehlt.
Somit ist "Signs" eine runde und in sich schlüssige Sache geworden, bei der sich der Neoprog-mit-Schmackes©-Hörer sicher sein kann, dass er auch erhält, was er bestellt hat. Am mutigsten erscheint mir die Band noch im Text zum Lied "Freak Show" zu sein, da sie sich dort aufgrund ihrer "ausgefallenen" musikalischen Vorlieben selbst als solche präsentiert. Lasst das mal lieber nicht Charly oder eine "seiner" Bands hören?
Und ach ja, Erstrezensent und Heep-Verächter Dennis: Was war das eigentlich für ein Gefühl, seinen lange verschollenen Zwillingsbruder als langhaarigen Gitarristen/Cellisten einer belgischen Prog-Band wiederzufinden? ;-)
| Anspieltipp(s): |
Media Vision, Icons |
| Vergleichbar mit: |
Arena, Pendragon |
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| Veröffentlicht am: |
27.2.2006 |
| Letzte Änderung: |
29.2.2012 |
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Wo sich nun schon ein Großteil der babyblauen Metal-Elite zu Ehren dieses Albums versammelt hat, darf ich auch nicht fehlen. Mit ?Signs? ist der wohl noch jungen Gruppe Beyond The Labyrinth eine köstliche Satire auf allerhand menschliche Probleme gelungen, textlicher Pathos und musikalische Klischees werden stilsicher und gekonnt zu einem Metal-Komödiantenstadl verwoben, der mich sowohl Kopf schütteln als auch nicken und beständig kichern lässt.
Allein, ich befürchte, die Belgier haben diese kitschige Ansammlung an unlauterer Prosa gewürzt mit weichgenudeltem Hymnenmetal tatsächlich ernst gemeint. Nehmen wir doch als Beispiel das Stück 'In Flanders Fields'. Wahrscheinlich kennt der ein oder andere Leser das ?Flandern? betitelte Bild des Künstlers Otto Dix, welches die Schrecken und die Sinnlosigkeit des Ersten Weltkrieges für mich unglaublich realitätsnah und packend einfängt ? 'In Flanders Fields' macht das genaue Gegenteil. Nicht nur, dass der Keyboarder seine grausigsten 'Jump!'-Fanfaren auspackt ? was zur Hölle singt der Sänger da?
In Flanders fields Only poppies can survive Where soldiers die Side by side Under a foreign sky
Argh! Sicher, gerade Belgien musste wie kaum ein anderes Land unter dem Ersten Weltkrieg leiden, aber sind die Folgeschäden immer noch so präsent im Geiste, dass ich mir solch einen unangenehm schwülstigen Antikriegs-Schmarrn vorsetzen lassen muss? Wie dem auch sei, die anderen Stücke zeigen mir die ganze Palette an Zukunftsängsten, alltäglichen Problemsituationen und ? ach ? irgendwie stellt sich das Kichern doch nach einer Weile ein und ich finde die Scheibe ermüdend.
Der Totalausfall bleibt hier wegen der kurzweiligen Witzigkeit und der technisch durchaus gekonnten Darbietung erspart, wen das jedoch ernsthaft begeistern soll, weiß ich allerdings nicht.
| Anspieltipp(s): |
Das erste Stück dürfte über Abschreckung oder Wohlgefallen entscheiden |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
30.5.2006 |
| Letzte Änderung: |
31.5.2006 |
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