Horde
|
|
Informationen
Allgemeine Angaben
|
|
| Label: |
DYS |
| Durchschnittswertung: |
12/15 (1 Rezension) |
|
Besetzung
| Steve Scholbe |
Guitar, Sax, Clarinet |
| Mark Derbyshire |
Processing, Tape work, Cello, Recorder, Shawm |
| William Sharp |
Tape work, Piano, Clarinet, Voice |
| Sara Thompson |
Bass, Piano |
| Amy Derbyshire |
Viola, Crumhorn, Recorder |
|
| Randy Yeates |
Visuals, Voice |
| Torger Hougen |
Visuals, Voice |
| James Dixon |
Visuals |
| Tom Katsimpalis |
Visuals |
|
Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Puncture/Throng
|
3:10
|
| 2. |
digesting War
|
3:44
|
| 3. |
The undergrowth
|
1:29
|
| 4. |
Resurgence
|
2:25
|
| 5. |
Crucible
|
2:38
|
| 6. |
The horde
|
5:02
|
| 7. |
Limbs
|
3:43
|
| 8. |
Torpor
|
3:05
|
| 9. |
A lingering history
|
3:50
|
| 10. |
Triptych
|
9:22
|
| Gesamtlaufzeit | 38:28 |
|
|
Rezensionen

"Horde" ist das erste Album der Mnemonists, einer Gruppe von akustisch und visuell tätigen Dada-Künstlern aus Colorado. Vorher hat die Formation, mit fast doppelt so vielen Mitgliedern, zwei LPs unter dem Namen Mnemonist Orchestra eingespielt. Die visuelle Komponente des Albums äussert sich im Beiheft, welches mit bizarren, schwarzweissen Kunstdrucken und Zeichnungen angefüllt ist und damit auf die ebenso bizarre Musik einstimmt, die auf dieser CD zu finden ist.
Wie man an der oben angegebenen Besetzungliste erkennen kann, sind die klanglichen Quellen dieser Tonkonglomerate durchaus konventioneller Natur: Gitarren, Tasten- und Rohrblattinstrumente, Flöten, Stimmen, Bass und Cello. Daraus mischen die Mnemonists aber einen ausgesprochen eigenartigen, elektronischen Klangbrei zusammen, der die Ursprünge der zugrundeliegenden Töne nur selten erahnen lässt. Sehr dichte, hypnotische Soundflüsse strömen hier aus den Boxen, verstörte Klanglandschaften, dissonante Tonkonstrukte und wüste, fast industrielle Krachorgien. Das Ganze stellt sich als ein konfuser Ambientlärm dar, schräg, aufwühlend und verstörend, ein Wirbel aus seltsamen Klängen und apokalyptischen Soundkonstrukten, der den Hörer kaum zu Atem kommen lässt. Allerdings tauchen ab und zu doch erkennbare Instrumentalstimmen auf, das Cello im dritten Stück z.B., oder diverse Bläsereinlagen, die noch an die eher zeitgenössich-kammermusikalisch ausgerichteten Komposition des Mnemonist Orchestra erinnern. Auf die Spitze treibt es die Formation gegen Ende der Scheibe, wenn in diesem auralen Malstrom plötzlich Blockflöten- und Celloklänge klassische Renaissancemusik zitieren ("Triptych").
"Horde" ist eine beeindruckende Art von Anti-Musik, eine systematische und dichte musikalische Dekonstruktion (Dekomposition), ein radikales Klangexperiment, das die Grenzen der Verwendung von Schall auslotet und irgendwo in der Nähe der Werke von Faust, This Heat, den frühen Tangerine Dream und diversen Hervorbringungen der Industrial Music (Throbbing Gristle, Cabaret Voltaire) beheimatet ist. Nur für geübte und abgehärtete Klangabenteurer!
| Anspieltipp(s): |
|
| Vergleichbar mit: |
|
|
| Veröffentlicht am: |
5.3.2006 |
| Letzte Änderung: |
10.2.2007 |
|
|
|
Zum Seitenanfang
Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Mnemonists
| Jahr |
Titel |
Ř-Wertung |
# Rezis |
| 1982 |
Biota |
13.00 |
1 |
| 1983 |
Gyromancy |
12.00 |
1 |
Zum Seitenanfang
|