In The Region Of The Summer Stars
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
EMI / Enidsongs |
| Durchschnittswertung: |
10/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Robert John Godfrey |
Keyboards |
| Stephen Stewart |
Guitars, Bass |
| Francis Lickerish |
Guitars |
| Chris North |
Drums and Percussion (Neueinspielung) |
| Glen Tollet |
Bass, Tuba, Keyboards (Ersteinspielung) |
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| Neil Cavanaugh |
Flute (Ersteinspielung) |
| Dave Storey |
Drums, Percussion (Ersteinspielung) |
| Dave Hancock |
Trumpet (Ersteinspielung) |
| Neil Michell |
Trumpet (Neueinspielung) |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Fool
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2:43
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| 2. |
The Tower Of Babel
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5:06
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| 3. |
The Reaper
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4:03
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| 4. |
The Loved Ones
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5:21
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| 5. |
The Demon King
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4:18
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| 6. |
Pre Dawn
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1:13
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| 7. |
Sunrise
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3:27
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| 8. |
The Last Day
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8:00
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| 9. |
The Flood
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1:13
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| 10. |
Under The Summer Stars
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5:42
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| 11. |
Adieu
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2:04
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| 12. |
Judgement
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8:18
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| 13. |
In The Region Of The Summer Stars
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6:19
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| Gesamtlaufzeit | 57:47 |
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| Disc 2 |
| 1. |
The Fool / The Falling Tower
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6:17
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| 2. |
Death, The Reaper
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4:02
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| 3. |
The Lovers
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5:19
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| 4. |
The Devil
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4:16
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| 5. |
The Sun
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4:41
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| 6. |
The Last Judgement
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8:12
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| 7. |
In The Region Of The Summer Stars
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6:19
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| Gesamtlaufzeit | 39:06 |
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Rezensionen

"In the region of the summer stars" ist die erste Enid-Platte. Sie erschien erstmals 1976 auf BUK Records, einem Unterlabel der EMI. Nachdem The Enid nach ihrer zweiten Platte das Label wechselten, verblieben die Rechte an den Aufnahmen bei der EMI. Diese machte keine Anstalten, die Platte nachzupressen. So entschlossen sich The Enid 1984, nachdem sie ihr eigenes Label gegründet hatten, der EMI ein Schnippchen zu schlagen, und sowohl ihr Debut als auch den Nachfolger "Aerie fairie nonsense" neu einzuspielen. Die ursprünglichen Parts von Dave Storey (Schlagzeug und Percussion) und Glen Tollet (Bass) wurden von Chris North und Stephan Stewart übernommen. Statt Dave Hancock spielt jetzt Neil Michell die Solo-Trompete. Diese Rezension bezieht sich auf die neu eingespielte Fassung. Leider weiß ich nicht, wie groß die Unterschiede zum Original sind, bei den beiden Bonus-Tracks handelt es sich jedoch um Rohfassungen von 1976, der geneigte Hörer kann also selbst Vergleiche anstellen. Zusätzlich ist oben das Tracklisting des Originals, das sich doch ein wenig von dieser Neuaufnahme unterscheidet, angegeben.
Noch mehr Trivia: Das Konzeptalbum, welches die Karten eines Tarot-Spiels beschreibt, sollte ursprünglich "The Voyage Of The Acolyte" heißen. Tony Stratton-Smith's Charisma-Label hatte Interesse, die Band zu verpflichten. Es kam jedoch anders (s.o.). Dafür brauchte dann Steve Hackett nicht mehr so viel Kreativität in die Suche nach einem Album-Titel fließen zu lassen...
The Enid's Musik lässt sich beschreiben als sehr stark von romantischen Komponisten beeinflusst. Robert John Godfrey strebte ursprünglich eine Karriere als Konzertpianist an und hatte auch Kompositionsunterricht. Dementsprechend drückt er den Stücken seinen Stempel auf. Dass er ein Faible für die großen Romantiker hat, merkt man besonders am Stück "The loved ones", das in seinem Klavierspiel sehr stark an Rachmaninov erinnert. Aber auch Reminiszenzen an Bartok und Mahler kommen auf. Aber um das noch einmal klar zu stellen: es handelt sich hierbei nicht um Adaptionen, sondern um Eigenkompositionen.
Die Klassikeinflüsse beschränken sich jedoch nicht nur auf die Komposition. The Enid versuchen über das Gerüst einer Rockgruppe hinauszugehen. Die Instrumente imitieren in ihrem Arrangement ein Orchester. Dabei ist der Sound gar nicht mal so stark auf Godfreys Tastenspiel zugeschnitten, mit dem er Streicher oder Blechbläser nachahmt. Auch die beiden Gitarristen haben genug Freiräume für sich. Dies kulminiert im Höhepunkt der Platte, "The last day". Hier wird das mittelalterliche "Dies irae" über einen Bolero-Rhythmus gelegt, was eine wahrlich düstere Stimmung heraufbeschwört. Die Musik baut sich in einem Crescendo auf, bis die Spannung mit dem Climax aufgebrochen wird und der Song ruhig ausklingt.
The Enid's Debut ist der Prototyp für ihren einzigartigen Sound. Hier sind bereits alle Zutaten vorhanden. Auch wenn das Original von 1976 (das es nur auf LP gibt) ein bisschen frischer klingen soll als diese Neuaufnahme, so stellt sie dennoch eine Empfehlung für alle Freunde romantischer Musik in Verbindung mit einer Rockgruppe dar.
| Anspieltipp(s): |
The last day |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
11.4.2006 |
| Letzte Änderung: |
11.4.2006 |
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Auch das Enid-Debüt wurde 2010 endlich in der originalen, 1976 eingespielten Version auf CD veröffentlicht. In diesem Falle kenne ich die Neueinspielung aus den 80er Jahren nicht, aber ich vermute einmal, dass hier in Bezug auf den Klang Ähnliches gilt, wie ich es für das Nachfolgealbum "Aerie Faerie Nonsense" festgestellt habe. Die "alte", vorbildlich remasterte Version von "In The Region Of The Summer Stars" klingt jedenfalls exzellent, sehr farbig, klangvoll und natürlich und ist auch detailreich und ausgewogen abgemischt worden.
Schon auf ihrem Erstling zelebrieren Godfrey und Lickerish eine Art von Klassiksymphoprog und versuchen spät- bzw. neoromatische, seltener impressionistische Orchesterklänge auf ein Rockinstrumentarium zu übertragen. Das ist den beiden durchaus gelungen. "The Lovers" wirkt z.B. über weite Strecken wie ein klassisches Klavierwerk und klingt, unterlegt mit dezenten Synthiestreichern, wie ein langsamer Satz eines Klavierkonzertes à la Rachmaninow. Im langen "The Last Judgement" kommt neben einem durchlaufenden "Bolero"-Getrommel, auch die gewichtig voran schreitende Dies-Irae-Sequenz der katholische Messe zum Einsatz (wie weiland in Rachmaninows Symphonischer Dichtung "Die Toteninsel", op. 29). Auch die anderen Stücke kommen sehr klangvoll und symphonisch aus den Boxen, so dass man konstatieren kann, dass The Enid schon auf ihrem Erstling ihren typischen Stil gefunden hatten.
Aber auf "In The Region Of The Summer Stars" gibt es auch noch mehr als nur Klassikkopien zu hören. E-Gitarre, Bass und Schlagzeug dürfen doch immer wieder schön rocken (man höre das schwungvolle "The Devil"), die Orgel und Gitarre jaulen ab und zu wild und virtuos auf, bisweilen wird es leicht jazzig (im abschließenden Titeltrack) und es gibt alles in allem viele klassisch-progressive Stellen, in denen Gitarren, Tasten (selten Flöte und Trompete) und die Rhythmusabteilung farbig und abwechslungsreich durcheinander rocken.
"In The Region Of The Summer Stars" ist ein schönes Album mit klassischem, instrumentalem Symphoprog, welches allerdings stellenweise für den Geschmack des Rezensenten zu melodieselig und süßlich ausgefallen ist (in "The Sun" z.B.), ein Manko, welches sich auf späteren Alben der Band allerdings noch deutlich verstärken sollte. Somit würde ich behaupten wollen, dass "In The Region Of The Summer Stars" vielleicht das erträglichste und damit beste Album von The Enid ist. Danach nahm der Klassikimitatprog überhand.
| Anspieltipp(s): |
|
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
30.12.2010 |
| Letzte Änderung: |
3.2.2011 |
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