À l'Affût d'un Complot
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
ProgQuébec |
| Durchschnittswertung: |
10/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Jean-Pierre Bouchard |
akustische Gitarre, Tenorblockflöte |
| Bernard Cornier |
Violine, Metallophon |
| André Duchesne |
Klassische Gitarre, Gesang |
| Jacques Laurin |
E-Bass, Kontrabass |
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| René Lussier |
E-Gitarre, 12-saitige Gitarre, Mandoline |
| Alain-Arthur Painchaud |
Erzähler |
| Charles Kaczynski |
Violine, Viola, Cello |
| Michel Therrien |
Alt-Saxophone, Oboe |
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Gastmusiker
| Guy Marchand |
Gesang [4, 5, 9] |
| Michel McLean |
Gesang [4, 5, 9] |
| Christiane Robichaud |
Gesang [4, 5, 9] |
| Louise Forestier |
Gesang [2, 4, 5, 9] |
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| Mathieu Léger |
Percussion [2, 5, 7, 9] |
| Pierre Cormier |
Percussion [8] |
| Sylvie Choquette |
Gesang [4, 5, 9] |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
La Valse des Fous
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1:02
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| 2. |
Les Criticotteuses
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5:24
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| 3. |
À l'Affût d'un Complot
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6:14
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| 4. |
La Bataille
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5:40
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| 5. |
Le Piège
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2:55
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| 6. |
Le Sablier et Les Petits Travaux
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2:16
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| 7. |
Les Reels du Conventum
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3:52
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| 8. |
La Première Pièce (21 Juillet)
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6:27
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| 9. |
La Ronde
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6:18
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| 10. |
21 Jours d'Un Hôtel À l'Autre
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1:38
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| 11. |
Frappe-À-Bord
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8:28
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| 12. |
Ricanage
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0:44
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| 13. |
Les Huissiers
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4:31
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| 14. |
Totem
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2:11
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| 15. |
Y'a Mon Père
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2:09
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| 16. |
Rappel de la Foule
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0:57
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| Gesamtlaufzeit | 60:46 |
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Rezensionen

Die Musik der frankokanadischen Gruppe Conventum ist am schnellsten und einfachsten mit dem Begriff Kammerprog charakterisiert. Will heißen: Intimer, Grundsound, unter ausgiebiger Verwendung nicht nur von akustischen Gitarren, sondern auch von "klassischen" Instrumenten, vor allem Streichern, aber auch - wenn auch weniger häufig - Bläsern wie Obeo oder Flöte. Zwar wird auch die elektrische Gitarre gelegentlich eingesetzt, aber nicht als aus dem Klangbild herausstechendes Instrument, sondern immer eingebunden in das eng verzahnte kompositorische Geflecht, aus dem auch nur selten solistische Momente herausstechen, sondern selbst eher improvisatorische, solistische Stellen sind eher hinten im Klangbild angesiedelt, so das immer der Ensembleklang im Vordergrund steht.
Die kompositionen ossizillieren dabei zwischen zwar verspielten, aber harmonisch-melodischen, pastoralen Momenten, modern-klassische anmutenden (oft polyphonen Passagen, die "akustische Gentle Giant" denken lassen, oder auch kurze sanft klangmalerische Bruchstücke), Stellen von leichter chromatischer Schrägheit, die gelegentlich an eine weniger schroffe, weniger abweisende Art Zoyd erinnert, und folkigen Ausflügen, wobei letztere Assoziation weniger wegen des durchgängig eher komplexen kompositorischen Materials als wegen des akustischen, ruhigen Sounds mit fast völligem Verzicht auf Percussion-Elemente zu stande kommt (die folkigen Momente erinnern u.a. vielleicht gelegentlich an gemäßigte pseudo-slawische Ideen).
Zwar führt das Booklet auch etliche Gastsänger und einen Sprecher auf, trotzdem ist "À l'Affût d'Un Complot" im Wesentlichen ein instrumentales Album: Die gelegentlichen deklamierten Stellen sind relativ nahtlos in die Musik eingebunden, und die Gesangsstellen sind grossteils begleitender, choraler Natur, bei denen also die Stimmen als textloses weiteres Instrument eingesetzt werden.
Das Ganze ist von großer Noblesse und raffinierter Eleganz, durch den über die gesamte Laufzeit eher gleichbleibenden Charakter des oben beschrieben Sounds fehlt den einzelnen Stücken aber auch oft unmittelbare Prägnanz und Wiedererkennungswert. Böswilliger eingestellt würde man "Eintönigkeit" dazu sagen; der positive Spin wäre "man muss schon sehr genau hinhören, um die vielfältigen Facetten der Musik mitzubekommen". Auf jeden Fall handelt es sich aber um Musik, die man Klassiksnobs vorspielen kann, wenn man ihnen demonstrieren will, dass nicht alles als dem Rock- und Pop-Umfeld tumbe Kraftmeierei und musikalisch einfältig ist. Aber in Mark, Bein, Bauch und Kopf fahrend und eben urgewaltig mitreissend - das sind Conventum nicht.
Wer aber auch versponnene, feinsinnige akustisch geprägte Musik aus dem Prog-Umfeld mit Anklänge an moderne Klassik und Folk mit einem winzigen Schuss Avantgarde stehen könnte, sollte zumindest eines der beiden Conventum-Alben antesten, was seit kurzem nach längerer Zeit der Unerhältlichkeit wieder möglich ist: ProgQuébec hat 2006 sowohl "À l'Affût d'Un Complot" als auch das Nachfolgewerk "Les bureau central des utopies" von 1979 ergänzt um einige Live-Bonus-Stücke auf CD wiederveröffentlicht.
| Anspieltipp(s): |
La Bataille |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
16.6.2006 |
| Letzte Änderung: |
16.6.2006 |
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Die stilistische Vielfalt der 70er-Progszene von Québec scheint unerschöpflich. Conventum unterscheiden sich deutlich vom klassischen Progressive Rock jener Zeit. Schon die Instrumentierung macht dies klar: Violine und akustische Gitarre dominieren, E-Gitarre kommt nur sporadisch zum Einsatz (dann aber durchaus effektvoll), statt Schlagzeug gibt es allenfalls dezente Percussion. Keyboards fehlen ganz (Oh Graus!).
"Kammerprog" ist eine passende Bezeichnung, ich würde aber noch das Attribut "folkig" voranstellen. Meiner Ansicht nach ist der Folkanteil schon recht deutlich, durchaus auch mal im Sinne britischen oder meinetwegen auch "keltischen" Folk-Rocks (Les Reels du Conventum - der Titel deutet es ja schon an, oder auch Les Huissiers) - erstaunlich für die sonst doch so auf Abgrenzung von der angelsächsischstämmigen Mehrheit der Kanadier bedachten Frankophonen.
Wie Udo schon anmerkte, ist die Musik überwiegend instrumental. Trotzdem leistet sich die Band einen hauptamtlichen "Erzähler", und wenn der mit seiner recht expressiven Stimme einsetzt, erinnert das schon mal an die Rezitationen eines Christian Decamps von Ange. Den Höhepunkt bildet in dieser Hinsicht das zu den Live-Bonustiteln gehörende Frappe-à-Bord, das man schon fast als mit Musik untermaltes Mini-Hörspiel bezeichnen kann. Leider reichen meine Französisch-Kenntnisse nicht aus, um mitzukriegen, worum es hier geht. Angesichts der recht massiv eingesetzten Würg- und Kotzgeräusche bin ich allerdings nicht sicher, ob ich das wirklich wissen möchte... Recherchen haben jedenfalls ergeben, dass Frappe-à-Bord die Bezeichnung für eine Art Schmeißfliege ist.
Conventum unterstreichen einmal mehr die Eigenständigkeit der Progszene von Québec und seien jedem an folkig-akustischen Klängen mit leichtem Klassik- bis Avantgardetouch Interessierten empfohlen!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
19.8.2006 |
| Letzte Änderung: |
5.11.2006 |
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