MdR
|
|
Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Christian Larrondo |
Bass, Vocals |
| Ignacio Larrondo |
Percussion |
| Rodrigo Moris |
Guitars, Vocals |
|
| Victor Munoz |
Drums |
| Julio Tobar |
Vocals, Flute, Sax |
|
Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Introducion al Universo Conocido
|
1:02
|
| 2. |
Involucion
|
7:35
|
| 3. |
Nomades
|
8:38
|
| 4. |
Tantic
|
7:34
|
| 5. |
Milodon
|
6:10
|
| 6. |
Aire Chileno
|
8:58
|
| 7. |
El Flecha
|
5:12
|
| 8. |
V/S...
|
8:32
|
| Gesamtlaufzeit | 53:41 |
|
|
Rezensionen

Abkürzungen sind in Progkreisen ja beliebt, erlauben sie es doch, aus langen, mitunter auch etwas schwierig auszusprechenden Bandnamen mundgerechte Worthappen zu machen, die die Konversation, insbesondere das Tippen zwecks Diskussion in Internetforen und Chats, vereinfachen. Nach den Italienern RdM gibt es dieser Gewohnheit folgend nun MdR.
Mar de Robles sind ein Quintett aus Concepcion, einer Hafenstadt in der südlicheren Hälfte von Chile. Chile ist ja seit Ende der 90er ein ganz gutes Pflaster für progressive Klänge, welches eine ganze Anzahl von interessanten Bands und Alben hervorgebracht hat, wie z.B. die Einspielungen von Akinetón Retard, Sarax, Exsimio, Tryo oder Matraz belegen.
Eine moderne Version des Jazzrocks spielen Mar de Robles auf ihrem Debüt, welche durchaus an die jazzigeren Momente auf den Alben der eben genannten Landsleute erinnert. Bestimmt wird die Musik von der dreifach besetzen Rhythmusabteilung, die die Musik druckvoll vorantreibt, aber auch die ruhigeren Momente von "MdR" virtuos und variantenreich gestaltet. Besonders erwähnenswert ist Bassist Cristian Larronda, dessen farbiges und abwechslungsreiches Spiel der Musik sehr viel Leben verleiht. Darüber erhebt sich die flinke E-Gitarre von Rodrigo Moris, die für das eine oder andere metallische Element sorgt, aber auch klangvoll und zurückhaltend Sax und Flöte von Julia Tobar begleitet. Das Ergebnis ist ein sehr druckvoll produziertes jazziges Rockkonglomerat, welches aber durch den eher getragenen Gesang eine gewisse folkloristische Atmosphäre bekommt. Latinesk-locker ist die Gruppe zu Gange und erzeugt dabei eine sehr intensive Musik, die zwischen schwungvollen, mitunter fast heftigen Abschnitten und entspannten, gelegentlich auch von der Akustikgitarre bestimmten Momenten hin und her wechselt. Ab und an stimmt die Band im Chor kurze, munter-schräge Lieder an, die für ungewöhnliche, aber willkommene Abwechslung sorgen.
"MdR" bietet verschachtelten, komplexen Jazzrock der dritten Generation, der gekonnt südamerikanisch-folkloristische Elemente und härtere Rockmotive integriert und damit ein sehr stimmiges Ganzes formt. Kurzum: Ein weiteres interessantes und überzeugendes Album aus Chile!
| Anspieltipp(s): |
|
| Vergleichbar mit: |
|
|
| Veröffentlicht am: |
18.6.2006 |
| Letzte Änderung: |
18.6.2006 |
|
|
|
Zum Seitenanfang
Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Mar de Robles
| Jahr |
Titel |
Ø-Wertung |
# Rezis |
| 2007 |
Indígena |
11.00 |
1 |
Zum Seitenanfang
|