Kaleidoscope
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Dominique Blouin |
freted und fretless bass |
| Thomas Brodeur |
drums and percussions |
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| Simon L'Espérance |
guitars und additional percussions |
| Mingan Sauriol |
piano and keyboards |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Hypothèse A
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6:44
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| 2. |
Maintenant
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6:02
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| 3. |
Destination
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6:10
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| 4. |
Tunnel
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7:11
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| 5. |
Hypothèse B
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11:02
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| 6. |
A-0-14
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5:10
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| 7. |
Épilogue
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6:35
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| 8. |
Hypothèse C
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7:56
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| Gesamtlaufzeit | 56:50 |
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Rezensionen

Bandnamen wie Spaced Out, Frogg Cafe, French TV und Liquid Tension Experiment wurden schon herangezogen, um der abwechslungsreichen, aber in aller Regel offenbar keine überschwengliche Begeisterung hervorrufenden Musik von Karcius gerecht zu werden. Leider sind mir keine direkten Vergleiche mit dem Debütwerk des kanadischen Quartetts möglich, aber die mir bekannten Rezensionen zu "Sphere" decken sich ich im Bezug auf das Zweitwerk "Kaleidoscope" weitestgehend mit meinen Eindrücken, auch wenn ich, anstatt mich in dieser Besprechung Verbesserungsvorschlägen an die Musiker zu widmen, das Positive an "Kaleidoscope" hervorheben möchte.
Die vier fähigen Musiker gehen mit einem sehr ausgeglichenen Temperament eines Jazzrockers an ihre Progfusion-Musik heran, so dass die metallisch-riffigen Ausbrüche auf mich eher weniger passend wirken, als die vergleichsweise relaxteren jazzrockigen Einfälle. Nach wie vor ist bei Karcius die Neigung stark ausgeprägt, Prog, Progmetal, Jazz und Jazzrock in klar voneinander abgegrenzten Passagen zu spielen und weniger eine Mischung aus alledem anzustreben. Moglicherweise handelt es sich dabei um ein bewusstes Bestreben, möglichst kurzweilige Musik zu bieten und damit den CD-Titel als Programm auszulegen. Da keine herausragenden Persönlichkeiten innerhalb der Band auszumachen sind, verzichtet man auf Soloeskapaden und konzentriert sich stattdessen auf Teamarbeit, was sich speziell im Progfusion-Genre meistens nur positiv auswirken kann.
Wie gesagt, am wohlsten scheinen sich Karcius in angeproggt-softer Fusion-Musik zu fühlen, der dann immer noch genug an Spannung und durchkomponiert-tightem Zusammenspiel eingehaucht wird, um auf an Jazzrock interessierte Progfans interessant zu wirken.
Wer eine Schwäche für gut gemachten Instrumental-Prog hat und sich nicht an recht ungewöhnlicher Abfolge von softem Jazz/Jazzrock und Progmetal stört, wird an "Kaleidoscope" wahrscheinlich seine Freude haben. Canterbury-Sympathisanten oder solche, die beispielsweise auch späteren Soft Machine etwas abgewinnen konnten, dürfen auch mal ein Ohr riskieren.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
16.7.2006 |
| Letzte Änderung: |
8.11.2008 |
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Normalerweise startet eine Band beim Opener eines Albums erst einmal so richtig durch oder legt zumindest die grundlegende musikalische Richtung vor. So erwartet man von Karcius nach deren gelungenem und virtuosen, forschen Debüt "Sphere" eher einen schwungvollen Beginn, doch weit getäuscht, erst langsam nimmt die Band bei "Hypothèse A" Fahrt auf, ein Merkmal, welches auch weitere Tracks des zweiten Albums der Kanadier auszeichnet.
Gerade im Grenzbereich zwischen Jazz Rock und Prog besteht natürlich die Gefahr des zu verkopften Ansatzes, die Gefahr, die Muskeln der Virtuosität kräftig spielen zu lassen. Doch auch hier nehmen sich Karcius wohltuend zurück, an manchen Stellen vielleicht eine Spur zu viel, denn ein kleiner Schuss mehr Power und Schwung hätte sicherlich einigen Stellen von "Kaleidoscope" gut getan. Spätestens beim dritten Stück "Destination" bratzeln jedoch endlich Gitarre und Bass ordentlich los, wird durch den leichten Heavy Touch mehr auf die Tube gedrückt. Dennoch sind Karcius eher Vertreter einer auf den ersten Blick unaufgeregten, weniger offensiven Spielweise, die von melodischen Grundstrukturen durchzogen ist, was natürlich keineswegs heißen soll, dass das Instrumentalquartett aus Montreal es nicht kräftig krachen lassen kann.
Gerade durch diese atmosphärischen Stimmungsschwankungen, dem Wechsel aus jazzigen und progressiven Passagen, mit einer deutlichen Schlagseite in den Rockbereich, entsteht eine inhaltliche Abwechslung, die dem Album sichtlich gut tut. Zieht man jedoch den etwas unfairen Vergleich zu ihren Labelkollegen Spaced Out, so ist bei Karcius durchaus noch Potenzial für mehr Expressivität vorhanden. Dennoch hinterlässt "Kaleidoscope" einen durchaus ansprechenden Eindruck und ist für alle Freunde rein instrumentaler Musik eine Empfehlung wert.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
8.11.2008 |
| Letzte Änderung: |
1.3.2012 |
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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Karcius
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