deux
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Capitol |
| Durchschnittswertung: |
11.5/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Vincent Dionne |
Batterie, Castagnettes, Cloches Tubulaires, Cymbales Frappées, Glockenspiel, Gongs, Petit Tambour, Timbales, Triangle, Vibraphone, Xylophone |
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| Michel-Georges Brégent |
Clavinet, Echoplex, Leslie 925, Melotron, Orchestron, Orgue Farfisa, Pédale de Basse Taurus, Piano Acoustique, Piano Fender Rhodes, Synthétiseur Mini-Moog |
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Gastmusiker
| Pierre Cormier |
Congas |
| J.P. Carpentier, Albert Devito |
Trombones |
| Guy Archembeault, Denis Lagacé |
Trompettes |
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| Margot Morris |
Harpe |
| Eugène Robitaille, Johanne Arel, Raymond Dessaint, Anfré Migneault |
Quatour à cordes |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Ouverture
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6:13
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| 2. |
Le prophète: Suite fraternelle
1. Dans la mémoire du temps 2:40 2. Évocation de Ré 2:57 3. Léthargie 1:03 4. Chant fraternel 2:44 5. Danse françoyse 1:51 6. Gratte-ciel polyphonique / postlude 6:32
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| 3. |
Campus
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10:06
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| 4. |
Transit express
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9:52
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| 5. |
Nr. 9 Zyklus - Für einen Schlagzeuger
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13:23
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| 6. |
Fil de terre
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10:33
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| Gesamtlaufzeit | 67:54 |
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Rezensionen

Das zweite und letzte Album von Vincent Dionne und Michel-Georges Brégent ist von ganz anderem Charakter als deren Debüt. Zwar mischen die beiden Kanadier auch auf "deux" diverse Tastenklänge mit Perkussion, doch ist das Ganze hier deutlich rockiger ausgefallen. Dies liegt vor allem daran, dass Dionne über weite Strecken ein Schlagzeug bedient und Brégent mit den Taurus-Basspedalen für verhaltenen "Groove" sorgt. Stellenweise ist die Musik von "Deux" daher mit den Nummern von Klaus Schulze vergleichbar, in denen ein Schlagzeuger zum Einsatz kommt, oder mit dem Album "Opera Prima" von Paolo Rustichelli und Carlo Bordini. Allerdings verzichten Dionne-Brégent weitestgehend auf Bombast und Pathos (und auch auf Gesang). Ab und an erinnert das Ganze auch entfernt an die späteren Pink Floyd, insbesondere an die schwebenderern Momente von "Wish You Were Here".
"Ouverture" und die sechsteilige Suite "Prophète" bieten eine sphärisch-hymnische Musik, dominiert von verschiedenen Mellotrontimbres, Synthesizer und E-Orgel, die mit diversen, perkussiven Klängen (Glocken, Xylophon, Gongs) angereichert und durch Schlagzeug und Pauken rhythmisch gefügt werden. Einlagen an Blechbläsern, Harfe und Streichquartett sorgen für klangliche Ergänzung und Soundfülle. Die Musik schwangt zwischen dezenten, pastoralen Klanggemälden und sehr voluminösen Abschnitten hin und her und nimmt dabei deutlich den Charakter von klassischem Symphoprogs an. Allzu "elektronisch" klingt das Ganze nicht mehr.
Die beiden langen Stücke, die ursprünglich die zweite Seite des Albums bildeten, bieten dann schwungvolle Tasten-Schlagzeug-Duos, zwei abwechslungsreiche "Rocker", in denen die Basspedals die Musik vorantreiben. Sehr jazzig wirkt die Musik, mitunter gar funkig, obwohl es auch sehr elektronische Abschnitte gibt, in denen die Sounds repetitiv dahintreiben, versehen mit Schlagzeugbegleitung oder auch Vibraphon- bzw. Glockenspielkaskaden.
Als Bonustracks sind auf dem CD-Reissue von "deux" (XXI-21 Records) noch zwei Schmankerl zu finden. "Nr. 9 Zyklus" ist ein Stück für einen Solo-Perkussionisten von Karlheinz Stockhausen (entstanden 1959). Die Nummer, live eingespielt von Vincent Dionne irgendwann 1974, passt natürlich nicht so recht zum Rest des Albums. Hier werden eine ganze Zahl von perkussiven Klängen mehr oder weniger zufällig aneinandergereiht und durcheinandergewirbelt. Interessant anzuhören ist die Nummer trotzdem. Das abschliessende "Fil de terre" haben Dionne-Brégent für einen Soundtrack komponiert (für einen Film namens "Pierre à coton" eines gewissen Jean-Claude Labrecque). Die zehnminütige Nummer bietet nocheinmal die Quintessenz des Schaffens der beiden Frankokanadier: Eine abwechslungsreiche Mischung aus elektronischen Sounds, analogen Keyboards und einer Vielzahl von perkussiven Klängen, inklusive Schlagzeug. Wie Dionne im Beiheft schreibt, war die Nummer Teil des Liveprogramms des Duos und wäre wohl auch auf dem dritten Album der beiden erschienen, wenn es denn eines gegeben hätte. Leider ist der Klang des Stückes etwas schlechter als der der regulären Albumtracks.
"deux" ist im Vergleich zum Debüt etwas geradliniger, weniger abenteuerlich ausgefallen. Über weite Strecken klingt die Musik nach "normalem" Symphoprog oder Jazzrock. Dabei sind die beiden Kanadier allerdings ausgesprochen virtuos zu Gange und erreichen eine klangliche Vielfalt, die damals (insbesondere ab 1977) bei "richtigen" Progbands mitunter nicht (mehr) zu finden war. Daher kann ich "deux", und natürlich auch "... et le troisième jour", nur jedem Freund von elektronischen Klängen und des klassischen Progs der 70er sehr empfehlen. Beide Scheiben wurden 2006 von XXI-21 Records auf einer Doppel-CD veröffentlicht. Zugreifen! Bevor das Album "out of print" ist!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
6.8.2006 |
| Letzte Änderung: |
31.5.2010 |
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Zu schade, dass das kanadische Elektronik-Duo sich kurz nach seinem zweiten Album bereits wieder trennte! Auch wenn es hier, wie Achim bereits anmerkte, nicht mehr so avantgardistisch zugeht, steht Deux seinem Vorgänger kaum nach.
Auch bei diesem Album sind die beiden Hälften, also die ehemaligen Plattenseiten, recht unterschiedlich ausgefallen. Die erste Hälfte, die fast komplett von der Suite Le Prophète eingenommen wird, wird von mächtigen Synthieklängen und kräftigem Schlagwerkeinsatz bestimmt. Das erinnert über weite Strecken an die "orchestrale" Elektronik von Synergy, oder auch an manche frühen Sachen von Vangelis (etwa Albedo 0.39). Trotz des symphonischen Charakters wird es nie bombastisch, und zwischendurch gibt es auch immer mal leisere Passagen, wie die wunderbar mystische Atmosphäre von Dans la mémoire du temps oder das mittelalterlich inspirierte Danse françoyse. Sehr schön ist auch der ausgiebige Einsatz einer Harfe in Gratte-ciel polyphonique.
Die zweite Hälfte wird dann von den je zehnminütigen Stücken Campus und Transit Express eingenommen. Beide wandeln zunächst auf jazzigen Pfaden, Campus mit perlendem E-Piano schielt sogar ein bisschen nach Canterbury; danach entwickeln sich die Stücke allerdings sehr unterschiedlich, ersteres in Richtung klassischen Progressive Rocks, letzteres wird nach der Hälfte der Spielzeit plötzlich zu einem Stück Berliner Schule mit Sequenzer und wabernden Synthesizer-Melodien.
Von den Bonusstücken ist vor allem die Stockhausen-Komposition interessant, auch wenn sie in eine völlig andere Richtung geht wie der Rest des Albums. Hier wird es dann doch noch mal avantgardistisch!
Auch Deux ist eine tolle Scheibe, dem klassischen Elektronik-Liebhaber vielleicht leichter zugänglich als das Debüt des Duos. Auch Fans des klassischen Prog, die sonst nicht viel mit Elektronik am Hut haben, sollten mal reinhören!
| Anspieltipp(s): |
Le Prophète, Transit Express |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
28.8.2006 |
| Letzte Änderung: |
28.8.2006 |
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