First Live In Japan
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Beppe Crovella |
keyboards |
| Furio Chirico |
drums, percussion |
| Marco Roagna |
guitar |
| Iano Nicolo' |
vocals |
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| Roberto Cassetta |
bass |
| Lautaro Acosta |
violin |
| Alfredo Ponissi |
saxophone |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Gravità 9,81
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4:34
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| 2. |
Strips
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4:26
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| 3. |
Corrosione
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1:30
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| 4. |
Positivo/Negativo
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3:40
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| 5. |
In Cammino
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6:14
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| 6. |
Valzer Per Domani
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4:12
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| 7. |
Mirafiori
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5:53
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| 8. |
Nove Lune Prima
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0:56
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| 9. |
Mescal/Mescalero
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2:36
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| 10. |
Nove Lune Dopo
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1:06
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| 11. |
Aria Pesante
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4:10
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| 12. |
Dimensione Terra
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3:52
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| 13. |
Kawasaki
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6:11
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| 14. |
Glory
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2:44
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| 15. |
Marilyn
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5:24
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| 16. |
Arcenciel
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3:53
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| 17. |
Alba Mediterranea
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4:37
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| 18. |
2000
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9:23
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| Gesamtlaufzeit | 75:21 |
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Rezensionen

In 2005 spielten die wiederbelebten Arti & Mestieri zum ersten Mal in Japan. Das Konzert vom 12.06.2005 im Club Citta in Kawasaki wurde dabei aufgezeichnet und fand den Weg auf diese CD. Von der Original-Besetzung sind zwar nur noch Schlagzeuger Chirico und Keyboarder Crovella dabei, aber das macht weiter nichts, die Beiden haben sich gute Mitstreiter gesucht, die den Geist von Arti & Mestieri am Leben erhalten.
Gut 30 Jahre nachdem Arti & Mestieri mit "Tilt" ein furioses Debütalbum vorgelegt hatten, scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Wenn die 2005er Arti & Mestieri in Japan ihre "Tilt"-Suite (umfasst die ersten 5 Songs von "Tilt" in leicht modifizierten Livefassungen) zum Besten geben, dann klingt das so dynamisch, beeindruckend und mitreißend wie früher. Furio Chirico zieht ein Schlagzeugfeuerwerk ohne gleichen ab, Beppe Crovella läßt die Synthies jaulen und dazu solieren Violine, Gitarre und Saxophon auf das heftigste (und manchmal ganz schön schräg). Und im Untergrund grummelt ein profunder, gewichtiger Bass. Das ist richtig klasse!
Die "Giro Di Valzer Per Domani"-Suite, die einen Großteil des zweiten Albums der Italiener umfasst, steht dem nicht viel nach, hat allerdings einen deutlich jazzigeren Charakter gegenüber dem eher progangehauchten "Tilt". Aber auch hier wird großer Sport bei diversen Soli, vor allem von den Keyboards und der Violine, geboten.
Mit der neoklassischen Piano-Improvisation "Kawasaki" wird in die zweite Konzerthälfte übergeleitet, in der es Material von der "Comeback"-Scheibe "Murales" zu hören gibt. Diese Songs erreichen nicht ganz die Klasse und die Eindrücklichkeit wie die Werke der beiden Suiten, aber spannender Jazz-Prog ist auch hier zu hören. In "Marilyn" (das allerdings ursprünglich auch vom zweiten Studioalbum stammt) integriert Chirico eine Art Drumsolo auf ungewöhnliche Weise in den Song (wobei ich das Original nicht kenne, vielleicht ist das da ja auch so). Gelegentlich wird auch gesungen und Iano Nicolo' macht dann seine Sache nicht schlecht. Aber auch wenn er sich ein paar Stimmexperimente leistet, Gesang ist bei Arti & Mestieri nicht wirklich essentiell. Zum Abschluß drehen die Italiener mit "2000" nochmal ganz groß auf und liefern einen hymnischen Konzertabschluß.
Ein tolles Livealbum einer tollen (Live-)Band, die auch nach all' den Jahren nichts von ihrer Dynamik und ihrer Faszination eingebüßt hat. Ein echter Tipp!
| Anspieltipp(s): |
Wie immer: Ein Konzert hört man doch immer ganz ;-) |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
10.1.2007 |
| Letzte Änderung: |
10.1.2007 |
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Mit verändertem Cover ist die CD im Juli 2007 beim amerikanischen Label Moonjune Records erneut erschienen - was ihr hoffentlich eine etwas größere Verbreitung einbringen wird. Verdient hat sie es. Es ist eine überaus kraftvolle Live-CD, in der sich Prog und Jazz auf überzeugende Weise mischen. Der Sound ist gut, und die Musiker strahlen Spielfreude aus. Der Gesang ist sicherlich nicht die stärkste Seite dieser Performance, obwohl es ganz witzig ist, an einigen wenigen Stellen gewisse Anklänge an den berühmten Jodelstil von Area-Sänger Demetrios Stratos zu vermerken - allerdings nicht annähernd auf dessen Niveau.
Ebenso wie Kollege Thomas finde ich den Schlusstrack der CD als einen sehr befriedigenden Abschluss des Albums. Wirkliche Durchhänger gibt es hier aber auch vorher nicht.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
30.9.2007 |
| Letzte Änderung: |
9.3.2012 |
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Etwas in die Jahre gekommen bin ich, Unmengen von Musik dabei gehört und das Gefühl so ziemlich 95 Prozent aller Bandnamen schon mal wenigstens gelesen zu haben. Und dann flattert mir sowas hier auf den Tisch: ARTI & MESTIERI. Eine italienische Kult-Band, die schon Mitte der 70er ihre Alben, die den Kult-Status begründeten, aufgenommen haben ("Tilt", 1974, "Giro di valzer per domani", 1975). Nie gehört davon. Mein erster Gedanke war dann auch, das müssen zwei Herren sein (ein Italienisch-Kurs wär doch mal nicht schlecht gewesen), also so ein Italo-Duo wie Al Bano & Romina Power (gut, die war doch dann weiblich) oder etwas in der Art. Aber Moment - MoonJune Records heißt das Label? Da klingelts... Moon In June! Das wunderschöne 20-Minuten-Stück von SOFT MACHINEs noch wunderschönerer dritten Scheibe. Mit so einem Namen schließ ich das Label gleich mal in mein Herz.
Und tatsächlich lieg ich richtig mit der Vermutung des Konzepts hinter dem Labelnamen. Die 7-köpfige Formation erfreut mich schon nach den ersten Takten des Einstiegs in Gravitá 9,81 mit Jazz-Rock. Eine kurze Unisono-Passage des Drummers Chirico gepaart mit der Violine von Acosta. Jaaaaa! My kinda stuff. Dieser quirlig treibende, trommelnde, sprudelnde Herr Chirico scheint auch ganz deutlich ein sehr großes Vorbild zu haben: Billy Cobham lugt an allen Ecken und Enden hervor. Und dazu die erwähnte Violine, na dämmert's? Das MAHAVISHNU ORCHESTRA, die größte aller Jazz-Rock Bands der 70er schaut hier vorbei. ARTI & MESTIERI kopieren aber nicht einfach deren Stil. Das ist zwar deutlich von McLaughlins großer Band inspiriert - Gitarrist Roagna hat auch einige ordentlich furiose Läufe drauf - aber doch absolut eigen. Denn die sieben Italiener haben ebenso ein Faible für Mellotron-Teppiche, wie man sie z.B. von KING CRIMSON kennt, und das macht die Musik natürlich gleich wieder weicher als das wilde Vorbild. Das ist geil - das ist einfach sehr gute und sehr spannende Musik. Die so oft im Prog vorzufindende Leidenschaftslosigkeit wird locker von jammenden Jazzrockpassagen hinweggefegt. Und wenn die Spielfreude überzuborden droht, kehren sie einfach diszipliniert zu ihren schön um die Ecke komponierten Songs zurück und scheuen dabei auch nicht zum Entspannen geeignete balladeske Teile. Große Kunst (Arti) und perfektes Handwerk (Mestieri)!
Das Material des 2005 in Tokio aufgenommenen Albums enthält die Suiten der beiden Kult-Alben - meist ineinander übergehend gespielt (Stücke 1-4 "Tilt"-Suite, Stücke 6-12 "Giro di valzer per domani"-Suite) - sowie einige neuere Songs. Da der keine so tragende Rolle spielende Gesang mir ebenso sympathisch ist wie die clevere und energetische Musik, muss ich für diese tolle Jazz-Rock-Scheibe ganz dringend eine dicke Empfehlung aussprechen. Dürfte auch ein Schmankerl für die Freunde von FROGG CAFE sein, die ja auch zwischen Prog- und Jazz-Rock pendeln. Auch Jam-Rocker, welche die jazzige Seite ihrer Musik mögen, könnten mal ein Ohr riskieren. Mehr von diesen Turinern, bitte!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
28.1.2008 |
| Letzte Änderung: |
28.1.2008 |
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