Dropera
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
RecRec Music |
| Durchschnittswertung: |
11/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Fred Frith |
Guitars, Violin, Viola, Keyboards, Drums, Percussion, Voice |
| Ferdinand Richard |
Bass, Voice |
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| Raymund Van Santen |
Sax, Clarinette, Flageolett |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Petite Entré: Au restaurant, on se regarde!
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3:31
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| 2. |
Tableau 1: Riche et mystérieux!
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5:56
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| 3. |
Tableau 2: Mauvaise gauche!
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2:24
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| 4. |
Tableau 3: Deux emballés!
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2:52
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| 5. |
Tableau 4: Tous cuits!
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4:02
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| 6. |
Fin tragique: Flottent les petits morceaux!
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2:33
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| 7. |
Enchainement alchimique: Nos fantomes naissent!
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3:42
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| 8. |
Tableau 5: La mer est notre mère!
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4:08
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| 9. |
Tableau 6: Ah, que la vie est dure!
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4:59
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| 10. |
Tableau 7: Allez, on danse!
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4:08
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| 11. |
Tableau 8: Holà! Tu réves! / Fin comique: A quand la suite?
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7:48
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| Gesamtlaufzeit | 46:03 |
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Rezensionen

Zwei RIO-Urgesteine tun sich zusammen, um ein gemeinsames Album einzuspielen. Fred Frith und Ferdinand Richard kennen sich schon seit Mitte der 70er Jahre, als sie mit ihren damaligen Bands (Henry Cow und Etron Fou Leloublan) Teil der originalen Rio-Gemeinschaft waren. Frith tauchte dann als Gast auch auf zwei Alben von Etron Fou Leloublan auf ("Les Poumons Gonfles" und "Face Aux Eléments Déchainés"), während Richard auf einigen Nummern von Friths Soloalbum "Speechless" den Bass bediente. Im Herbst 1989 trafen sich die beiden dann in Zürich um "Dropera" einzuspielen.
Fred Frith bedient hier mit Abstand die meisten Instrumente. Gitarren, Violine, Viola, Tasten und die gesamte Perkussion gehen auf sein Konto. Richard singt und bedient seinen sechssaitigen Fender. Dazu kommt ab und zu Raymond Van Santen an Sax, Klarinette und Flageolett (eine Art kleine Blockflöte). Komponiert haben das Ganze Frith und Richard. Die Texte stammen von Richard.
"Dropera" ist ein Konzeptalbum und erzählt eine durchgehende Geschichte, die allerdings etwas bizarr ist und auch mit Hilfe der deutschen Übersetzung im Beiheft reichlich schleierhaft bleibt. Da geht es offenbar um einen französischen Koch und Restaurantbesitzer (der Erzähler), der nach Paris reist um sich mit einem Schotten zu treffen, für den er Whisky in Frankreich verkaufen soll. Allerdings werden er und der Schotte von arabischen Geheimagenten entführt. Diese verschleppen die beiden mit einem Flugzeug, welches aber über Griechenland abstürzt. Der Schotte und der Koch sterben und treiben vor Santorini im Meer. Ein vorbeifahrender griechischer Seefahrer fischt sie auf und gibt ihnen von einer braunen Pastete zu essen. Der Koch erwacht in einer Grotte auf einer wundersamen Insel ... war alles nur ein Traum?
Ähnlich seltsam wie diese Geschichte ist auch die auf "Dropera" zu findende Musik. Das Solowerk von Frith und die Musik von Etron Fou Leloublan geben die Richtung vor. Gemäßigt schräge, exotisch-folkloristische, aber durchaus kantige Rocknummern mit erzählendem, französischem Gesang kommen hier aus den Boxen geplätschert (Chanson-RIO?), die vor allem vom komplexen Wechselspiel von E-Gitarren, Streichinstrumenten, Perkussion und Bass leben. Surreal und schief ist die Musik, gleichzeitig sehr raffiniert und dicht. Sie wirkt wie ein wirrer Traum, ein expressionistisches Märchen oder eine seltsam verzerrte Musiktheatervorstellung, bleibt dabei aber sehr locker, gutgelaunt und humorvoll. Heftig, wüst oder laut wird es nämlich nie, die Musik gleitet eher ruhig dahin, strahlt eine eigenartige, entspannte Langsamkeit aus, eine bizarre Gemütlichkeit und füllt harmonisch-disharmonisch die Gehörgänge. Nach einiger Zeit lullt das Ganze ein und man treibt dann mit den beiden Protagonisten im Klangmeer vor Santorini dahin.
"Dropera" ist eine sehr angenehme Scheibe, die trotzdem ausgesprochen seltsame Musik aus dem Bereich Avantgarde-Rock bietet. Wer die späteren Alben von Etron Fou Leloublan und das liedorientierte Solowerk von Fred Frith schätzt, der sollte sich auch dieses Album besorgen!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
14.3.2007 |
| Letzte Änderung: |
14.3.2007 |
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