Alcoholocaust
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
Gastmusiker
Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Strip Search
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4:32
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| 2. |
Ancient
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5:12
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| 3. |
Talitha Cumi
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5:24
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| 4. |
Serpentine
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4:12
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| 5. |
Poison Drip
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4:57
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| 6. |
The Everlasting
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6:19
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| 7. |
My Absinthe Lover
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5:12
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| 8. |
Soft Asylum
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8:24
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| 9. |
No Quarter
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7:52
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| Gesamtlaufzeit | 52:04 |
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Rezensionen

"Alcoholocaust"? Was ist denn das für ein Album-Titel? Kann man das Album nur im Suff ertragen? Oder waren die Musiker während der Aufnahmen ständig voll? Auf jeden Fall löst der seltsame Titel schon mal seltsame Assoziationen aus. Und was uns die beiden Herren Cage und Viggo Domino darüberhinaus an Musik (und allerlei philosophischem Unterbau) präsentieren, ist auch nicht ohne. Das Debüt des Duos Invisigoth löste bei mir gleich mal ein Déjà-Vu aus... Cea Serin gingen mit einem ähnlich überkanditelten Anspruch an ihre Musik heran. Wer es nicht glaubt, liest nochmals die Rezensionen zu Cea Serins Debütalbum und die Texte auf der MySpace-Homepage von Invisigoth. Und siehe da... es gibt auch musikalische Ähnlichkeiten!
Aber von vorne: Invisigoth sind ein Duo. Dabei kümmert sich 'Cage' um alle instrumentalen Sachen. Nach eigener Aussage ist der Mann vor allem Gitarrist, aber er zaubert auch mit den Tasten und diversen Elektronika einiges an Sounds hervor. Die Drums sind durchweg programmiert und klingen von daher ziemlich steril. Ich will nicht ausschließen, dass das eher trashige Drum-Programming (besonders peinlich ist das presslufthammerartige Double-Bass-Gekrache in "Poison Drip") durchaus sogar Teil des Konzepts ist, so penetrant, wie es durchgehalten wird. Es kann aber in jedem Fall ziemlich nerven, wenn man es nicht tolerieren kann.
Vom seltsamen Drumprogramming abgesehen, ist die Musik auf "Alcoholocaust" aber durchaus hörenswert. Ein derartige seltsame, eigenwillige Kombination aus düsteren Gothic- und Ambientklängen, progmetallischen Gitarrenriffs, elegischen Synthie-Flächen, elektronischen Breitseiten, die fast nach Depeche Mode klingen, Klassikzitaten, orientalischen Klangmustern bekommt man nicht alle Tage zu hören. Dabei setzen Invisigoth nicht nur auf wildes Stil-Zickzack, sondern schaffen es sogar diese Mischung einigermaßen organisch 'rüberzubringen und darüberhinaus auch die notwendigen Hooks und Melodien unterzubringen. Zuweilen ist das Ergebnis sogar ein bisschen mainstreamig, wenn man z.B. beim Refrain von "Ancient" unwillkürlich an Bon Jovi denken muss (und das nicht nur wegen gewisser textlicher Ähnlichkeiten). Auch wenn man hier mal an Saviour Machine, dort mal an Devin Townsend denken mag, wenn einem vielleicht die Polen Moonlight oder Carptree ins Gedächtnis kommen, mit ihrer Mischung aus düsterem, melodischen Metal, Gothic, Ethnosounds und so weiter, schaffen Invisigoth ein ganz eigenes Klangerlebnis.
Dazu kommt der sehr variable Gesang von Viggo Domino. Der schwankt ausdrucksstark zwischen Flüstern, Sprechgesang und selbstbewusstem Shouting in bester Metalmanier, ganz ohne den Eierkneifer-Effekt. Sogar orientalisch anmutende Gesangslinien flechtet er zwischendurch ein. Neben dem sehr eigenwilligen Klangbild ist der Gesang sicherlich der Pluspunkt von Invisigoth.
Nicht zuletzt lassen die orientalischen Melodien gelegentlich an Led Zeppelin denken und da passt es wie die Faust aufs Auge, dass Invisigoth zum Schluss mit "No Quarter" ebendiese Band covern. Und es ist ein gelungenes Cover, welches das Original ein Stück weit bewahrt, aber dann doch deutlich den Invisigoth-Stempel aufdrückt und den Song in eine düstere, elektronische Gothic-Hymne transformiert. Ein Höhepunkt zum Abschluss.
Ein zwiespältiges Werk... eigentlich nervt mich die pseudo-intellektuelle Attitüde, die Invisigoth wie ein Banner vor sich hertragen. Komischerweise sind die Texte nicht im Booklet (welches überhaupt bemerkenswert uninformativ ist) abgedruckt. Das hätte ich schon erwartet. Eigentlich nervt auch der penetrante Drumcomputer. Eigentlich sollte auch die gewollt aufgedonnerte Musik nerven, aber da geht es schon los: Dieser elektronisch-rockige Overkill ist eben auch faszinierend und bietet einiges an Feinheiten und Entdeckungen bei vielen Durchläufen. Dazu kommt der wirklich gute Gesang... ein Album der Gegensätze und Extreme, das ist doch schon mal was!
P.S.: Warum das Album nun diesen seltsamen Titel trägt, hat sich mir nicht erschlossen.
| Anspieltipp(s): |
Serpentine, No Quarter |
| Vergleichbar mit: |
vielem und nichts, siehe Rezi-Text |
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| Veröffentlicht am: |
24.6.2007 |
| Letzte Änderung: |
24.6.2007 |
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