The Sparrow
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Trope Audio |
| Durchschnittswertung: |
5/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Jim Anderson |
bass |
| John Mabry |
vocals |
| Greg Miller |
drums |
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| Malcolm Smith |
guitars |
| Marc Spooner |
keyboards |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Inquisition
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4:44
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| 2. |
Song from a nearby star
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1:52
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| 3. |
Deus vult
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5:20
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| 4. |
Stella maris
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6:17
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| 5. |
Death in Eden
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8:09
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| 6. |
Challalla Khaeri
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11:46
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| 7. |
Garden building
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1:48
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| 8. |
Sick for what the heart wants
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2:55
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| 9. |
Stranded
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8:22
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| 10. |
Flower harvest
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1:50
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| 11. |
We are many and they are few
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2:56
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| 12. |
Mother night
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4:49
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| 13. |
God will break your heart
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6:42
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| 14. |
Afterture
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3:16
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| Gesamtlaufzeit | 70:46 |
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Rezensionen

Ich gehöre zu der Generation, die vor dreißig Jahren andauernd darüber gemeckert hat, wie kommerziell ihre Lieblingsmusik doch sei und wieso denn auf jedem Album mindestens ein Single-Hit sein müsse. Damals hätte ich es mir nie träumen lassen, wie sehr ich diese Zeiten (und ihre Singles) einmal vermissen würde. Was sich heute 'Prog' schimpft, ist zumeist auch wirklich 'Prog' (damals konnte man sich über so was noch so schön streiten), aber es gibt immer mehr Alben, auf denen genau das zum unerträglichen Problem wird - jedenfalls für meinen Geschmack.
Metaphor haben jetzt so ein Album rausgebracht, das ich kaum ertrage, ohne um Hilfe zu schreien. Dabei stand ich dieser Band bisher sehr wohlwollend gegenüber: ihr Debüt "Starfooted" hatte mich seinerzeit schier umgehauen, so glaubhaft Alt-Genesis-Trespass-lastig war das ausgefallen. Sein Nachfolger "Entertaining Thanatos" war fast noch besser, denn anstatt noch mehr Genesis-Anleihen gab es nun vertrackt-skurrile Musik-Brezeln, die auch Gentle Giant geschmeckt hätten. Und nun gibt es ein Konzeptalbum nach einem Roman von Mary Doria Russell; in dem Buch geht es um einen Jesuitenpriester, der zu einer Mission auf einen fremden Planeten versetzt wird und sich dort einer vor einem Inquisitions-Gericht wegen angeblicher Gräueltaten verantworten muss. Falls jetzt schon jemand lacht, kann ich nicht beurteilen, ob das berechtigt ist: ich habe das Buch nicht gelesen. Leider bin ich darauf auch nicht mehr neugierig, nachdem ich dieses Album gehört habe, obwohl das Album kein Argument gegen das Buch ist. Aber ich wage mal zu behaupten: wenn diese Musik Werbung für das Buch sein soll, wird's dem Buch wahrscheinlich nicht gut tun.
Metaphor liefern hier nach meinem Eindruck genau die Art von Prog, die jeden Prog-Skeptiker davon überzeugen kann, dass Prog einfach nur seltsam und inhaltslos ist. Über eine Spieldauer von 71 Minuten wird eine unbeschreiblich öde Langeweile kultiviert, die nur für wenige Sekunden ansatzweise interessant zu werden droht (vor allem am Ende der längeren Tracks), bevor auch die zaghaftesten Andeutungen eines roten Fadens wieder im Nichts versanden. Dies ist ein Konzeptalbum fast ohne Musik: es gibt nahezu keine Melodien, es gibt kaum Soli, es gibt nur vertrackte Prog-Rhythmen mit ganz schwach und konturlos produziertem Schlagzeug (der Drummer ist übrigens ein anderer als auf den zwei Vorgängeralben), und es gibt viel Mellotron, aber nahezu ohne Stimmung und Atmosphäre.
Hinzu kommt, dass der Hörer völlig unvermittelt in den Prozess des Priesters hineingestoßen wird - und wenn das Album erst einmal läuft, geht es die ganze Zeit genauso weiter; es ist nicht mal der Schatten eines Spannungsaufbaus erkennbar. Zum Ausgleich hört man viel zu viel Text, zu viel Gesang, dem kein ernsthaftes Songwriting gegenübersteht - da hätte man genauso gut jemanden den Roman als Hörbuch vorlesen lassen können, vielleicht mit etwas Musik-Untermalung (die dann wenigstens den Vorteil gehabt hätte, dass man nicht darauf hätte achten müssen ;-)).
Einzig zum Schluss des Albums kommen noch ein paar Lichtblicke: von Track 11 an gewinnt die Musik allmählich Inhalt, richtige Strukturen deuten sich an und der Finger verkneift sich vorerst das Drücken auf die Stopptaste. Die letzten Minuten bieten sogar eine klassizistische 'Afterture', in der die Keyboards wie Oboen und Akkordeons klingen, und ich kann mich nur fragen, wieso es dazu nicht auch zu Beginn des Albums eine 'Overture' geben konnte.
Aber auch diese paar Songs und Ideen am Ende genügen mir bei weitem nicht, um das Album noch ein weiteres Mal hören zu wollen. Es mag ja sogar sein, dass der Roman durch so was tatsächlich angemessen umgesetzt worden ist, aber ich finde, wer so was aufnimmt, sollte sich vielleicht mal überlegen, dass der Tag nur 24 Stunden hat. Man kann zwar noch die Nacht dazunehmen (;-), aber wer Beruf, Familie und wenig Freizeit hat, muss sich diese Restzeit wirklich nicht mit solch fadem und mies produziertem Schnarch-Prog verderben - dafür gibt es zu viel auf dem Musikmarkt, was einfach besser ist. Ich habe zwar schon recht viel Zeit, aber wenn sich der Prog wirklich durch so was definieren sollte, dann würde ich doch lieber Madonna hören - da kann ich immerhin über den unfreiwilligen Humor des Ganzen lachen. Bei Metaphor's "Entertaining Thanatos" konnte ich auch noch lachen - sogar im Sinne des Album-Konzepts -, aber bei dem "Sparrow" schiele ich nur noch auf die Uhr und warte, bis ich das Album endlich überstanden habe. Und irgendwas sagt mir, dass das nicht der Sinn der Sache gewesen sein kann, als der Prog erfunden wurde...;-(
| Anspieltipp(s): |
Wer wirklich nichts Besseres zu tun hat, kann ja mal "Stella maris", "Challalla Khaeri" oder die letzen 4 Tracks des Albums antesten (das geht wahrscheinlich auch auf der Band-Website per MP3). |
| Vergleichbar mit: |
Es ist noch nicht ganz so verheerend wie bei Qwaarn, aber es ist unüberhörbar dieselbe Marschrichtung... |
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| Veröffentlicht am: |
12.11.2007 |
| Letzte Änderung: |
13.7.2012 |
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Dies ist das schwierige dritte Album der amerikanischen Band Metaphor. Und ich weiß noch genau, wie mich im damaligen Retroprog-Rausch das vom jungen Galileo-Records-Label veröffentlichte Debüt-Album "Starfooted" (2000) beeindrucken konnte. Wie doch die Zeit vergeht... Heute ist man fast geneigt, die einst empfundene Freude über einen guten Genesis-Klon in negative Kritik umzuwandeln. Ja, ja, so ist das eben, man wird älter, anspruchsvoller und ist von den ersten Ermüdungserscheinungen gezeichnet. Allerdings haben Metaphor auf der neuen Scheibe ihr musikalisches Spektrum auch in keiner Weise erweitert, so dass vieles nach einer monotonen und dahin gehauchten Retro-Prog-Präsentation klingt. Seltsam, aber es mangelt hier und da auch gewaltig an der Umsetzung: der gesamte Sound sowie das Schlagzeugspiel wirkt einfach viel zu blass und altbacken, die sonst ganz passablen und etablierten Momente, wie z.B. der Gesang von John Marby, die gefühlvoll brausenden E-Gitarrensoli oder die ins Ohr gehenden Keyboard-Melodien gehen ab und an gefährlich in Richtung Harmlosigkeit und nervendes Gejammer. Stärkere Momente findet man immer dann, wenn die Arrangements mehr energiegeladen und weniger gesangslastig zusammengestellt sind. Das Konzeptalbum basiert auf dem gleichnamigen Science-Fiction-Roman von Mary Doria Russell, der sich mit einer der großen Frage der Menschheit beschäftigt: "Gibt es Gott wirklich?". Trotz dieser mit Sicherheit nicht leicht umzusetzenden Thematik kann mich "The sparrow" aus heutiger Sicht nicht mehr ganz zufrieden stellen, es fehlt einfach an der gewissen musikalischen Prise aus Coolness und Lässigkeit.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
1.4.2010 |
| Letzte Änderung: |
2.4.2010 |
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