Live Stockholm July 1971
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Drone Syndicate |
| Durchschnittswertung: |
12/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Takehisa Kosugi |
Violin, Voice |
| Ryo Koike |
Electronic Contrabass |
| Yukio Tsuchiya |
Percussion, Suntool |
| Michihiro Kimura |
Electronic Guitar, Percussion |
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| Seiji Nagai |
Electronic Trumpet, Harmonica |
| Tokio Hasegawa |
Voice |
| Kenji Hayashi |
Electronics |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Part 1
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58:36
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| Gesamtlaufzeit | 58:36 |
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| Disc 2 |
| 1. |
Part 2
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59:34
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| Gesamtlaufzeit | 59:34 |
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Rezensionen

"Live Stockholm July 1971" der Taj Mahal Travellers ist eine etwas obskure Scheibe. Das Doppelalbum erschien erstmals 1998 beim Label Drone Syndicate auf CD, welche mir vorliegt. Anderen Quellen zufolge wurde das Album erst 2001 veröffentlicht (auf der CD sind keine Jahresangaben zu finden). Wieder woanders habe ich schließlich gelesen, dass es schon 1971 eine LP-Version in Japan gegeben hätte.
Um die Konfusion noch zu steigern ist auf dem Innencover der Drone-Syndicate-CD-Box ein Foto zu finden, welches nur drei der Musiker zeigt. Über dem Bild ist die Zeile: "Taj Mahal Travellers, Yukio Tsuchiga, Ryo Koika und Michihiro Kimura" zu finden. Dies hat offenbar zu dem Gerücht geführt, dass auf diesem Live-Mitschnitt aus Stockholm nur eine Triobesetzung der japanischen Formation zu hören ist (so steht´s sogar beim All Music Guide und auf progarchives.com zu lesen). Dabei ist auf der Rückseite der CD ein Bild zu sehen, auf dem sechs Musiker zumindest teilweise zu erkennen sind. Irgendwo las ich auch, dass hier Takehisa Kosigi nicht dabei wäre. Dabei ist vorne links auf dem zweiten Bild ein Geigenkasten zu sehen. Stammen die Fotos überhaupt von jenem Konzert in Schweden?
Dem "Beiheft" der CD selbst, welches nur aus einem einzelnen Einlegeblatt besteht, sind keine Besetzungsangaben zu entnehmen. Ein neueres CD-Reissue desselben Materials führt gleich vorne auf dem Cover (ansonsten ist es identisch mit dem oben gezeigten) alle sieben Namen der Taj Mahal Travellers auf. Angeblich ist dort auch das Beiheft informativer. Ich werde mich aber nicht in weitere Investitionen stürzen, um das nachzuprüfen.
Verlassen wir uns also ganz auf die Ohren. "Live Stockholm July 1971" bietet in sehr ordentlicher Klangqualität ein Konzert der Taj Mahal Travellers, welches - nicht überraschend - im Juli 1971 in Stockholm mitgeschnitten wurde. Offenbar befand sich die Band gerade auf einer Art Europa-Asien-Tournee, welche sie in ganz Europa herum und später bis nach Indien bringen sollte. Das Taj Mahal haben sie dabei offenbar auch wirklich besucht. Der Bandname bkommt so nachträglich eine wahre Grundlage.
Zwei lange, jeweils knapp einstündige Gruppenimprovisationen sind hier festgehalten. Der Reichtum der Klänge und die verschiedenen Klangfarben lassen es schon nach kurzem hören unmöglich erscheinen, dass hier nur drei Personen zu Gange sind. Später lässt sich auch gut die elektronisch verstärkte Violine Kosugis heraushören. Es sind somit vermutlich wirklich alle 7 Musiker hier am musizieren. Im Vergleich zum ein Jahr später eingespielten "July 15, 1972" lassen sich auch keine großen Unterschiede in Bezug auf Klangvolumen und -farben ausmachen. Ansonsten ist das hier Gebotene etwas kantiger und rauer ausgefallen. Habe ich mich noch in der Rezension des eben erwähnten "July 15, 1972" beschwert, dass dort nicht das komplette Konzert zu finden ist, gibt es hier in dieser Beziehung nichts zu meckern. Dafür ist der Klang etwas schlechter und oft übersteuert.
Dominiert wird die Musik von Ryo Koikes "elektronischem" Kontrabass, der für mächtige, dröhnend gestrichene oder träge gezupfte Basstöne sorgt. Dazu kommen allerlei akustische und elektronische Klänge, Perkussives, verfremdete, langezogene "Gesänge", schleifende Geigentöne und unzählige wabernde, knarzende, hallende, brummende und hupende Sounds, deren instrumentale Ursprünge aufgrund der kantigen, elektronischen Verfremdung meist nicht so leicht zu identifizieren sind. Gitarren und andere fernöstliche Zupfinstrumente kommen vermutlich zum Einsatz, Flötenartiges und schließlich die echoverhallte Trompete, für die Seiji Nagei normalerweise zuständig ist.
"Live Stockholm July 1971" bietet 2 Stunden voller ziemlich weggetretener, fremdartiger, psychedelisch-krautig-elektronischer Drones, die mit zum Eigenartigsten, aber auch Beeindruckendsten gehören, was mir an japanischer Musik bisher unter die Ohren gekommen ist.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
18.1.2008 |
| Letzte Änderung: |
4.5.2010 |
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