Clearing
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Tzadik |
| Durchschnittswertung: |
13/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
white
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9:28
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| 2. |
open ocean
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5:12
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| 3. |
chains
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2:00
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| 4. |
the bow moon
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4:00
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| 5. |
minimalism
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5:07
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| 6. |
not with love but with fear
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6:03
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| 7. |
theatre
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10:09
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| 8. |
gaifu kaisei
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2:50
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| 9. |
road movie
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2:12
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| 10. |
this earth is a flower
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3:52
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| 11. |
blue
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3:12
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| Gesamtlaufzeit | 54:05 |
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Rezensionen

Bei dem 2001 herausgekommenen "Clearing" handelt es sich um das zweite Sologitarrenalbum von Fred Frith nach den "Guitar Solos" von 1975 ? mit einem zeitlichen Abstand von 27 Jahren! Das Album ist durchweg freiimprovisiert und stark soundscapeorientiert, d. h. es steht nicht das Vorzeigen von Virtuosität sondern das Erzeugen von "Atmosphäre" im Vordergrund, wobei die klanglichen Möglichkeiten der elektrischen und akustischen Gitarre sehr weit ausgelotet werden. Auch Effektgeräte kommen z. T. zum Einsatz (Track 6) und die Gitarre wird mitunter zwecks Erzeugung von Spezialeffekten präpariert (Track 3) - letzteres ist ein typisches Wesensmerkmal der Gitarrenmusik Friths. Auf vielen Tracks wurden mehrere Gitarrenspuren im Overdubbing-Verfahren eingespielt.
Obwohl der ambiente Grundzug charakteristisch für alle Tracks ist, so schwankt die stilistische Bandbreite des Gebotenen doch beträchtlich. So haben manche Stücke eine äußerst beschauliche, fast meditative Grundstimmung (wie der mit sparsam hingestreuten Einzeltönen auskommende Eröffnungstrack), andere (Track 2 und 4) sind gekennzeichnet durch ein dichtes, perlendes Rankenwerk. Auf der Mehrzahl der Stücke kommt jedoch auch der "Noise"-Faktor keineswegs zu kurz - die Musik ist vielfach durchsetzt mit geräuschhaften und atonalen Klängen, und manche Stücke bestehen fast ausschließlich aus bizarrem Lärm. Hier sei besonders auf Track 3 ("chains") verwiesen, auf dem offenbar eine präparierte Gitarre zum Einsatz kommt. Das ganze klingt wie das sadistische Zerstückeln einer Gitarre bei Nacht und Nebel?
Zu erwähnen wären ferner "minimalism" - ein Track, der aus einem dichten Platzregen geräuschartiger, in hohem Tempo repetierter Gitarrenakkorde besteht, so dass sich die einzelnen Anschläge in einer wogenden Klangwand aufzulösen scheinen. Oder "not with love but with fear", bei dem die einzelnen Gitarrenklänge fast in einem Meer aus Echoeffekten untergehen (ich bin hier am Rätseln, welcherart Effektgeräte hier eingesetzt gewesen sein könnten, denn um einen normaler "Delayeffekt" handelt es sich hier nicht - möglicherweise ist es ein sehr langer und dichter Nachhall, dem ein Pitchshifter vor- und ein Tremoloeffekt nachgeschaltet wurde.) "This earth is a flower" beginnt - entgegen dem poetischen Titel - mit clusterartigem, von kreischend-verzerrten Sounds durchsetztem Lärm, dieser geht dann ab ca. 1:45 in düstere Ambientflächen über, die von noisigen Staccato-Sounds durchsetzt sind. Im weiteren Verlauf beruhigt sich die Musik immer weiter, die Schlussakkorde klingen vom Sound her eher nach einem New-Age-Patch eines 80er-Digitalsynthesizers als nach einer Gitarre.
Für mich persönlich ist diese CD der Favorit unter den Fred-Frith-Soloalben, die mich i. Ü. keineswegs alle überzeugt haben. Dieses Release jedoch kann ich sehr weiterempfehlen, und zwar v. a. für Hörer, die sich für "Klangkunst", Soundscapes und freie, nicht an ein Metrum gebundene Improvisationen begeistern können.
| Anspieltipp(s): |
open ocean; minimalism; this earth is a flower |
| Vergleichbar mit: |
Death Ambient |
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| Veröffentlicht am: |
25.3.2008 |
| Letzte Änderung: |
28.2.2012 |
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