Songs From The Lighthouse
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Cristiano Roversi |
keyboards, orchestration, chapman stick |
| Mirko Tagliasacchi |
bass |
| Marco Tafelli |
guitar, violin |
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| Simone Baldini Tosi |
vocals, guitar |
| Maurizio Di Tollo |
drums |
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Gastmusiker
| Andy Tillison |
vocals, keyboards on "That Child" |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
My Darkside
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7:26
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| 2. |
It's you
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7:04
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| 3. |
Solaris
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13:00
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| 4. |
Emotionaut
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3:55
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| 5. |
That Child
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5:52
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| 6. |
Flesh
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2:49
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| 7. |
Dreamlord
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11:30
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| 8. |
Southampton Railroad
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4:11
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| 9. |
Sonya in search of the moon (Part 5)
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5:47
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| 10. |
The Lighthouse Song
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9:32
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| Gesamtlaufzeit | 71:06 |
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Rezensionen

Vier Jahre nach dem herausragenden "Round Midnight" gibt es wieder ein neues Album der Italiener Moongarden. Inzwischen ist nicht nur einige Zeit vergangen, Moongarden sind auch fast eine neue Band geworden. Neben Sänger Luca Palleschi und Schlagzeuger Massimiliano Sorrentini hat vor allem Gitarrist, Mitbegründer der Band und Co-Autor vieler Stücke, David Cremoni, die Band verlassen. Dies könnte schon Anlass zur Sorge geben. Die Konstante bei Moongarden ist nun also nur noch Band-Gründer, Keyboarder, Stick-Spieler und Autor der meisten Songs, Cristiano Roversi. Neu in der Band sind am Gesang Simone Baldini Tosi (der allerdings auch schon auf dem allerersten Moongarden-Album gesungen hat), am Schlagzeug Maurizio di Tollo (vorher u.a. bei La Maschera di Cera aktiv) und an der Gitarre Marco Tafelli, der außerdem noch Violine spielt.
Aber es besteht kein Anlass zur Sorge. Moongarden liefern mit "Songs From The Lighthouse" ein weiteres Spitzen-Album ab, dessen größter Kritikpunkt die Covergestaltung ist. Die Geschmacksverirrung von Ed Unitsky (wer's nicht genau erkennen kann: Einem geflügelten Mann wächst ein Leuchtturm aus der Brust) hat allerdings auch epische Ausmaße und macht einen irgendwie sprachlos.
Die Musik, die Moongarden mitbringt, ist allerdings (fast) ohne Fehl und Tadel. "Songs From The Lighthouse" ist ein eher ruhiges Album mit gelegentlichen aggressiven Ausbrüchen, die dann aber umso nachhaltiger wirken. Natürlich beherrschen Tastenklänge die Szenerie. Roversi fährt die ganze Palette von Synthieklängen, Orgelsounds, Piano und vor allem immer wieder exzessives Mellotron auf. Dabei überzeugt er durch sein ebenso so melodiöses, wie auch variantenreiches Spiel. Roversi ist ein ausgesprochen geschmackvoller Keyboarder, der zum einen auf den Punkt kommt und nicht überzieht, und zum anderen jegliche Quietsch-Sounds aus seinem Repertoire eliminiert hat. Nur bei "Sonya in search of the moon (Part 5)" erklingen typische NeoProg-Dudidu-Passagen, aber das mag hier dem Rückgriff auf die Vergangenheit geschuldet sein, denn die ersten vier Teile dieses Songs finden sich auf dem zweiten Moongarden-Album aus 1995.
Als Glücksgriff erweist sich Gitarrist Tafelli. Er spielt nicht nur ähnlich schöne und ausladende Soli wie seinerzeit Cremoni, er kann auch ordentlich bratzeln und tut dies auch gelegentlich als Gegengewicht zu den Tasten. So bewahrt er den einen oder anderen Song vor allzuviel melodischer Glattheit, in dem er einige rockige Widerhaken setzt. Fast noch effektiver wirkt er aber mit der Violine, mit der er einige Gänsehautpassagen beisteuert und den kurzen Song "Flesh" zu einem folkigen Erlebnis macht.
Di Tollo und Mirko Tagliasacchi am Bass bilden ein solides Rhythmusgespann, welches unaufgeregt im Untergrund wirkt. Sänger Baldini Tosi, der auch einige Stücke mitkomponiert hat, ist ebenfalls solide bis stark und überzeugt mit seiner rauhen, leicht rauchigen Stimme als typischer italienischer Frontmann mit Charisma. In "That Child" gibt The Tangent-Mastermind Andy Tillison einen Gastauftritt als Sänger, ob er auch Keyboards spielt bleibt im Dunkel, aber ich vermeine den einen oder anderen für ihn typischen Lauf auf dem Piano wahrzunehmen.
Spannende Melodiebögen, farbige, feinziselierte Arrangements, die fast unspektakulär daherkommen, aber dann kleine Feinheiten und Gimmicks offenbaren, große, hymnische Momente und kleine, zurückgenommene Stillleben, damit verwöhnen Moongarden den Hörer im Überfluss. Immer wieder schält sich aus einem ruhigen Beginn eine Art Bombaststurm heraus, oftmals getragen von Mellotron und Gitarre, der den Hörer umfängt und in seinen Bann zieht. Die Italiener finden ihren ganz eigenen Weg im Spannungsfeld von NeoProg, New Artrock, spannendem Pop und RetroProg. Moongarden setzen mehr auf Atmosphäre, denn auf Frickeleien und das machen sie so überzeugend, dass hier keine Langeweile für den eher melodieorientierten Progger aufkommt. Einziger Mecker auf hohem Niveau ist, dass "Dreamlord" sicherlich ein Stück zu lang geraten ist, für die dort enthaltenen Ideen (auch wenn die Bass-Melodielinie sehr schön ist), und dass das etwas belanglose (und glücklicherweise recht kurze) "Southampton Railroad" ein glatter Ausfall ist. Dafür haben Moongarden mit dem epischen "Solaris" den Track des Jahres geschaffen.
| Anspieltipp(s): |
My Darkside, Emotionaut |
| Vergleichbar mit: |
edler NeoProg und New Artrock in Samt und Seide (mit ein paar Dornen) :-) |
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| Veröffentlicht am: |
26.3.2008 |
| Letzte Änderung: |
26.3.2008 |
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An dieser Stelle möchte ich Thomas einfach nur Recht geben. Ein starkes Album, welches ich nicht besser hätte beschreiben können. Von meiner Seite daher nur ein paar Ergänzungen. Hatte mich Round Midnight nicht restlos überzeugt, so liegt das fünfte Album der Italiener um Cristiano Roversi wieder ganz auf meiner Linie.
Hier finden sich durchwegs gelungene Kompositionen voller Abwechslung, den Bogen von ruhigen Abschnitten zu diesmal härteren, bratzigeren Gitarrenparts spannend, vielfältiges Tastenspiel von sattem Mellotron bis zartem Piano und herrliche ausscheifende Gitarrensoli.
Ich finde das erste Drittel des Albums am stärksten. Vor allem "It`s You" ist ein intensives, magistrales Epos mit einer wohldosierten Portion Bombast. Das bereits hochgelobte Solaris ist ebenfalls stark, wenn auch für meinen Geschmack eine Idee zu lang und in der zweiten Hälfte zu floydig. Der opener glänzt durch dezentes aber doch vorantreibendes Bassspiel, sanfte Mellotronteppiche, immer wieder eingestreute härtere Gitarrenriffs und perlende Keyboardsoli.
"Sonja in Search of the Moon (part 5)" setzt den gleichnamigen Zyklus würdig fort, wenn es auch nicht an das grandiose "Moonman Return" heranreicht.
Einziger Ausfall ist wie erwähnt "Southampton Railroad", das auf diesem Album wie ein Fremdkörper wirkt. Von diesem Titel und einigen Längen in "Dreamlord" und "Solaris" abgesehen findet sich unter dem Strich eine Stunde spannender, abwechslungsreicher Musik.
P.S. Das Cover, ein Faltblatt, kann man einfach andersherum zusammenfalten, dann wechselt die Farbwahl des Motivs von gelblich-violett zu blauschwarz-weiss, was viel stimmungsvoller aussieht.
| Anspieltipp(s): |
It`s You, My Darkside |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
22.12.2010 |
| Letzte Änderung: |
22.12.2010 |
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Ich würde wirklich gerne mal ein Instrumentalalbum von Moongarden hören. Denn die instrumentalen Teile von Songs from the Lighthouse gefallen mir größtenteils ziemlich gut, wenn man mal von diesem David Gilmour-Gedächtnissolo auf Solaris absieht.
Aber was gesanglich geboten wird reicht von "unspektakulärer Durchschnitt" bis "klingt irgendwie schief". Meistens geht der kehlige Gesang Baldini Tosis jedoch in Ordnung. Wenn aber ein Song wie It's you so intensiv vom Gesang dominiert wird, dazu noch mit einer schmalz-triefenden Melodie versehen ist und sich in pompöser Steigerung schier endlos fortsetzt, dann zieht das - vorsichtig formuliert - den Gesamteindruck schon ganz schön nach unten. Dieser Song wird quasi vom Gesang erstickt. Und das quälende Vokalduett mit Tillison That Child geht auch überhaupt nicht. Leider immer wieder - man höre etwa auch Emotionaut oder den Titeltrack - leiert der Gesang schrecklich.
Auf der Habenseite steht der Longtrack Solaris, bei dem auch die Melodie ausnahmsweise mal was hergibt, das ganz passabel klingende ?Dreamlord? sowie der solide Opener My Darkside. Gerade bei den längeren Stücken - aber natürlich auch im traditionellen Instrumental Sonya... - haben die Musiker Gelegenheit, ihr instrumentales Können zu entfalten. Zur Ehrenrettung von Southhampton Railroad schließlich sei gesagt, dass es eine nette, kleine, folkige Nummer ist, die aber vollkommen aus dem Rahmen fällt. Das Stück zeigt jedoch, dass Moongarden vielleicht sogar auch ganz feine Folkalben abliefern würden...
Im Ganzen ist die Scheibe leider viel zu durchwachsen und ohne zündende Ideen meist im Mittelmaß verharrend. Schade, denn es blitzt immer wieder auf, dass die Jungs es eigentlich besser könnten.
| Anspieltipp(s): |
Solaris, It's you, My Darkside |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
4.2.2011 |
| Letzte Änderung: |
23.3.2012 |
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