Con 3
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Sky Records |
| Durchschnittswertung: |
11/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Conrad Schnitzler |
Instrumente, Elektronik, Text, Stimme |
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Gastmusiker
| Wolf Sequenza (Wolfgang Seidel) |
Perkussion, Text, Stimme |
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| Gilli, Gregor |
Stimme (Track 5) |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Komm mit nach Berlin
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3:08
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| 2. |
Kohlen
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3:40
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| 3. |
Nächte in Kreuzberg
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4:46
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| 4. |
Hongkong
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5:25
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| 5. |
Wer sind wir denn
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3:48
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| 6. |
Coca
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4:38
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| 7. |
Seemannslied
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3:29
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| 8. |
Tanz im Regen
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4:49
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| 9. |
Con3.1
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3:59
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| 10. |
Con3.2
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2:45
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| 11. |
Con3.3
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3:37
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| 12. |
Con3.4
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3:47
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| 13. |
Seemannslied (alt. mix)
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5:59
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| 14. |
Wer sind wir denn (alt. mix)
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5:45
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| Gesamtlaufzeit | 59:35 |
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Rezensionen

"Con 3" ist Conrad Schnitzlers "Pop-Album". Zusammen mit Wolfgang Seidel (alias Wolf Sequenza), dem ersten Schlagzeuger und Mitgründer von Ton Steine Scherben, hat Schnitzler eine reichlich seltsame Sammlung von elektronischen Songs zusammengestellt. Erschienen ist das Album erstmals 1981 auf dem Sky-Label. 2006 wurde die Scheibe von Captain Trip auch auf CD veröffentlicht, erweitert um sechs Bonusnummern.
"Con 3"? Welche Scheibe ist dann "Con 2"? Zwischen "Con" und "Con3" erschien 1980 die EP (oder Maxi-Single) "Auf dem Schwarzen Kanal". Das CD-Reissue derselben von Captain Trip trägt den Titel "Con 2+", womit obige Frage wohl geklärt ist.
"Pop-Album" schrieb ich eingangs. Ist "Con 3" also Conrad Schnitzlers Beitrag zur Neuen Deutschen Welle? So ein bisschen vielleicht schon. Es wird gesungen (oder besser gesprochen), in Deutsch natürlich (bis auf Track 6), und das Ganze hat durchaus gewisse Ähnlichkeiten mit den frühen und experimentelleren Hervorbringungen der deutschen New Wave (allerdings nicht mit dem Kalauer-Pop des nachfolgenden Neuen Deutschen Schlagers). An die späteren Alben von Kraftwerk erinnert diese Musik bisweilen auch.
Elektronik (selten ein Piano) und Sequenzas Schlagzeug und andere Perkussion (ab und an auch ein Vibraphon) bestimmen das Geschehen. Dazu kommt der "Gesang", welcher meist aus einer Art rhythmischem Sprechen besteht. Gemäßigt rhythmisch ist auch die Musik, wobei dafür Dank Sequenza (das Wortspiel ist wohl beabsichtig) meist echte, wenn auch oft elektronisch verfremdete Perkussion verantwortlich ist. Ein Sequencer kommt dagegen kaum zum Einsatz.
Humorvoll, wenn auch recht spartanisch, karg und kalt kommen diese Songs aus den Boxen gepurzelt und erzeugten beim Rezensenten erst erstaunte Verblüffung, die aber inzwischen einer belustigten Begeisterung gewichen ist. In musikalischer Hinsicht ist das alles doch recht vertrackt. Allerlei punktierte, dahinhüpfende, zischende, fiepende und hupende Elektrosounds werden zu einem kantigen Ganzen verwoben (mitunter ergänzt um geradezu mellotronartige, flächige Klänge), welches erst eher monoton und repetitiv wirkt, bei genauerem Hinhören jedoch eine große klangliche Vielfalt entwickelt. Zusammen mit den kryptischen Texten ergibt dies ein reichlich seltsames Gemisch, welches ein gewisses Berlinerisch-Brechtsches, avantgardistisches Flair verbreitet.
Auch wenn "Con 3" nie wirklich schräg oder laut wird, könnte man die darauf zu findende Musik als Avantgarde-Elektropop bezeichnen. Kraftwerk haben in der zweiten Hälfte der 70er Jahre Ähnliches produziert, doch ist Schnitzlers Musik doch deutlich sperriger, bizarrer und progressiver ausgefallen.
Die Bonusstücke des Captain-Trip-Reissues entstanden 1978-1981 (wie auf dem Obi zu lesen ist). "Con3.1" bis "Con3.4" bieten kantige Instrumentalelektronik, bisweilen erweitert um Perkussion und Piano. Zum Abschluss des Albums gibt es dann noch zwei alternative, gesangslose und deutlich längere Versionen von "Seemannslied" und "Wer sind wir denn", die allerdings eine etwas schlechtere Klangqualität haben.
Seltsam aber gut! Wer allerdings nur den instrumentalen, krautig-elektronischen Schnitzler kennt, sollte vorsichtig sein!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
7.4.2008 |
| Letzte Änderung: |
18.4.2008 |
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