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Love Sculpture

Forms and Feelings

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1969 (Re-Issue 2008 durch Esoteric Recordings)
Besonderheiten/Stil: Beat; Blues; HardRock; Klassikrock / Adaptionen; Psychedelic
Label: Esoteric Recordings
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Dave Edmunds guitar, piano, organ, lead vocals
John Williams bass, piano
Bob 'Congo' Jones drums

Tracklist

Disc 1
1. In the Land of the Few 3:59
2. Seagull 3:32
3. Nobody's Talking 3:36
4. Why (How-Now) 7:45
5. Farandole (from L'Arlesienne) 3:44
6. You Can't Catch Me 3:28
7. People, People 3:23
8. Mars 1:53
9. Sabre Dance 11:18
10. Think of Love   (bonus track) 3:06
11. Seagull (single)   (bonus track) 3:30
12. Farandole (from L'Arlesienne) (single)   (bonus track) 3:44
13. In the Land of the Few (single)   (bonus track) 3:22
14. People, People (single)   (bonus track) 3:23
15. Sabre Dance (single)   (bonus track) 4:52
Gesamtlaufzeit64:35


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß


Ein One-Hit-Wonder der späten 60er Jahre und Erschaffer eines der kultigsten Werk britischer Psychedelic waren die Waliser Love Sculpture. Gestartet als eine Beatband namens The Image erregten die Demos die Aufmerksamkeit der großen EMI. Als The Human Beans erschien dann die erste Single, bevor sich die Band - ganz im Sinne der aufkommenden Psychedelic-Welle - in Love Sculpture umbenannte. Allerdings wollte die EMI erstmal versuchen auf dem zweiten britischen Bluesboom mitzuschwimmen und so "überredete" sie die Band ein Bluesalbum aufzunehmen. So entstand das Debüt "Blues Helping". Gut, das hatte zumindest insofern was Gutes, als dann beim zweiten Album, eben dem vorliegenden "Forms and Feelings", die Band deutlich mehr Freiheiten genoss und diese dann zur Erschaffung eines wahren Kleinods nutzen konnte.

Der heimliche Bandleader und Gitarrist Dave Edmunds hatte schon immer eher Experimente im Sinn, denn einfaches Nachspielen von Standards und Klassikern. Auch die aufkommende Psychedelic faszinierte ihn, so dass die Blues-Eskapaden eher Pflichtübungen waren. Auf "Forms and Feelings" kommen derlei Töne nurmehr am Rande vor. Der Rest ist vielmehr ein bunter Spiegel des sehr offenen Musikverständnisses der damaligen Zeit. Verträumte Beat-Psychedelic bestimmt Titel wie "In the Land of the Few" und "Seagull". Mit "Why" taucht die Band dann schon tiefer in Klangexperimente und schrägere Töne ein (auch wenn man hie und da sicherlich ein bisschen Beatles heraushören kann). Bevor mit "Farandole" die erste superbe Klassikadaption "für Sologitarre mit Rhythmusbegleitung" aus den Boxen fegt. Dave Edmunds legt hier schon mal die Fesseln ab und soliert sich über Bizets Grundthema in einen Saitenrausch. Das sollte allerdings nur die erste Fingerübung für den Rundumschlag zum Albumende sein.

Das folgende Chuck Berry-Cover "You Can't Catch Me", noch dazu relativ traditionell dargeboten, wirkt wie ein seltsamer Fremdkörper. Allerdings schwenkt die Band mit der zuckersüßen Ballade "People, People" wieder in die richtige Richtung, bevor uns mit der Kurzversion von Holsts "Mars" ein Stück Proto-Heavy Metal um die Ohren gehauen wird. Aber zum Schluß wird es dann noch ganz wild: Über 11 Minuten soliert Edmunds teils hardrockig, teils spacig, teils psychedelisch über die klassische Komposition des "Säbeltanzes". Eine geradezu unglaubliche Orgie der besonderen Art. Dabei wird Khachaturians Komposition keineswegs 'hingerichtet', sondern als Rockstück neu interpretiert. Dieses Stück alleine begründete letztlich der Kultstatus dieses Albums. Und Dave Edmunds immer besondere Gitarrenarbeit macht das Album auch heute noch zu einem Hinhörer.

Auch wenn "Sabre Dance" ein durchaus veritabler Hit war, blieb letztlich der große Erfolg aus. So blieb "Forms and Feelings" das letzte Album von Love Sculpture, die sich auflösten. Gitarrist Edmunds startete daraufhin eine erfolgreiche Solokarriere. Die Wiederveröffentlichung von "Forms and Feelings" bei Esoteric Recordings macht nun einen Rohdiamanten aus der Prog-Ursuppe wieder zugänglich. Und das in renovierter, sprich sehr guter, Klangqualität. Als Bonusbeigaben gibt es die Single-Versionen verschiedener Albumtitel, darunter auch die kurze Fassung von "Sabre Dance". Zu dem noch ein rare Single-B-Seite. Ein sehr schönes Gesamtpaket mit außerdem ausführlichen Liner Notes zur Geschichte von Love Sculpture. Tolles Album, tolle Wiederveröffentlichung!

Anspieltipp(s): Why, Farandole, Sabre Dance
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 22.6.2008
Letzte Änderung: 26.8.2014
Wertung: 12/15
Kult!

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Love Sculpture

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1968 Blues Helping - 1

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