Aqua
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Martin Ulrich |
Gitarre |
| Martin Großkurth |
Orgel (1-4) |
| Klaus Borucki |
Gesang (2-6) |
| Georg Röber |
Bass (1-4) |
| Bernd Billhardt |
Schlagzeug (1-4) |
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| Jörg Wiesner |
Tasten, Gesang (5-8) |
| Wolfgang Eckhardt |
Bass, Gesang (5-8) |
| Roy Kaleve |
Schlagzeug, Gesang (7-8) |
| Mike Fajgel |
Leadgesang (7-8) |
| Jürgen Steinbrecher |
Bass, Gesang (7-8) |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Bolero
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5:24
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| 2. |
Soul of my Soul
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7:09
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| 3. |
Tempest
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5:53
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| 4. |
There is a Place
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9:37
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| 5. |
Going my Way
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3:20
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| 6. |
Teenage Feelings
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3:35
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| 7. |
No use to live on
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6:05
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| 8. |
No more Love
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5:58
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| Gesamtlaufzeit | 47:01 |
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Rezensionen

Krautrock spielte sich in den 70er Jahren nicht nur in den Metropolen ab, nicht nur in Berlin, München, Düsseldorf, sondern auch in der Provinz. Krautrock, das war nicht nur Tangerine Dream, Amon Düül oder Kraftwerk, das war auch Dom, Electric Sandwich, Join In, Kalacacra, Mammut, Morpheus und wie sie alle heißen mögen... Überall in Deutschland gab es junge Musiker, die vom Geist des Krautrocks infiziert waren und ihre mehr oder weniger eigene Version progressiver Rockmusik wagten.
Auch wenn es Anfang der 70er Jahre bei den Plattenfirmen einen Krautrock-Boom gab, wurde nicht jede Band unter Vertrag genommen. Das hatte dann nicht unbedingt mit der musikalischen Qualität zu tun. Es gab einfach jede Menge Bands. Und einige werden immer noch ausgegraben... Besondere Verdienste kommt in diesem Zusammenhang dem Label Garden of Delights (www.diregarden.com) zu.
Eine dieser Bands, die es damals einfach nicht schafften, waren Aqua aus der nordhessischen Provinzmetropole Kassel. Die Wurzeln von Aqua reichen bis ins Jahr 1968 zurück. 1972 trafen sich nämlich Musiker der Bands Inaction und Praeludium Magnum, um die Formation Aqua zu gründen. In den 70er Jahren waren Aqua dann eine der beliebtesten Kasseler Live-Acts, neben so klangvollen Namen wie Rattengift oder Hugo's Rockhoppser. Zu einem Plattenvertrag reichte es nicht, aber bereits im Gründungsjahr nahmen Aqua auf einem 4-Spur-Bandgerät ein Demoband mit vier Stücken auf. Diese bilden das Herzstück dieser Garden of Delights ? Veröffentlichung. Daneben ist noch die einzige Single aus dem Jahr 1978 enthalten, wobei Single nicht heißt, dass Aqua damit in den Charts vertreten waren, sondern dass sie diese auf ihren Konzerten verkauften. Schließlich enthält die CD noch zwei Stücke der LP von 1981 Sexy Boy. 1984 löste sich die Band dann auf.
Die beiden Songs der LP sind allerdings für den Krautrockfan am wenigsten interessant. Als die LP damals erschien war die Enttäuschung im Lager der Aqua ? Fans auch recht groß, da der Sound ? wie bei vielen anderen Bands jener Jahre ? sich im Vergleich zu den 70ern deutlich verflacht hatte und die jazzrockigen, krautigen, psychedelischen Elemente des Aqua-Sounds einer Orientierung auf einen eher gefälligen, leicht proggigen Softrock gewichen war. Die beiden enthaltenen Stücke stellen jedoch immerhin das Beste dieser ?musikalischen Verfehlung? dar.
Die Single reflektiert die vorangegangene Phase der Band, die vom orgellastigen Hardrock gekennzeichnet war, und eventuell an Uriah Heep denken lässt. Diesen Eindruck erweckte die Band durchaus auch gegen Ende der 70er Jahre bei ihren Live-Auftritten.
Das eigentliche Juwel dieser CD sind jedoch die ersten vier Stücke, die das komplette Demo von 1972 wiedergeben! Die Soundqualität ist hier schon etwas dumpf, aber doch gut hörbar. Und was man hier hört, überzeugt auch musikalisch, steht den erfolgreicheren Bands Anfang der 70er nicht nach: ein krautrockiger, mal orgel- mal gitarrendominierter Sound mit Elementen aus Jazzrock und Psychedelic. Der Gesang von Klaus Borucki wirkt dabei etwas wehleidig.
Ein einhelliges Urteil ist aufgrund der unterschiedlichen Herkunftsjahre des gesammelten Materials kaum abzugeben. Diese CD färbt einen weiteren weißen Flecken auf der Karte des Krautrocks der 70er Jahre. Für mich persönlich war diese Veröffentlichung aber eine besondere Freude, da ich bislang nur die LP Sexy Boy kannte. Dort wurde leider ein recht steriles Bild der Band gegeben, die ich persönlich als mitreißenden Live-Act bei einigen Konzerten Ende der 70er Jahre kennengelernt hatte. Um so erfreulicher ist es, dass nun endlich eine Aufbereitung der Geschichte von Aqua vorliegt, die sowohl musikalisch als auch von der Gestaltung des Booklets her zu überzeugen weiß. Denn auch hier bleiben Garden of Delights ihrem Standard treu und geben ausführliche Hintergrundinformationen zur Bandgeschichte, bilden Plattencover ab und bieten eine gelungene Auswahl an Bandfotos. Eine Empfehlung für den Sammler!
| Anspieltipp(s): |
Tempest, Going my way, No use to live on |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
28.8.2008 |
| Letzte Änderung: |
30.8.2008 |
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