Designios
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Luna Negra |
| Durchschnittswertung: |
8.5/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| José Luis Fernándes Ledesma |
Guitars, Santur, Flutes, Ocarinas, Percussion, Bass, Keyboards, Mandolin, Synthesizers |
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Gastmusiker
| Raul Flores |
Percussion |
| Alejandro Sanchez |
Violin |
| Angela Adam |
Violin |
| Vitali Roumanov |
Cello |
| Hugo Santos |
Stick |
| Julio Sandoval |
Bass |
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| Vera Koulkova |
Violin |
| Fernando Dominguez |
Clarinets |
| Manuel Ugarte |
Flute |
| Margarita Botello |
Voice, Crumar Spirit, Percussion |
| Hernan Hecht |
Drums |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Ave Luz
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7:58
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| 2. |
Muro Ciego
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3:53
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| 3. |
Saena
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7:32
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| 4. |
Canción para un sólo Día
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6:36
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| 5. |
Abismo
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4:20
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| 6. |
Los Designios de Géminis
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17:53
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| 7. |
Punta Cometa
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8:44
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| Gesamtlaufzeit | 56:56 |
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Rezensionen

Mit dem 2003 erschienen Album "Designios" machte José Luis Fernandez Ledesma ein paar ausladende Schritte zurück. Das Ganze ist wohl eine Art von Hommage an seine ehemalige Band Nirgal Vallis. Zumindest stammen, wenn ich den diesbezüglich im Beiheft zu findenden Text richtig auslege, zwei Stücke ("Abismo" und "Los Designios de Géminis") aus dem ehemaligen Repertoire nämlicher Band. Mit den originellen, elektronisch-symphonischen Experimenten der beiden Vorgängeralben ("Sol Central" und "Al Filo") hat das hier Gebotene jedenfalls kaum etwas gemein.
Einen tastendominierten, südamerikanischen Folkprog, oder folkigen Neoprog mit meist weiblichem, milde expressivem Sologesang, hat Ledesma hier im Angebot, der sich - wie schon angedeutet - nicht sonderlich von dem unterscheidet, was der Keyboarder 20 Jahre vorher mit Nirgal Vallis im Programm hatte. Etwa aufwendiger instrumentiert und natürlich druckvoller produziert ist das Ganze zwar, doch wird hier nicht viel Neues geboten. Letzteres war aber vermutlich auch gar nicht die Absicht Ledesmas. Vielmehr ist die Musik von "Designios" wohl eher so etwas wie ein retroprogressiver (retroneoprogressiver) Blick zurück. Als solcher ist das Album durchaus gelungen, bietet sehr melodiöse, leidlich komplexe und sehr abwechslungsreich instrumentierte, symphonisch-progressive Musik, der man gut zuhören kann, die aber sonst nicht weiter die musikspezifischen Nerven reizt, weder im negativen, noch im positiven Sinne. Anders gesagt: Das Ganze ist auf Dauer etwas langweilig.
Einzig im Mittelteil des langen "Los Designios de Géminis" hat Ledesmas Ader für musikalische Experimente Spuren hinterlassen. Hier wabern für ein paar Minuten freiformatigere, elektronisch-kantige Klanggemälde dahin und rahmen das ausladende Cello-Solo Vitali Roumanovs ein. Auch nimmt in diesem Stück die Musik ab und zu etwas an Fahrt auf und rockt komplex, klassisch-jazzig durcheinander.
Wer die Musik von Nirgal Vallis schätzt, oder auch dem stilistisch ähnlich gelagerten CD-Debüt Ledesmas - "Motivos para perderse" - etwas abgewinnen kann, der findet hier akustischen Nachschlag. Wer dagegen die wirklich progressive Seite des Mexikaners kennen lernen möchte, sollte sich an "Sol Central" und "Al Filo" bzw. die bis dato erschienen zwei Nachfolgescheiben halten!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
2.9.2008 |
| Letzte Änderung: |
2.9.2008 |
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Luna Negra, das mexikanische Label für die etwas obskureren, schrägeren Veröffentlichungen aus dem mittelamerikanischen Raum, gibt sich mit "Designios" von José Luis Fernández Ledesma überraschenderweise relativ versöhnlich.
Auf diesem Album gibt nicht nur verträumte, mystische, angejazzte Folknummern von Ledesma zu hören, er hat zum Teil auch einen Rückblick in die eigene Vergangenheit gewagt. Mit dem knapp 18-minütigen Longsong "Los designios de Géminis" und dem kurzen "Abismo" sind auf diesem Album zwei Kompositionen von Nirgal Vallis enthalten, die bisher nicht in digitaler Form erhältlich waren. Doch nicht nur aufgrund des zeitlichen Rückblickes, ist "Designios" ein stilistisch vielschichtiges, äußerst interessantes Album, für alle Liebhaber der etwas anspruchsvolleren Klänge aus Lateinamerika.
Während die beiden, sehr folkig angehauchten Eröffnungsnummern vor allem von der engelsähnlichen Stimme, der ausschließlich in spanisch singenden Margarita Botello, und federleichter Jazzuntermalung getragen werden, kommen danach mit vollständiger Bandbegleitung viel mehr der progressive Einschlag, klassische Streicherbegleitung und leichte Jazzrock-Elemente zur Geltung. So lebt z.B. die treibende, dritte Nummer "Saena" von virtuosen Soli an Keyboards und Violine, ohne jedoch dabei in lebloses Kopieren zu verfallen, jazzrockiger Unterbau sorgt für zusätzliche Bereicherung. Besonders der 18-minütige Longtrack bietet einiges an komplexen Verschachtelungen, an ausufernden Soloteilen, deren Wurzeln zurück in die 70er gehen.
Schwachpunkt bzw. gewöhnungsbedürftig sind die nicht sofort zugänglichen Melodien bzw. anhaltende Erinnerungsmomente. Man benötigt doch einiges an Zeit und Geduld, um sich in den manchmal sperrig und sprunghaft wirkenden Passagen zurechtzufinden. Auf der anderen Seite ist es gerade die reichhaltige Instrumentierung, die von Rockinstrumentarium, akustischen Instrumenten bis hin zu Streicherbegleitung reicht, die den besonderen Reiz dieses Albums ausmacht. Ledesma hat die drei Stilrichtungen Folk, Prog, Jazz Rock zu einer eigenständigen, gehaltvollen Einheit verschmolzen. Absolut keine Massenware.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
21.9.2008 |
| Letzte Änderung: |
21.9.2008 |
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