A Can Of Worms
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Andy Tillison |
keyboards, vocals, guitar, occasional drums |
| Sam Baine |
keyboards |
| Graham Young |
guitar |
| Lee Duncan |
drums |
| Jonathan Barrett |
bass |
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| Gareth Harwood |
guitar, lead vocals ("Promises of Live") |
| Guy Manning |
acoustic guitar, vocals, guitar |
| Alex King |
drums |
| Ken Senior |
bass |
| Dan Watts |
guitar, devices |
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Gastmusiker
| Roine Stolt |
guitar, vocals ("Blues For Lear") |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
A Man Of Thin Air
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5:05
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| 2. |
The Single
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5:56
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| 3. |
Unbranded
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8:36
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| 4. |
Modern
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6:00
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| 5. |
The Media Pirates
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10:33
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| 6. |
Promises of Life
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7:49
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| 7. |
Blues For Lear
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8:50
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| 8. |
Space Junk
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10:38
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| 9. |
Petroleum Addicts (+ bonus track)
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16:47
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| Gesamtlaufzeit | 80:14 |
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| Disc 2 |
| 1. |
Afterlifecycle Sequence
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28:00
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| 2. |
Embalmed In Acid
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5:42
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| 3. |
Four Egos One War
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20:14
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| 4. |
Fadge part one
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3:33
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| 5. |
A Kick In The Teeth
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6:44
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| 6. |
Unforgiving Skies (+ bonus track)
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16:03
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| Gesamtlaufzeit | 80:16 |
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Rezensionen

Warum manche Bands Erfolg haben und andere wieder nicht, dass ist vermutlich eines der unlösbaren Rätsel der Menschheit (zumindest für den musikinteressierten Teil). Parallel or Ninety Degrees sind auf jeden Fall keine Band, der Zeit ihres Bestehens Erfolg beschieden war. Erst als ein ?Seitenprojekt? des Bandleaders Andy Tillison plötzlich abhob und innerhalb eines Monats mehr Alben verkaufte, als Po90 bis dahin von allen Alben zusammen (die Rede ist natürlich von The Tangent), fiel etwas mehr Licht auf Tillisons 'andere' Band. Nachzulesen ist das Ganze im Booklet zu ?Cans of Worms?, Untertitel ?The Best of Po90 1996 ? 2001?. Hier beschreibt Tillison mit Understatement und Humor, aber auch einem leichten frustrierten Unterton, die Leidensgeschichte von Po90 bis zum Erfolg von The Tangent, welcher letztlich die ?Karriere? von Po90 endgültig auf Eis legte. ?Auf Eis? deshalb, weil Tillison betont, dass die Band sich niemals endgültig aufgelöst hat und er nicht ausschließen will, dass es zu einer weiteren Zusammenarbeit / Veröffentlichung in der Zukunft kommt.
Die Alben von Po90 sind durchweg kaum mehr erhältlich. Da muss man schon viel Glück haben, eines irgendwo abzustauben. Den Ruf der Fans nach Neuauflagen hat Tillison bisher tunlichst überhört oder sich ein derartiges Projekt angesichts des bisherigen Misserfolgs einfach nicht zugetraut. Jetzt gibt es also mit dem Doppel-Album ?Can of Worms? zumindest einen Kompromiss. Hier sind Aufnahmen der bisher erschienenen Studioalben enthalten, womit man sich schon mal einen Überblick über das Wirken von Po90 verschaffen kann (und sicherlich den einen oder anderen Prototyp eines Tangent-Songs entdecken kann). Als Goodies gibt es dann außerdem eine Neuaufnahme des ?Blues For Lear? mit Roine Stolt an der Gitarre (wobei es diesen Titel schon mal als Download über die Tangent-Homepage gab, da für das erste Tangent-Album vorgesehen war, aber dann nicht zum Zuge kam) und bisher unveröffentlichte Aufnahmen eines geplanten Po90-Albums, welches dem Tangent-Hype zum Opfer gefallen ist. Wobei ?Four Egos One War? inzwischen auf ?Not As Good As The Book? als Tangent-Song veröffentlicht wurde.
Po90 sind eigentlich eine höchst erstaunliche Band. Auf Basis moderner, treibender Rockmusik, die Ausflüge in Grunge, HardRock, TripHop und gar punkige Gefilde unternimmt, wird mit geradezu klassischer, stark Emerson-beeinflusster Keyboard-Arbeit und psychedelisch-floydigen Anleihen, eine ganz eigene Mischung kreiert. Durch die häufigen Wechsel im Band-LineUp kamen mit den neuen Musikern auch immer wieder neue Ideen in die Band, was den Sound von Po90 zusätzlich kontinuierlich veränderte. Der Vergleich mit Porcupine Tree, deren Aufstieg sich ein Stück weit parallel abspielte, ist gar nicht mal soweit hergeholt, wobei sich Po90 niemals so stark an ein Vorbild wie die zeitweiligen Floyd-Epigonen anlehnen. Und da stellt sich dann schon die Frage, warum Porcupine Tree derart abgehoben haben und Po90 schlichtweg eine Randnotiz geblieben sind. Rein musikalisch muss sich Po90 wie gesagt nicht verstecken. Von den Anfängen, in denen oftmals nur als Duo agiert wurde, bis hin zu ?More Exotic Ways To Die? entwickelt sich die Band stringent weiter und erreicht schließlich eine wirkliche Eleganz, die sich auch in der gelungenen Art widerspiegelt, wie längere Stücke ohne Kitsch und allzu gestriger Gestik ausgearbeitet werden. Die bisher unveröffentlichten Stücke des geplanten 2002er Albums ?A Kick in the Teeth for Civic Pride? zeigen sogar einen ordentlichen Schuss Aggressivität. Moderner Prog mit Verve und Schmackes, der seinen Wurzeln offen legt, aber eben nicht kopiert, sondern sich inspirieren lässt. In besseren Zeiten würde ?The Single? vermutlich mindestens bei rock-orientierten Radiosendern die Charts stürmen. Wer Tillison mit The Tangent auf einen 70er-Jahre-Kopisten reduziert hat, der sollte sich hier mal einhören.
Den Gesang von Tillison muß man natürlich akzeptieren können, wobei der in dieser rauheren Musik gar nicht mal so auffällt. Aber ein großer Sänger ist Tillison natürlich definitiv nicht.
Deplatziert erscheint auf diesem Album lediglich das Hammill-Cover ?Modern?, weil es sich stilistisch doch, trotz gelegentlicher Van der Graaf-Einflüsse in Tillisons Musik, deutlich vom Rest abhebt. Außerdem stellt das von Guy Manning und Andy Tillison seinerzeit veröffentlichte Hammill- / VdGG-Hommage-Album ?No More Travelling Chess? nicht gerade eines der stärksten Werke dar (auch wenn es nicht wirklich schlecht ist). Na ja, macht nichts, ?A Can of Worms? ist ein interessantes Lebenszeichen einer ungewöhnlichen zeitgenössischen Progband, die leider bislang weitgehend übersehen wurde und dann dem erfolgreicheren Projekt zum Opfer fiel. Aber vielleicht ist hier das letzte Wort noch nicht gesprochen.
| Anspieltipp(s): |
A Man Of Thin Air, The Single, A Kick In The Teeth |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
26.12.2008 |
| Letzte Änderung: |
26.12.2008 |
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Inzwischen sind die Alben von Parallel or 90 Degrees vegriffen und daher nur zu "Liebhaberpreisen" zu bekommen. Als sie noch normal zu haben waren, konnte ich "The Time Capsule" und "No More Travelling Chess" erwerben. Dass ich die restlichen CD's von Parallel or 90 Degrees nicht besitze, liegt absurderweise daran, dass Cyclops Label damals auf sehr teure Versandoptionen bestand, also habe ich das sozusagen aus Prinzip sein gelassen. Es ist gut vorstellbar, dass es vielen Musikhörern in Europa (und ausserhalb) ähnlich ging. Gleichzeitig verstand man bei Cyclops records nicht so ganz, wieso sich die Alben nicht so gut verkaufen...
Also war ich nun auf den Eindruck neugierig, den die Zusammenstellung "A Can of Worms (The best of Po90 - plus unreleased recordings from 2002)" bei mir hinterlassen würde.
Gleich zu Anfang bin ich von der rauhen Energie von "A man of thin air" sehr positiv überrascht. "The Single" nervt durch den schwachen, mainstreamigen Songteil. Bei dem rockig-gutklassigen Prog von "Unbranded" stellt sich - wie so oft bei Parallel or 90 Degrees - die Frage: ist das nun ein schlecht spielender Schlagzeuger, oder eine Drummaschine? "Modern": an diesem Hammill-"Klassiker" muss wohl jeder scheitern, Andy Tillison erweist sich aber trotzdem als tapferer Kämpfer. "The media pirates" offenbart die Qualitäten von Parallel or 90 Degrees: leicht düsterer, oft aggressiver Progressive Rock, der viel Van der Graaf Generator und Pink Floyd zu verdanken hat. Mit "Promises of life" folgt eine floydige Ballade. "Blues for Lear" (Version von 2002 mit Gesang von Roine Stolt) : Bei Po90 ist Blues drin, wenn Blues drauf steht (dabei fällt mir "Ceasar's Palace Blues" von UK ein, wo bisher wahrscheinlich keiner ausser Wetton verstanden hat, was es mit dem Titel auf sich hat..). "Space junk" : futuristisch und kalt wirkender Progressive Rock mit elektronischen Einsprengseln. Hervorragend! Ebenso "Petroleum addicts" : zunächst Endzeitstimmung im Wechsel mit Tanzrhythmen. Anschließend das obligatorische, bombastische Finale. Zum Ausgang von Disk 1 kommt noch eine auf dem Cover verschwiegene, rauh und ungemischt klingende Konzertaufnahme.
Der fast halbstündige Monstertrack "Afterlifecycle" von 1997 eröffnet die zweite CD. "Afterlifecycle" bietet viele der bereits genannten Merkmale von Po90. Die atmosphärisch-floydigen Passagen treffen auf energetischen Progressive Rock, bei dem die harten Gitarren über die sonst bestimmenden Keyboards Oberhand gewinnen. Dieses wird wiederum von an frühen Porcupine Tree erinnernden Sequenzen abgelöst. Es folgt bei Po90 nicht gänzlich überraschender, fliessender Übergang zum tanzbaren Elektronikrock. Damit ist nur ein Teil der mehrteiligen Komposition einigermaßen beschrieben. "Embalmed in acid" von 2001 ist wohl am besten mit Songwriter Progrock a la Peter Hammill beschrieben. "Four ages one war" lässt mich anfangs an Songs von Steven Wilson denken. Aber dieser Teil dient nur als Intro für temperamentvollen Retroprog, bei dem Sachen wie Fanfaren-Synthesizer oder lyrische Parts für akustische Gitarren und Mellotronflöte das Herz erfreuen. "Fadge part one" : eine unheimlich kraftvolle Alternativ Space Prog-Nummer (eine Synthese von Alternative, Space und Progrock), von einem Hammerbass getragen und im Refrain mit Mellotronstreichern aufgehübscht. "A kick in the teeth" vermischt süssliche Songpassagen, die auch von Roine Stolt sein könnten mit ähnlich spaciger Mischung wie auf "Fadge part one". Das waren drei unveröffentliche, ausgezeichnete Songs von 2002.
(Fast) zum Abschluss dieser empfehlenswerten Zusammenstellung erklingt "Unforgiving Skies" von 1998. Als würde Roger Waters für akustische Teile sorgen, die durch melancholischen Progrock und dann auch noch durch moderne Elektronik abgelöst werden. Auch auf Disk 2 findet sich ein ungenannter Bonus Track. Es ist eine instrumentale, leicht melancholische Studioaufnahme mit repetitiven Keyboards in der Hauptrolle, die von der Rhythmustruppe begleitet werden.
"The Time Capsule" und "No More Travelling Chess" waren für mich ein denkbar schlechter Einstieg in die Welt von Po90. Hätte ich damals geahnt, dass die Band viel besser sein kann, hätte ich vielleicht sogar die Preise von Cyclops records bezahlt.
Wann gibt es endlich alle Studioalben (vielleicht bis auf "No more travelling chess") als Neuauflage?
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
28.2.2009 |
| Letzte Änderung: |
28.2.2009 |
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Diese Doppel-Best-Of-CD irritiert, provoziert und versöhnt am Ende die Erwartungen des Hörers.
"A can of worms" ist ein Ritt durch die Musik-Gefilde von Andy Tillisons Vorgängerband Parallel Or 90 Degrees. Mit allen Risiken und Nebenwirkungen. Natürlich sind die Studioalben aus dem Jahre 1996-2002 längst vergriffen und somit nicht mehr offiziell erhältlich, aber musste es dann doch eine "Best of" CD werden? Wäre hier nicht eine Wiederveröffentlichung der stärksten PO90D-Alben mit eventuellen Bonustracks die besser Wahl gewesen? Gerade für die neu geweckte Hörerschaft, hervorgerufen durch den mittlerweile hohen Bekanntheitsgrad von The Tangent, oder für alle, die das eine oder andere gute Werk der Band versäumt haben. Zudem handelt es sich meist um Konzeptalben mit etlichen Songzyklen, die hier völlig aus dem Zusammenhang gerissen werden. Na ja, vielleicht kommt zu einem späteren Zeitpunkt zu einer Zweitauflage und dann gilt in diesem speziellen Fall: Abgezockt und unendlich clever. Aber noch ist es ja nicht so weit. Also beherrschen wir uns und hören so unvoreingenommen zu wie nur irgendwie möglich.
Der Aufbau beider CDs sieht wie folgt aus:
Drei Stücke stammen von "More exotic ways to die", dem wohl ausgereiftesten und besten Album der Band. Hier zeigen sich alle Qualitäten, die PO90D auszeichnen. Progressive Rock der 70er, auf Augenhöhe mit Van Der Graaf Generator oder Emerson, Lake & Palmer, dazu eine psychedelische, moderne sowie aggressive Note, in der man fast wie Porcupine Tree oder Radiohead klingt. Ebenfalls drei Stücke kommen vom Album "The time capsule". Hier hat man für meinen Geschmack genau die falschen Songs ausgewählt. Denn diese drei sind die eigentlichen Schwachpunkte der CD, es fehlt die eigene Handschrift und das breite musikalische Spektrum. Etwas zu flach, zu unspektakulär sprudeln diese Tracks umher, einmal fast radiotauglich, das andere Mal akustisch-atmosphärisch im Floyd-Sound. Zwei Stücke stellt das Werk "Unbranded" - da passt die Songauswahl wieder besser. Herzerfrischend wie in guten alten VdGG-Zeiten röhrt die Orgel, die Gitarre spielt mit Leidenschaft und Kraft, und im Sound sind an manchen Stellen sogar Drum'n'Bass-Rhythmen zu hören. Fehlen also noch die beiden Frühwerke "The corner of my room" und "Afterlifecyle" - besonders lobenswert ist hierbei das 28minütige Medley aus "Afterlifecyle". Ein Potpourri, welches aus verschiedenen Teilen des Albums besteht, aber dennoch über spaceartige Sounds miteinander verbunden ist. Porcupine Tree Fans der ersten Stunde werden begeistert sein. Lediglich ein ab und an übernehmendes E-Schlagzeug klingt ziemlich blutleer und wenig perfekt. Die VdGG-Coverversion "Modern" stammt eigentlich von einer Kassettenaufnahme unter dem damaligen Bandnamen "Gold Frankincense and Diskdrive" (Besetzung: Andy Tillison + Guy Manning) und ist nicht nur soundtechnisch mäßig aufregend. Die restlichen Songs sind unveröffentlichte Tracks aus dem Jahre 2002, die eigentlich für ein weiteres PO90D-Album gedacht waren. Doch es kam The Tangent dazwischen, so dass der geniale Song "Four egos one war" (hier in der Urfassung zu hören) für das neue Projekt (CD - "Not as good as the book") genutzt wurde. Aber auch die drei anderen "rare and unreleased" Sachen sind sehr gut anzuhören, wie z.B. der unter Mithilfe von Roine Stolt ebenfalls im Jahr 2002 neu eingespielte Song "Blues for Lear".
Unterm Strich ist "A can of worms" (wenn denn meine Befürchtungen von oben nicht eintreffen) eine lohnenswerte Anschaffung, da es viele interessante und kompromisslose musikalische Bausteine zu entdecken gibt.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
8.11.2011 |
| Letzte Änderung: |
8.11.2011 |
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