Even Horses
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Eigenverlag |
| Durchschnittswertung: |
9/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Martin Garden |
vocals |
| Marc Imann |
guitar |
| Thomas Janzon |
bass, chapman stick |
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| Stefan Nawrocki |
keyboards |
| Olav Quick |
drums |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
nemesis
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6:33
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| 2. |
holy sun
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8:06
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| 3. |
stranded
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6:41
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| 4. |
out there
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8:01
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| 5. |
another first time
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6:13
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| 6. |
u.s.c.h.i.
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6:40
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| 7. |
oblivion
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12:47
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| 8. |
crossroads and deadends
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6:37
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| 9. |
mojave knew
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4:34
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| 10. |
brazen lies
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10:16
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| Gesamtlaufzeit | 76:28 |
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Rezensionen

?...no unicorns were harmed during this recording...? steht im Booklet. Also, Humor scheinen sie ja zu haben, die fünf Jungs aus deutschen Landen, die Progressive Rock spielen wollen und dabei nicht allzu klischeebeladen und bierernst vorgehen wollen. Humor-Prüfung bestanden, über Klischees wird noch zu reden sein.
Even Horses, entstanden aus den Ruinen diverser anderer Bands, unter anderem Last Turion, die es auch schon zur Erwähnung auf diesen Seiten gebracht haben, legen also ihr Debüt vor. Und während sie die Sache vielleicht wirklich nicht allzu bierernst angehen (auch die Selbstvorstellung auf der Band-Homepage lässt das vermuten), tauchen sie doch umso heftiger in die Klischee-Ecke ein. Even Horses spielen NeoProg und zwar mit allem was dazu gehört... überbordenden Keyboardpassagen mit dichten Flächen, gelegentlichen Quietsch-Attacken und hohen Klanggebirgen, Marschrhythmus-Drums, solider Bass und kraftvolle Gitarrenpassagen, durchaus mal heftiges Riffing, aber vor allem melodische Soli. Dazu Sänger Garden, der mit hoher, aber nicht quietschiger oder kreischiger, Stimme tonsicher und selbstbewusst seine Texte vorträgt. Garden überzeugt als Rockshouter, wie auch in ruhigen Passagen. Im längsten Track des Albums - ?oblivion? - erweist er sich gar als Geschichtenerzähler im besten Mad Hatter-Stil. Der Gesang ist ganz klar ein Pluspunkt bei Even Horses.
Aber wie gesagt, auch die anderen Musiker wissen zu überzeugen. Die Rhythmusarbeit ist solide und druckvoll. Keyboarder Nawrocki und Gitarrist Imann haben viel Raum und agieren fast gleichwertig. Wobei gerade Imann schon ordentlich in die Saiten greifen darf, wo ich ja dann gerne von NeoProgMetal rede. Das ist natürlich nicht 'Metal' im Sinne der reinen Lehre, aber wir sind ja hier unter Proggies und da sollte so ein Hinweis schon angebracht sein. Im Instrumental "u.s.c.h.i." wird's gar ein bisserl frickelig.
Soll man, kann man, muss man in 2009 noch Neoprog spielen? Na ja, wenn man es denn schon tut (und warum eigentlich nicht?), dann sollte man es so stilvoll und engagiert wie Even Horses tun. Die Jungs vermeiden zwar kaum ein Klischee ? Marillion, Arena, Dream Theater, Saga und Co. haben deutliche Spuren hinterlassen - und die eine oder andere Tastenpassage stellt die Hörer auf eine harte Probe, aber letztlich überzeugen sie mit Spielfreude und kompetentem Vortrag. Die gute Produktion, die dem Album den nötigen Biss verleiht, tut ihr übriges zum positiven Gesamteindruck. Für Genrefans sollte Even Horses Debütalbum ein echter Tipp sein.
| Anspieltipp(s): |
holy sun, u.s.c.h.i., oblivion |
| Vergleichbar mit: |
Marillion, Chain, Forgotten Suns, Saga, Frameshift usw. |
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| Veröffentlicht am: |
10.2.2009 |
| Letzte Änderung: |
10.2.2009 |
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Während ihre einstigen Gruppen Graymalkin und Last Turion wie ein lauer Morgenwind, ohne größeren Eindruck zu hinterlassen an der Musikwelt vorüber zogen, formierte man sich nun zur Band Even Horses, um einen Neuanfang zu starten.
Die Bandbreite der zehn Titel erstreckt sich von pathetischem Neo Prog über energetischen Powerrock bis zu leicht schmachtigen Rockballaden und Bombast-Hymnen. Die Stücke funktionieren, haben einiges an Zug nach vorne, die Gitarre geht rasant-metallisch dazwischen, der Bass drückt, das Schlagzeug hat ebenfalls genug Treibstoff, der Gesang ist passend emotional und die Keyboards weben einen dichten Klangteppich.
Alles bestens also! Fast alles, denn nüchtern betrachtet haben sich die fünf Jungs aus Deutschland mächtig an der Melodic Hard Rock- und Neoprog-Schmuckschatulle aus den 80er / 90er Jahren bedient. So bewegt sich vieles auf dem nicht allzu breiten Grad zwischen Marillion, Saga, Dream Theater, Clepsydra, IQ, Arena usw. Manche Momente und Effekte klingen dadurch recht abgenutzt, eingefahren und langweilig. Man ist als Hörer immer den gewissen Schritt voraus. Zudem ist der recht hohe Gesang - klingt wie eine Mischung aus Peter Nicholls (IQ) und Geddy Lee (Rush) - in den bissigen Lagen zu sehr gepresst und überstrapaziert - eventuell hätte hier eine leisere Gesangsabmischung Abhilfe geschaffen. Ansonsten ist die Stimme von Martin Garden ein deutlicher Pluspunkt.
Somit ist der Band insgesamt ein ordentlicher Neuanfang zu bescheinigen, eine Note zu glatt und berechenbar vielleicht, aber noch mehr kann ja noch kommen.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
7.11.2011 |
| Letzte Änderung: |
7.11.2011 |
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