At The Mountains Of Madness
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Tzadik |
| Durchschnittswertung: |
14/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| John Zorn |
alto sax |
| Marc Ribot |
guitar |
| Jamie Saft |
keyboards |
| Ikue Mori |
electronics |
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| Trevor Dunn |
bass |
| Joey Baron |
drums |
| Kenny Wollesen |
drums |
| Cyro Baptista |
percussion |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Lilin
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16:14
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| 2. |
Metal Tov
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5:35
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| 3. |
Karaim
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16:16
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| 4. |
Hath-Arob
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5:17
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| 5. |
Abidan
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8:10
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| 6. |
Idalah-Abal
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6:34
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| 7. |
Kedem
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15:41
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| 8. |
Yatzar
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6:06
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| Gesamtlaufzeit | 79:53 |
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| Disc 2 |
| 1. |
Tekufah
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17:59
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| 2. |
Hath-Arob
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6:56
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| 3. |
Abidan
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9:59
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| 4. |
Metal Tov
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5:52
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| 5. |
Karaim
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15:16
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| 6. |
Idalah-Abal
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6:08
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| 7. |
Kedem
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14:47
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| Gesamtlaufzeit | 76:57 |
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Rezensionen

John Zorn wird ja im allgemeinen dem Jazz zugerechnet, was aber nicht ausschließt, dass die eine oder andere Aktivität dieses Herrn auch durchaus für Progger interessant sein könnte. Manches Projekt ist gar sowieso grenzübergreifend angelegt und überhaupt kann man so einen Künstler nicht einfach so den drögen Jazzern überlassen.
Electric Masada ist eines dieser John Zorn-Projekte, welches zumindest diejenigen Progger ansprechen sollte, die sich schon immer mal eine zeitgemäße, weiterentwickelte, moderne Variante des Mahavishnu Orchestras gewünscht haben. Am besten gepaart mit avantgardistischem Krach, wie ihn zum Beispiel zuweilen Sleepytime Gorilla Museum produzieren. Und dann vielleicht auch noch getränkt mit orientalischen Klezmerversatzstücken und melancholischen Melodien... voilà ?At The Mountains Of Madness?. 2004 waren Electric Masada auf Europa-Tour und präsentierten Material aus dem Masada-Songbook, wie auch von anderen Zorn-Projekten, wie z.B. Naked City. Zwei Konzerte ? in Moskau und in Ljubiljana ? wurden mitgeschnitten. So finden sich auf diesem Doppelalbum einige Doppelungen, da die Setlist an beiden Abenden kaum differierte, aber das macht nicht viel aus. Die Musiker genehmigen sich immer wieder kleine Unterschiede und hier wird sowieso das eine oder andere Mal improvisiert. So erhält man also keine 1:1-Versionen. Außerdem sind die jeweiligen Opener ?Lilin? und ?Tekufah? unterschiedlich und alleine das Geld wert.
Die dreifach besetzte Rhythmussektion ist das Geheimnis von Electric Masada und treibt die Songs unerbittlich voran. Baron, Wollesen und Baptista entfachen ein Percussion-Gewitter der besonderen Art. Aber sie können sich auch zurücknehmen und die Band in ruhigeren Passagen, gerade im hoch-emotionalen ?Karaim?, sanft tragen. Trevor Dunn entlockt dem Bass melodisch-jazzige Linien. Nicht lumpen lassen sich auch Keyboarder Saft und die japanische Elektronikerin Mori, die mit einem Laptop bewaffnet, die abstrusesten Quietsch- und Flirrklänge ins Klanggewusel abfeuert. Wenn dann noch Zorns Alto Sax wild aufkreischt und Marc Ribot die Gitarre jaulen lässt, kann das Avantgarde-Metal-Prog-Jazz-Klezmer-Festival beginnen. Rohe, unverfälschte Energie, avantgardistischer Krach, fulminanter JazzRock bestimmen das Wesen von Electric Masada.
Daneben gibt es aber auch ruhige, fast verträumt-melancholische Passagen. Die Gitarre zitiert unverhohlen einen arabischen Blues und die Band steigert sich in annähernde sinfonische Klangkathedralen. Faszinierende Gegensätze, welche die exzellenten Musiker mit Leichtigkeit und Spielfreude dem erstaunten und entzückten Publikum präsentieren.
So, der Worte genug. Man kann das hier zu hörende ohnehin nicht wirklich adäquat in Worte fassen, aber den Albumtitel ?At The Mountains Of Madness? darf man getrost für bare Münze nehmen.
P.S.: Sehr hübsch verpackt ist das Ganze auch noch. In einem Pappschuber, der orientalische Ornamente als Bild zeigt, steckt ein aufklappbares Digipak mit den beiden CDs. Sieht sehr edel aus.
| Anspieltipp(s): |
Tekufah (für die Energie), Karaim (für das Gefühl), aber eigentlich einfach durchhören! |
| Vergleichbar mit: |
Das Mahavishnu Orchestra im 21. Jahrhundert jammt mit Sleepytime Gorilla Museum über Klezmerthemen... oder so ;-) |
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| Veröffentlicht am: |
22.2.2009 |
| Letzte Änderung: |
22.2.2009 |
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