Roots To Branches
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Chrysalis |
| Durchschnittswertung: |
8.5/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Ian Anderson |
Gesang, Flöte, Gitarre |
| Martin Barre |
Gitarre |
| Doane Perry |
Schlagzeug |
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| Andrew Giddings |
Keyboards |
| Steve Bailey |
Bass |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Roots To Branches
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5:12
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| 2. |
Rare And Precious Chain
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3:34
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| 3. |
Out Of The Noise
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3:24
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| 4. |
This Free Will
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4:04
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| 5. |
Valley
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6:08
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| 6. |
Dangerous Veils
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5:33
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| 7. |
Beside Myself
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5:49
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| 8. |
Wounded, Old And Treacherous
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7:50
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| 9. |
At Last, Forever
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7:55
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| 10. |
Stuck In The August Rain
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4:06
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| 11. |
Another Harry's Bar
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6:22
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| Gesamtlaufzeit | 59:57 |
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Rezensionen

Zum 95er "Jethro Tull"-Album gab es wieder einmal Besetzungsneuigkeiten zu berichten: der langjährige Bassist Dave Pegg verabschiedete sich langsam von der Band. Er spielt auf "Roots To Branches" nur noch auf drei Stücken; auf den restlichen Nummern wird er vertreten von Steve Bailey. Ansonsten wirken natürlich der unvermeidliche Ian Anderson sowie sein Weggefährte Martin Barre mit und der auch seit einer Weile mit der Band assozierte Drummer Doane Perry. Dazu Andrew Giddings als Keyboarder.
Aber auch musikalisch gibt es Neues zu berichten: Ian Anderson hatte sich auf Reisen weitergebildet und sich mit fernöstlicher Musik und Flötentechnik beschäftigt. Dieser Einfluss ist auf dem ganzen Album zu finden, z.B. greift Anderson nicht nur auf seine bewährte Metall-Querflöte, sondern auch auf eine Bambusflöte mit einem klareren schärferen Ton zurück, z.B. gleich im eröffnenden Titelstück mit einem genialen Einstiegsglissando. Aber auch kompositorisch ziehen sich arabisch und indisch anmutende Riffs und Melodien durch das ganze Album, sei es in Barres gewohnt knackig röhrender E-Gitarre, den Flötenmelodien oder dem Gesang. Ich finde diesen Einfluss durchaus erfrischend; er passt erstaunlich gut zu Tulls ansonsten oft sehr englischer Musik. Übrigens gefällt mir auch Keyboarder Giddings sehr gut: geschmackvolle und sehr songdienliche Sounds und Linien; leider ist er im Vergleich zur Gitarre meist recht in den Hintergrund gemixt.
Vielleicht wäre der Sound des Albums so am besten beschrieben: intelligenter Hardrock mit asiatischen Einflüssen. Natürlich ist dies eine Vereinfachung, da auch andere Elemente mit den orientalischen Versatzstücken kombiniert werden, siehe das jazzige Intro zu "Out Of The Noise". Und natürlich gibt es einige Stücke, die gar nicht in dieses Schema passen, insbesondere am Ende der Platte das wirklich hymnische "Stuck In The August Rain" und das melancholische "Another Harry's Bar" voller akustischer und cleaner elektrischer Gitarre, das mich ähnlich wie "Said She Was A Dancer" von "Crest Of A Knave" ungemein an "Dire Straits" erinnert.
Dennoch: vorher ist der orientalische Einfluss überaus stark zu hören. Und das gehört auch zu den Problemen dieser Platte: viele der Stücke klingen untereinander ungemein ähnlich, und es fällt mir schwer, sie dauerhaft auseinanderzuhalten. Ein bisschen mehr Abwechslung und eigenständiger Charakter der Nummern würde mir besser gefallen, wenn ich auch i.A. den neuen, hier vertretenen Tull-Stil durchaus gut finde. Ein zweites Problem der CD sind Ian Anderson deutlich hörbare Stimmprobleme. Seine Tonumfang hat einfach ungemein nachgelassen, und obwohl die Stücke dies schon berücksichtigen, hört man dennoch seine Anstrengung; viele Melodien klingen doch sehr einfach. Bei "Dot Com" habe ich das Gefühl, dass Andersons Stimme wieder besser geworden ist, aber hier auf "Roots To Branches" sind die Probleme deutlich zu hören.
Von diesen Schwächen abgesehen, finde ich das Experiment "Roots To Branches" durchaus gelungen; wenn die Platte auch sicher nicht zu Tulls stärksten gezählt werden kann, so ist sie doch für Fans der Band auf jeden Fall zu emfehlen.
| Anspieltipp(s): |
Roots To Branches, Valley |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
16.5.2002 |
| Letzte Änderung: |
16.5.2002 |
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Anfang der 90er waren Jethro Tull zu ihren Blueswurzeln zurückgekehrt, ein paar Jahre später ging es in eine ganz neue Richtung. Deutliche Einflüsse asiatischer Musik prägen Roots to Branches; schon Andersons kurz zuvor erschienenes Soloalbum Divinities zeigte ähnliche Tendenzen, dort allerdings in weitgehend "unrockigem" Kontext.
So richtig deutlich ist der Ethno-Anteil aber eigentlich nur in der ersten Albumhälfte, speziell in Songs wie Rare and Precious Chain, wo Doane Perry die orientalische Stimmung noch durch allerlei exotisches Schlagwerk verstärkt. Die Songs der zweiten Hälfte entsprechen dann doch eher dem typischen Tull-Stil mit der einfach unnachahmlichen Mixtur aus vertracktem Hardrock und unpeinlichen Balladen, hie und da mit ein paar jazzigen und (hier recht wenigen) folkigen Einsprengseln angereichert. Dabei gibt es auch an eine Stelle einen Griff in die Vergangenheit: in At Last, Forever wird ein paar Mal ein winziges Stückchen aus dem Song Hunting Girl von 1977 zitiert.
Die eigentlich recht schöne Platte hat leider zwei Wermutstropfen. da wären einmal die schon von Udo erwähnten Stimmprobleme Ian Andersons, zum anderen klingen manche Songs für mich etwas "bemüht", so als gingen Anderson die Kompositionen nicht mehr so leicht von der Hand. Insbesondere Valley ist so ein Fall. Insgesamt ist dies dennoch ein gelungenes Album mit einigen für Jethro Tull völlig neuen Einflüssen.
| Anspieltipp(s): |
Rare and Precious Chain, Another Harry's Bar |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
11.9.2007 |
| Letzte Änderung: |
11.9.2007 |
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