Hello, Voyager
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Carla Bozulich |
Gesang, Gitarre, Harmonium, Percussion |
| Tara Barnes |
Bass |
| Shahzad Ismaily |
Gitarre, Schlagzeug |
| Jon Claude |
Percussion |
| Eric Craven |
Schlagzeug |
| Gamble |
Percussion |
| Luc Paradis |
Schlagzeug |
| Jessica Moss |
Violine |
| Nadia Moss |
Orgel |
| Thierry Amar |
Kontrabass |
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| Beckie Foon |
Cello |
| Gen Heisteck |
Viola |
| Sophie Trudeau |
Violine |
| Nels Cline |
Gitarre |
| Efrim |
Gitarre |
| Brooke Crouser |
Gitarre |
| Noah Cannon |
Trompete |
| David Payant |
Schlagzeug |
| Zsofi |
Schlagzeug |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Winds of St. Anne
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4:06
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| 2. |
Smooth Jazz
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2:29
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| 3. |
Lucky Lucky Luck
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3:27
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| 4. |
For the L'il Dudes
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2:48
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| 5. |
The Blue Room
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4:53
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| 6. |
Truth is Dark Like Outer Space
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2:26
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| 7. |
The Frozen Dress
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6:28
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| 8. |
Paper Kitten Claw
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5:14
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| 9. |
Hello, Voyager!
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12:13
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| Gesamtlaufzeit | 44:04 |
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Rezensionen

Auf dem zweiten Album des "Sleepytime Gorilla Museum"-Nebenprojekts The Book Of Knots gibt es ein wunderbares Stück, in dem eine Dame namens Carla Bozulich mit einer kaum zu ertragenden Intensität ihren Text herausschreit und -kotzt. Aber wer ist bloß Carla Bozulich? Nun, in Zeiten des Internets ist es ja kein Problem mehr, so etwas in Erfahrung zu bringen, und so zeigte sich, dass die Dame bereits eine ansehnliche Diskographie aufzuweisen hat, sowohl solo als auch mit diversen Bands. Ihr jüngstes Projekt heißt Evangelista, benannt nach einem 2006 erschienen Soloalbum; die Musiker der zugehörigen Tour wurden kurzerhand zur Band ernannt.
Zu Carla Bozulichs Mitmusikern gehören u.a. Shahzad Ismaily (2 Foot Yard, Secret Chiefs 3) sowie einige Mitglieder der kanadischen Postrocker A Silver Mt. Zion. Allerdings ist der Begriff "Band" für Evangelista vielleicht doch etwas übertrieben; die Besetzung auf den einzelnen Stücken variiert sehr stark, vom Solo bis zur 11-Personen-Kapelle, und es gibt niemanden, der auf allen Stücken dabei ist - nicht einmal Carla Bozulich selbst!
Auch musikalisch differieren die Stücke ganz deutlich, von avantgardistischem Krach mit punkigem Geschrei über Kammer-Art-Pop bis zu Postrock im Gewand moderner Klassik wird hier eine beeindruckende stilistische Bandbreite geboten. Trotzdem klingt das Album nicht zerrissen, vor allem die beeindruckende Stimme - Carla Bozulich kann übrigens durchaus auch ganz "normal" singen - hält alles zusammen, ebenso die durchweg die durchweg "dunkle" Stimmung, die von melancholisch bis morbide reicht.
Mit Winds of Saint Anne und Smooth Jazz geht es schon recht heftig los, aggressives Gitarrengeschrubbe und -gegrummel mit punkig herausgekotztem Gesang.
Lucky Lucky Luck schlägt dann plötzlich jazzig-bluesige Töne an, klingt dabei aber genau so kaputt wie seine beiden Vorgänger.
For the Li'l Dudes ist ein Streichquartett, interpretiert ausschließlich von Musikern der Postrocker A Silver Mt. Zion, das in typisch postrockiger Manier dahin mäandert - Kammerpostrock sozusagen.
The Blue Room setzt ebenfalls vor allem auf Streicher. Dieses Stück erinnert in seiner Machart klar an 2 Foot Yard, mit denen Carla Bozulich auch schon aufgetreten ist.
Truth is Dark Like Outer Space legt nach den intimen Klängen der beiden vorangegangenen Stücke ein paar Gänge drauf. Punkig krachende Gitarren von "A Silver Mt. Zion"-Gitarrist Efrim (die Musiker dieser Band verschweigen bekanntlich gerne ihre Nachnamen) geben hier den Ton an.
The Frozen Dress ist von Carla Bozulich komplett solo eingespielt. Ein seltsam mäandernder Klangstrom aus böse grummelnder E-Gitarre und textlosen Lautäußerungen, die streckenweise an das Heulen von Sirenen gemahnen, erzeugen eine äußerst beklemmende Stimmung.
Paper Kitten Claw ist wieder so ein intimes Stückchen "Kammer-Singer/Songwriter", wie es auch von 2 Foot Yard stammen könnte.
Mit dem abschließenden Titelstück kommt dann der absolute Overkill. Von den 11 Musikern, die hier am Werk sind, werden gleich sieben mit Schlaginstrumenten aufgeführt, entsprechend scheppert und rasselt es permanent. Dazu schreit und brüllt sich Frau Bozulich derart die Seele aus dem Leib, dass sie danach eigentlich ein paar Wochen heiser gewesen sein muss.
Insgesamt ist dies mal wieder eine faszinierende Entdeckung vor allem für die unter uns, die gerne die dunkle, abartige, kaputte Seite des Prog erkunden. Liebhaber von Bands wie Book of Knots oder 2 Foot Yard liegen hier richtig.
| Anspieltipp(s): |
Winds of Sainte Anne, The Blue Room |
| Vergleichbar mit: |
Book of Knots, 2 Foot Yard |
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| Veröffentlicht am: |
15.4.2009 |
| Letzte Änderung: |
15.4.2009 |
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