Boxing Dreams
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Sean Noonan |
electro-acoustic drum set, percussion |
| Aram Bajakian |
guitar |
| Marc Ribot |
guitar |
| Susan McKeown |
vocals |
| Abdoulaye Diabaté |
vocals, conga |
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| Mat Maneri |
viola |
| Jamaaladeen Tacuma |
bass |
| Thierno Camara |
bass, vocals |
| Thiokho Diagne |
percussion |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Boxing Dreams
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3:30
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| 2. |
Courage
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5:41
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| 3. |
Morpheus
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6:28
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| 4. |
Crazy Legs
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9:47
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| 5. |
The Return of the Peanut Butter Queen
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2:31
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| 6. |
Mayrose
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3:21
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| 7. |
Big Mouth
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7:39
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| 8. |
Look
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7:12
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| 9. |
Story of Jones
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9:18
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| 10. |
Over-n-Out
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10:21
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| 11. |
Lost in Günter's Wald
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5:10
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| Gesamtlaufzeit | 70:58 |
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Rezensionen

?...Avant-Ethno-Folk-Rock-Jazz...? Das ist es wohl, was Sean Noonan anlässlich einer Rekonvaleszenz-Phase nach einem Autounfall 2003 in Italien durch den Kopf ging. Der New Yorker Avantgarde-Jazz-Drummer suchte nach einer neuen Verbindung von östlicher, afrikanischer und traditioneller europäischer Musik mit Rock und Jazz. Brewed By Noon sind sozusagen der Weg, der Noonans Suche dokumentiert. Hochkarätige Musiker begleiten Noonan auf diesem Weg, Namen wie Marc Ribot und Jamaaladeen Tacuma stechen einem natürlich gleich ins Auge.
?Boxing Dreams? ist das vierte Brewed By Noon-Werk (nach zwei Studioalben und einem Live-Album). Neben der genannten Ethno-Schiene frönt das Album ? zumindest zu Beginn ? Noonans Leidenschaft für das Boxen im allgemeinen und Rocky Marciano im besonderen. Dies bringt eine gewisse humorige Komponente ins Ganze, vor allem, wenn man den ?Texten? lauscht.
Die Musik von Brewed By Noon ist kaum mit Worten greifbar, geschweige denn zu kategorisieren. Da trifft Noonans hektisches Drumming auf wehmütig-klagenden afrikanischen Gesang (ich fühle mich immer wieder an Nusrat Fateh Ali Khan, wie er auf Peter Gabriels UP singt, erinnert). Da jaulen und quietschen die elektrischen Gitarren, während im Untergrund der Bass brodelt und frickelt. Die kratzige Viola Matt Maneris streitet mit dem gälischem Gesang von Susan McKeown. Die seltsamen Rhythmen versetzten den Hörer in Unruhe. Die kreischigen Gitarrenexperimente testen das Stehvermögen. Unvermittelte aggressive Ausbrüche sorgen für Verwirrung. Und ziemlich unvermutet sorgen Stellen wunderschönen lyrischen Wohlklangs für Inseln der Glückseligkeit in all dem seltsamen musikalischen Treiben ("Mayrose").
Neben dem allgegenwärtigen exaltierten Drumming von Noonan sorgen vor allem Marc Ribot und Aram Bajakian mit allerlei Gitarrensperenzken von kreischender E-Gitarre bis zu gefühlvollem, bluesigen Spiel für Aha-Erlebnisse. Besonders das lange ?Over-n-Out?, aber auch ?Morpheus? oder ?Look? sind die Bühne dafür. Ein weiterer Höhepunkt ist der eigenwillige Gesang von Abdoulaye Diabaté, der mit seinen ganz eigenen Melodielinien geradezu zwischen der Musik der anderen hindurch zu wandeln scheint.
Die Songs ? passend zum Boxen-Thema als ?Runden? bezeichnet (und es sind natürlich 11 Runden, weil ein Champion immer durch KO gewinnt, also nicht über 12 Runden gehen muss) ? basieren zum Großteil auf gälischen Gedichten aus der europäischen Frühzeit. Wobei das abschließende ?Lost in Günter's Wald? ein ganz irrwitziger psychedelischer Freakout ist. Ein würdiger Abschluss für ein höchst eigenwilliges Album, welches einiges an Entdeckungen bereithält.
| Anspieltipp(s): |
Morpheus, Look |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
6.5.2009 |
| Letzte Änderung: |
6.5.2009 |
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