Ticket To Everywhere
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Brain |
| Durchschnittswertung: |
6.67/15 (3 Rezensionen) |
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Besetzung
| Eduard Schicke |
Schlagzeug |
| Gerd Führs |
Keyboards |
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| Heinz Fröhling |
Gitarre, Bass, Keyboards |
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Gastmusiker
| Klaus Meine |
Gesang ("Song From India") |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Open Doors
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5:27
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| 2. |
Song From India
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4:18
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| 3. |
Ticket To Everywhere
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3:45
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| 4. |
Spain Span Spanish
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4:00
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| 5. |
Here And Now
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5:47
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| 6. |
Slow Motion
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8:04
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| 7. |
Folk'n Roll
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4:15
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| Gesamtlaufzeit | 35:36 |
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Rezensionen

Das dritte "Schicke Führs Fröhling"-Album reicht leider nicht an die Brillianz seiner beiden Vorgänger heran. Deutlich hört man, wie die drei Musiker versuchen, in zugänglichere Gefilde zu steuern. Die Rhythmen und Strukturen wirken vereinfacht, ebenso Harmonien und Melodien. "Song From India" z.B. wandelt sogar zeittypisch auf Disco-Pfaden, "Slow Motion" wirkt mit seinen endlosen Wiederholungen zäh und uninspiriert. Lediglich das klassizistisch gehaltene "Spain Span Spanish" (a la "Sky") und das sympathische "Folk'n'Roll", das mit seinem fröhlich hüpfenden Folk-Klängen an bewegtere Mike Oldfield-Stellen erinnert, versöhnen ein bisschen.
Aber all dies ist natürlich kein ernsthafter Grund, die Doppel-CD mit den drei SFF-Platten nicht zu kaufen. Man kann sich "Ticket To Everywhere" einfach als ausgedehnte Bonus-CD vorstellen, was umso leichter fällt, da die beiden Live-Bonustracks auf der gleichen zweiten CD des Doppelpacks noch eine gute Spur besser sind.
| Anspieltipp(s): |
Folk'n'Roll |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
1.6.2002 |
| Letzte Änderung: |
1.6.2002 |
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Nachdem Gerd Führs und Heinz Fröhling nach "Sunburst" unter dem Namen "Führs - Fröhling" als Duo ein von der Natur ihrer norddeutschen Heimat inspiriertes Album mit dem Titel "Ammerland" veröffentlicht hatten, erfolgte 1978 mit "Ticket To Everywhere" die Veröffentlichung des dritten und letzten Albums von SFF. Leider ist von der symphonischen Eleganz der beiden vorangegangen Alben so gut wie nichts mehr übrig geblieben. Stattdessen hatte sich das Trio eher dem vordergründigen Keyboardsound gewidmet, der auch kein Halt vor dem einen oder anderen Abstecher in poppige Gefilde machte.
Rein soundtechnisch ist "Ticket To Everywhere" wiederum ein Paradebeispiel, wie perfekt ein Album aus den Siebzigern auch nach heutigen Maßstäben noch klingen kann. Gerade der Keyboardsound klingt ungemein frisch und modern. Leider wurde dabei aber der einzigartige Charakter der vorangegangenen Jahre über Bord geworfen.
Sämtliche Songs bieten zwar recht gefällige Kompositionen, wirken aber auch klinisch kalt und leer. Zugeständnisse an den damaligen Zeitgeist tragen zu dem unvermeidlichen Qualitätsverlust bei. Gerade ein Titel wie "Song From India" stellt eigentlich ein kompositorisches Vakuum dar und enttäuscht doch sehr. Wenn dann auch noch Scorpions-Sänger Klaus Meine ein wenig Text in das Mikro haucht, fühlt man sich wirklich von der Discowelle der späten 70er Jahre eingeholt. Nach diesem doch sehr vordergründigen Versuch, in neue "Marktsegmente" vorzustoßen folgt in Form des Titelsongs "Ticket To Everywhere" ein weiterer Tiefschlag. Demgegenüber stellt das poppige "Spain Span Spanish" schon wieder einen Fortschritt dar, mit dem sich leben lässt.
Mit "Here And Now" würde die Qualitätskurve weiter nach oben zeigen, wenn hier nicht der unsägliche Frauengesang in bester Discomanier wäre. Gerade damit wäre man in einer TV-Sendung von Ilja Richter oder Manfred Sexauer optimal aufgehoben gewesen! Ansonsten läge hier eigentlich ein hörbarer Titel vor, der auch eine Verwandtschaft zur elektronischen Musik aufweist. Diese Grundausrichtung wird mit dem Titel "Slow Motion" untermauert. Die elektronische Neuorientierung von SFF funktioniert aber recht gut, weshalb hier sogar der Höhepunkt des gesamten Albums vorliegt.
Aus den elektronischen Gefilden zurückgekehrt, beschert "Folk ´n Roll" dem Hörer einen fröhlich folkigen Abschluss.
Aus der von Heinz Fröhlings Ehefrau Claudia verfassten Biographie im Booklet der Doppel-CD "The Collected Works" geht hervor, dass die Band kurz nach der Veröffentlichung des Albums wegen "musikalischer und ideologischer Differenzen" auseinanderbrach. Eduard Schicke schloss sich kurzzeitig der Band Hölderlin an und eröffnete dann in Oldenburg einen eigenen Live Club bzw. Disco. Gerd Führs und Heinz Fröhling nahmen als Duo noch zwei weitere Alben auf. Heute besitzt Heinz Fröhling in Oldenburg eine eigene Musikschule und widmet sich mit der Gruppe "Die Bonnies" (Untertitel: Nordseemusikanten), der auch seine Frau angehört, dem eher volkstümlichen Liedgut. Gerd Führs arbeitete jahrelang als Fachmann für Keyboards im Dienste die Firma Yamaha. Leider verstarb er 1992 viel zu früh im Alter von 37 Jahren, weshalb die CD-Veröffentlichung der drei SFF-Alben ihm gewidmet ist.
| Anspieltipp(s): |
Open Doors, Slow Motion |
| Vergleichbar mit: |
vielleicht sogar ein wenig Jean-Michel Jarre |
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| Veröffentlicht am: |
6.10.2002 |
| Letzte Änderung: |
6.10.2002 |
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Das dritte und letzte Album des norddeutschen Trios ist tatsächlich ein gewaltiger Rückschritt gegenüber den beiden Vorgängern, die zweifellos zu den bedeutendsten Erzeugnissen des deutschen Prog gehören.
So richtig übel wird es auf "Ticket to Everywhere" eigentlich nur zweimal, bei dem unsäglich discomäßigen "Song From India" und dem poppigen "Here And Now", bei dem der Backgroundgesang (dessen Urheberin nicht angegeben wird) nervt. Aber auch die restlichen Stücke sind keine Glanzleistungen, vieles wirkt uninspiriert und dem (damaligen) Zeitgeist hinterher hechelnd. Ganz nett sind das einleitende "Open Doors" und das leicht Oldfield-mäßige "Folk'n Roll".
Da es "Ticket to Everywhere" nur als Teil der Doppel-CD "The Collected Works of SFF" gibt und alles andere auf selbiger zu den Sternstunden des Prog gehört (siehe den entsprechenden Leitfaden), sollte dieser "Ausrutscher" keinen potentiellen Interessenten vom Kauf abhalten!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
12.3.2005 |
| Letzte Änderung: |
12.3.2005 |
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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Schicke Führs Fröhling
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