XXX
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| John Wetton |
vocals and bass |
| Geoff Downes |
keyboards |
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| Steve Howe |
guitars |
| Carl Palmer |
drums |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Tomorrow The World
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6:47
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| 2. |
Bury Me In Willow
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6:01
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| 3. |
No Religion
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6:36
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| 4. |
Faithful
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5:37
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| 5. |
I Know How You Feel
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4:53
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| 6. |
Face On The Bridge
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5:59
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| 7. |
Al Gatto Nero
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4:36
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| 8. |
Judas
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4:43
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| 9. |
Reno (Silver And Gold)
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5:15
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| 10. |
Ghost Of A Chance
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4:21
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| 11. |
I Know How You Feel (Midnight Mix)
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5:23
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| Gesamtlaufzeit | 60:11 |
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| Disc 2 |
| 1. |
The Making of XXX
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20:33
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| 2. |
Face On The Bridge
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4:33
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| 3. |
Faithful
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4:34
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| Gesamtlaufzeit | 29:40 |
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Rezensionen

Asia ist ein Reizthema. War die Band immer. Im Kinofilm „Jungfrau (40), männlich, sucht… “ wird einer ausgelacht, weil er einst ein Asia-Poster rahmen ließ. Immerhin gibt er es zu! Heute ist das, wie gesagt, nicht anders. Das Video zur neuen Single „Face on the Bridge“ wurde netzweit verlacht, zu Recht, hat es doch zum Thema, wie vier alte Männer auf einer Wiese ohne Steckdose stehen und Musik machen, für die man Strom braucht, während ein roter Regenschirm von einer Brücke fällt.
Zungen, die sich für so gut halten, dass sie nicht bemerken, wie böse sie sind, bekunden öffentlich, dass man froh sein könne, dass es die Band überhaupt noch gibt. So zynisch muss man aber nicht sein. Denn seit Asia wieder da sind, haben sie zwar viel Mist gebaut, aber immerhin jedes Mal ein bisschen weniger: Das Comeback-Album war noch in jeglicher Hinsicht eine Katastrophe - die CD steckte in etwas, das gut als das schlechteste Roger-Dean-Cover aller Zeiten durchgehen konnte, und das, was darauf zu hören war, war eher als Flippers denn als Asia zu erkennen. „Omega“ war da schon besser: Das Cover war in diesem Fall zwar definitiv das schlechteste Roger-Dean-Cover aller Zeiten, aber wenigstens klang Asia dank Produzent Mike Paxman wieder nach Asia und auf dem Album fanden sich, sagen wir gönnerhaft mal, 4, 5 Songs, die in den seligen 80ern von Mike Stone, Brian Lane und John Kalodner nicht sofort gnadenlos zurückgewiesen worden wären. Ein Aufwärtstrend, der sich nun fortsetzt?
Oh ja! Diesmal kriegen wir erstmals seit „Alpha“ wieder ein ordentliches Roger-Dean-Cover (der Drache ist wieder da!), Mike Paxman hat der Band wieder den Asia-Omega-Sound verpasst, noch wichtiger ist aber, dass das Album nicht wieder nach dem gleichen Schema gestrickt ist: Die beiden letzten Alben eröffneten ja mit der Single, danach folgte unerträglicher Mid-Tempo-Belanglosbrei, ab und zu unterbrochen von brauchbarem Songmaterial. Hier ragen die klassischen-seligen Asia-Songs vielleicht nicht ganz so aus dem Belanglosbrei heraus wie „Never Again“, „Finger on the Trigger“ oder „I Believe“ auf ihren Alben, dafür ist das Gesamtniveau höher und der Belanglosbrei-Faktor damit geringer.
Das liegt vor allem daran, dass sich Wetton (zumindest musikalisch) mit seinen Ich-bin-ja-so-geläutert-Balladen deutlich zurückhält. Es gibt viel mehr Uptemporocker: der erste Song, klar, der nächste etwas weniger, dann wird wieder kräftig aufgedreht und erst die Ich-bin-ja-so-geläutert-Ballade „Faithful“ (übel!) nimmt deutlich das Tempo raus. Dann geht’s aber gleich wieder ab und bis „Reno“ kriegen wir keine Ballade mehr zu hören. Ein Rockalbum! Gut so! Das nimmt dem Altherren-Argument gleich mal den Wind aus den Segeln.
Die Produktion könnte saftiger, schmalziger, kitschiger sein, Mike-Stone-iger eben, aber im Begleitvideo erklären Asia, dass ihnen das in ihrem Alter unangemessen erschiene. Kann man verstehen. Und Paxmann kriegt es hin, dem vom Eigentlich-sind-wir-vier-Bands-Sound auf einen realistischeren Eigentlich-sind-wir-eine-Band-Sound reduzierten Sound Asias Power zu verleihen, wenn auch der allerletzte Punch meist ausbleibt. Ausnahmen gibt es, „No Religion“ etwa. Asia haben Ihren Spätphasen-Sound gefunden und klingen endgültig nicht mehr wie Icon mit Stromanschluss. Auch das nimmt dem Altherren-Argument den Wind aus den Segeln.
Und dann das Songmaterial! Ich bin ja nun ein ausgesprochener Fan des Debüt-Albums, schlicht und einfach wegen der vielen Progelemente, die dort zu hören waren. Nun haben Asia aber seit 1983 unmissverständlich klargemacht, dass sie solche Musik nicht mehr machen wollen und nach 29 Jahren muss auch ich das wohl endlich mal einsehen. Entsprechend misst man „XXX“, wie auch schon seine beiden Vorgänger, am besten an „Alpha“ oder „Astra“, wuchtig-sahnig produzierten, pathetischen AOR-Bustern, die ein angemessener Schwanengesang für das damals im Niedergang befindliche Stadionrock-Genre waren. Und dabei fällt zwar auf, dass auch dem Songwriting hier der allerletzte Punch fehlen mag - die pathetischen Passagen sind nicht mehr so pathetisch, die melancholischen nicht mehr so melancholisch und die inyourfacen nicht mehr so inyourface -, dass die Songs hier aber doch endlich mal ganz unmissverständlich Asia-Songs sind. Nichts anders wollte man von dieser Band – und nichts anderes hatte man auf „Phoenix“ und „Omega“ vermissen müssen. Hatten dort noch allzu viele Songs bewiesen, dass es nicht genügt, John Wetton, Geoffrey Downes, Steve Howe und Carl Palmer hineinzustecken, um Asia herauszubekommen, ist das hier endlich anders - und das wird die Asia-Fans sicherlich am allermeisten freuen: „XXX“ ist das erste richtige Asia-Album seit der Wiedervereinigung!
Die Asia-Fans sind also versorgt. Und die Progfans? Die sollten die Finger von „XXX“ lassen. Denn Wetton spielt Achtel, Downes Teppiche, Palmer 4/4-Takte und Howe nichts, wofür man Steve Howe zu sein braucht. Aber wie gesagt, das war eh nur auf dem Debüt anders. Progfans sollten sich daher auf jenes beschränken.
So! Und nun? Wo bleibt das Katastrophale an „XXX“?
Hallo?!? Mal „Asia XXX“ gegoogelt?!?
P. S.: Die Deluxe-Edition kommt mit zwei Bonustracks, von denen „Reno“ eine schöne, pathetische Ballade ist und die Version von „I know how you feel“ die bessere (obwohl das Original nicht unlustig ist, nämlich eine kleine Hommage an Supertramp, einschließlich E-Piano-Gehämmer und lustige Bassfiguren). - Auf der DVD sind zwei gruselige Musikvideos (siehe oben) und eine informationsfreie Doku, in der die Band verkündet, dass sie 30 Jahre alt ist, „XXX“ ihr neues Album und die Fans zu ihren Konzerten auch ihre Kinder mitbringen.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
28.6.2012 |
| Letzte Änderung: |
2.7.2012 |
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Carl: "Du sach ma`Geoff, die neuen Sachen hörn sich aber wieder mal ziemlich gleich an wie früher, oder?"
Geoff: "Yep! Das is so. Na und?"
Carl: "Ja meinste nich, dass unseren Fans das irgendwann auf den Senkel geht?"
Geoff: "Nun pass ma auf. Wir machen das nun seit 30 Jahren so. Gleiche Mucke, gleicher Sound, gleiches Cover. Und was is passiert? Das letzte Album fanden die Leute immer noch toll."
Steve: "Einspruch, so ne deutsche Progseite hat nich unbedingt gejubelt."
John: "Was solls, dafür wurden wir bei den Amazonen in den siebten Himmel gelobt."
Geoff: "Eben. Allen kann mans nie recht machen..."
Nun also XXX (habs gegoogelt...., wehret den Anfängen!). Was haben ASIA mit uns gemacht? Seit 30 Jahren sind wir dressierte Mäuse, die sich immer wieder einlullen lassen.
ASIA haben nie was anderes gemacht, als dasselbe immer und immer wieder zu wiederholen. Und sie haben es uns jedesmal sogar unter die Nase gerieben. Mit welcher Penetranz sie jedesmal einen Albumtitel mit A (dazu noch am Anfang und am Ende) gewählt haben. Wie sie die Cover immer gleich gestaltet haben. Und wie sie schliesslich immer dieselbe Musik im stets gleichen Sound gespielt haben. Okay, es gab die Urformation und dann die Payne/Downes-Ära, aber jede war in sich monomorph.
Carl: "Was bedeutet das eigentlich AAA, oder hier BB?"
Steve: "Wo siehste das?"
Carl: "Hier in der Financial Times."
Steve: "Ach so, das sind ratings; von Banken zum Beispiel."
Carl: "Und was bedeutet XXX?"
Mit Asia war man irgendwo noch auf AA-Niveau, die nächsten Alben um A, dann wurde es immer übler. Mit Omega hat man sich dann selber schon ganz ans Ende (des Alphabets) gesetzt. Und was ist nun mit XXX? Richtig. Ramschniveau! Nicht weil es unbedingt schlechter ist als seine Vorgänger. Aber weil es immer noch dasselbe ist. Weil jedes Album an Stelle des Vorhergehenden stehen könnte. Oder des Nachfolgenden. Weil man (ich) kaum noch unterscheiden kann, von welchem Album ein Song stammt. Eine ASIAtische Endlosschleife.
Ich möchte die Musiik nicht mehr beschreiben. Es ist dasselbe wie immer. "No Religion" hat, und das bleibt mein einziges Beispiel, die GLEICHEN Stufen wie "Finger on a Trigger". Bei "I Know How You Feel" klaut man mal eben ganz dreist bei Supertramp. Lest die Rezensionen zu allen anderen Alben. XXX = AS(R)IA = AUR(OR)A = ALPHA = AQUA = ASTRA = OMEGA. Ich möchte mich gar nicht darauf einlassen, dass eine Platte vielleicht ein bischen mehr nach Asia klingt, die andere mehr nach Astra. Alles Marginalien.
Das Beste Stück auf XXX? "Bury Me In Willow" und "Ghost Of A Chance". Warum? Keine Ahnung.
Ach noch was: mein zehnjähriger Sohn findet das Album Klasse. Irgendwas muss wohl dran sein an ASIA. Mal sehen wie er in 30 Jahren drüber denkt.
| Anspieltipp(s): |
Bury Me In Willow |
| Vergleichbar mit: |
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|
| Veröffentlicht am: |
2.7.2012 |
| Letzte Änderung: |
1.7.2012 |
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Irgendwie mangelt es Asia ja schon seit längerem an Relevanz, aber trotzdem schaffen es deren Alben immer wieder die Prog-Rezensenten in Wallung zu versetzen. Auch irgendwie hübsch.
Das mit dem Rating wollte ich eigentlich auch bringen (der Broterwerb in einer Bank verpflichtet schließlich), aber gut, da war Kollege Jörg schneller. Aber trotz „XXX“ ist das Album in meinen Ohren kein Abraum, zuviel Fanboy wahrscheinlich. Und außerdem singt Wetton richtig gut und das ist schon mal die halbe Miete. Carl Palmer ist natürlich wie meist, wenn er als Asiate unterwegs ist, im Autopilot. Steve Howe klampft durchaus ansprechend und Geoff Downes hat anscheinend ein paar Tastensounds von Yes herübergerettet und lässt auch mal eine erdige Orgel erklingen. AOR, Melodic Rock, halt so die Ecke.
So wie „Omega“ so ein bisschen wie die Wiederaufnahme des Debüts wirkte, so ist „XXX“ letztlich wie „Alpha“. Nur leider ohne Hymnen wie „Don't Cry“, „The Smile Has Left Your Eyes“ oder „The Heat Goes On“. Schade, aber man kann eben nicht alles haben. Geschichte wiederholt sich nicht? Von wegen! Bei Asia eben schon... Fans können kaufen, alle anderen wenden sich anderem zu.
| Anspieltipp(s): |
No Religion, I Know How You Feel (Supertrasia! :-) ) |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
9.7.2012 |
| Letzte Änderung: |
9.7.2012 |
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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Asia
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