Wildhoney
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Century Media |
| Durchschnittswertung: |
13/15 (3 Rezensionen) |
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Besetzung
| Johan Edlund |
Vocals, Guitar |
| John Hagel |
Bass |
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| Lars Sköld |
Drums |
| Waldemar Sorychta |
Keyboards |
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Gastmusiker
Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Wildhoney
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0:53
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| 2. |
Whatever that hurts
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5:48
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| 3. |
The ar
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5:04
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| 4. |
25th floor
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1:50
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| 5. |
Gaia
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6:27
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| 6. |
Visionaire
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4:19
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| 7. |
Kaleidoscope
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1:20
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| 8. |
Do you dream of me ?
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5:06
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| 9. |
Planets
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3:13
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| 10. |
A pocket size sun
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8:05
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| Gesamtlaufzeit | 42:05 |
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Rezensionen
Von: Jörg Graf @ (Rezension 1 von 3)

Atmosphärische Parts nahmen bereits schon auf den vorherigen Alben eine wichtige Stellung ein. Gerade auf dem Vorgänger 'Clouds' lockerten sie in Form von Keyboard/Acoustic-Parts den düster-doomigen Sound auf. 'Wildhoney' kann man aber schon als echten Stilbruch bezeichnen. Zwar sind auch hier noch teilweise Doom- und Gothic-Nummern vertreten, die Keyboards und akustischen Gitarren bestimmen jedoch das Geschehen. Alles spielt sich entsprechend langsam, fast schon majestätisch ab, was nicht zuletzt auch an den choralen Backgroundvocals liegen mag.
Zudem ist das ganze Album als Konzeptwerk angelegt, nicht inhaltlich, aber zahlreiche Intros und Übergangstracks sorgen für einen fliessenden Kontext. So sind die zehn aufgeführten Tracks auf den zweiten Blick eigentlich nur fünf.
Nach einem kleinen Intro mit Waldgeräuschen und cleaner Gitarre geht's mit "Whatever that hurts" gleich zur Sache. An sich es nur ein simples Hardrock-Riff, wird aber immer wieder unterbrochen durch die ebenfalls simplen, aber schönen melancholischen Gitarren- und Keyboardeinlagen. Nur im Refrain setzt Edlund seine Growls auf. Es folgt dann eine wunderbare Steigerung des Geschehens durch den Übergang auf "The ar". Die Melodie des nächsten Tracks wird am Ende bereits mit Glockenklängen eingespielt. Eigentlich geht der Song nur weiter, das simple Riff wird aber durch ein facettenreicheres ersetzt, der Beat verdoppelt und eine gute Portion Synthies mit eingebaut. "25th floor" ist dann der auf die Industrialeinlagen reduzierte und weitergeführte Ausklang des ersten der erwähnten fünf Abschnitte.
"Gaia" steht für sich allein, erinnert mich von der Atmosphäre her sehr an Crimsons "Epitaph".
"Visionaire" ist die einzige durchschnittliche Doom-Nummer auf der Platte.
Mit der akustischen Überleitung "Kaleidoscope" geht es ins träumerische "Do you dream of me ?", das im wesentlichen eine nette barocke Akustikballade ist, die mit einem folkigen Mittelteil überrascht.
"Planets" ist ein schönes langgezogenes E-Gitarren-Solo, das in die abschliessende weitere cleane Nummer "A pocket size sun" führt. Was zunächst aus zwei Akkorden aufgebaut eher langweilig klingt, entwickelt sich am Ende zu einer interessanten Freejam-Session.
Tiamat sind sicher keine Virtuosen auf ihren Instrumenten, aber sie verstehen es hervorragend, verhältnismässig wenig Material spannend und originell aufzuarbeiten. Mastermind Edlund ist selbst bekennender Pink Floyd-Jünger, ich selbst würde eher Gruppen wie 'The Gathering' als Vergleich heranziehen wollen, die selbst eine sehr ähnliche Historie haben und einen ähnlichen Anspruch in Fingerfertigkeit und Konzeptarbeit, letztenendes aber stärker zum melodischen Gothic gewandert sind.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
The Gathering, Pink Floyd |
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| Veröffentlicht am: |
18.2.2003 |
| Letzte Änderung: |
17.8.2005 |
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Anno 94. Wenn du so in die Jahre kommst, passiert das auch deinem Musikgeschmack. Irgendwie scheint man alles durch zu haben. Alles war schon mal da. Was nun? Eine erste Wolfgang Petry CD zulegen? Oder tatsächlich Karten erwerben für die Opel-Oldie night mit Andy Scott's Sweet, ELO zwo, T.rextesy und ähnlichen Zerrbildern goldiger Zeiten? Doch da stand im Plattenladen zwischen Shania Twain und Tic Tac Toe eines Tages Tiamat ... Eine neue Droge war gefunden! Gleichzeitig lernte ich an dieser Band ein 90er Jahre Phänomen kennen und fürchten: Bands, denen nur eine Platte wirklich gelingt. „Wildhoney" ist hochgradig suchterzeugend; jedoch über alles was davor lag und danach kam, kann man getrost den Mantel des Schweigens breiten.
„Wildhoney" dagegen kommt daher wie eine Tondichtung, die dir massenweise Bilder ins Hirn zaubert. Sie ist wahlweise dein ganz persönlicher Soundtrack für Weltflucht oder Alptraum:
Urwaldgeräusche ziehen dich in Zeitlupenrock. Lavagleich. Mystisches Geflüster ersetzt über weite Strecken Gesang, spärliche Death Growler lassen aufhorchen. Der Chef-Gorilla scheint vor dir zu stehen und sich auf die Brust zu hämmern. Du kriegst das Laufen. Die Gitarren spielen dir ein schwerblütiges Jogging theme .... Der Grusel-Affe growlt dir hinterher ... Dein Herz rast .... Wie heißen die Effekte, die hier zum Einsatz kommen??? Drums, Mellotron und „heavy nach vorn gemischte" Akustikgitarre halten dich in slow depression.... Atem holen .... Dröhhhhn! .... Geht's jetzt wieder los? ..... Nö, nö.... Hör' nur! Kein Grunzlaut mehr, ein paar Elfen hauchen ihr ahaaaaaahaaa.....Träum weiter, taumel vorwärts... ...PLATSCH....schwurbel, schmatz.....aber doch nicht ins Moooor!.... Während du kämpfst und sinkst, tropft dir Tau ins Haar .... Der Alte, der das Moor kennt, wird später deine Leiche finden.....
So etwa eine Anempfindung der ersten 4 Tracks ... Möge jeder seinen eigenen Film zu dieser Musik entwickeln. Die Lyrics enthalten nur vage Andeutungen und jonglieren mit Klischees zwischen Satan und erlösender Meerjungfrau ... Zu loben sind da eher Instrumentalpassagen, wie sie Pink Floyd gut stehen würden, wenn sie noch auf der Höhe der Zeit stünden, sowie die Verwendung von special effects (Regentropfen, Herzschlag, Blitz) als zusätzliche Instrumente, nicht als Pausengimmicks.
„Wildhoney" scheint mir über weite Strecken das Vorbild für Porcupine Trees „In Absentia" zu sein. PT müssen noch üben.
| Anspieltipp(s): |
|
| Vergleichbar mit: |
porcupine tree, opeth, blazing eternity |
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| Veröffentlicht am: |
9.6.2003 |
| Letzte Änderung: |
12.6.2003 |
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Ruhig liegt die Lichtung in der Morgensonne, leichter Nebel zieht über das Feld, die Vögel zwitschern. Doch dann verstummen sie, Spannung baut sich auf... da brechen sie aus dem Wald: Dumpfe Donnerschläge auf den Pauken begleiten die Armee der Zwerge mit ihren Streitäxten. Auf der anderen Seite erscheinen die Zyklopen mit ihren sechssaitigen Schwertern... grollend erhebt sich ihr Kampfgeschrei. Düster entspinnt sich der Kampf der Urgewalten begleitet vom klagenden Gesang der Götter... wer wird überleben, wer wird widerstehen?
Ist das nun eine Rezi oder ein Tagtraum? Ich muss Kollege Holger recht geben: "Wildhoney" ist zu Beginn eine mitreissende Tondichtung für das Kino im Kopf... vom Hören während des Autofahrens wird dringend abgeraten! Die Titel verfliessen zu einer einzigen Suite wie gemacht als Film-Soundtrack. Selbst die gelegentlichen "Growls" sind so zart platziert, dass sie nicht störend wirken (und ich hasse diesen Gesang normalerweise), sondern den Gesamteindruck nur verstärken.
Erst das traurig-hymnische "Gaia" bringt einen wieder etwas ins Hier und Jetzt zurück... obwohl, wahrscheinlich ist es nur der Marsch für die heimkehrenden Helden, und die Trauer über die Toten, der Sieg war teuer erkauft... ich schweife schon wieder ab ;-)
Nachdem doomig-gothigen Zwischenspiel "Visionaire" beginnt ein völliger Stimmungswechsel. Zunächst eher folkige, dann immer weiter zunehmende spacige-psychedelische Sounds steigern sich zur perfekten musikalischen Untermalung einer Odyssee im Weltall... "Major Tom wollen sie denn alles zerstören?" Nie war die Leere und Weite des Weltalls besser spürbar, nie war ein Titel treffender wie "Planets". Und das Freiform-Ende von "A Pocket Size Sun" dürfte dann sogar noch die *richtigen* Progheads begeistern.
Ist das nun "Prog"? Findet selbst heraus, was diese Tondichtung für Euch tun kann...
| Anspieltipp(s): |
Am besten ganz hören, solange ist es ja nicht :-) |
| Vergleichbar mit: |
1 - 4 ist ziemlich unvergleichlich, dann wird's schrittweise immer (psychedelischen) Pink Floyd ähnlicher |
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| Veröffentlicht am: |
6.6.2004 |
| Letzte Änderung: |
6.6.2004 |
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