Serpents in camouflage
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Cyclops |
| Durchschnittswertung: |
5.33/15 (3 Rezensionen) |
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Besetzung
| Stewart Bell |
keyboards, drum machine |
| Cyrus |
lead vocals, flute |
| Frank Kennedy |
guitars |
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| David Elam |
bass |
| Chris Colvin |
drums on bonustracks |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Stab in the back
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6:49
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| 2. |
Liquid kings
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11:25
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| 3. |
Harmless criminal
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10:29
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| 4. |
The gathering
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11:05
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| 5. |
Dance of the unicorn
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6:27
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| 6. |
Serpents in camouflage
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13:23
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| 7. |
Nightlights - As the wheel turns
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4:06
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| 8. |
Stab in the back
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7:06
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| Gesamtlaufzeit | 70:50 |
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Rezensionen

Wie können diese Leute nur so eine Zumutung aufnehmen, ohne gerichtlich belangt zu werden? Eigentlich ist es nicht meine Art, gleich im ersten Satz auszusagen, dass ich eine Scheibe bescheuert finde, aber in diesem Falle kann ich mich kaum noch zurückhalten. Dies ist das ultimative Album für den Neoprogger, der vom Glauben abfallen will!
Zur Geschichte (und die ist in diesem Fall tatsächlich nicht unwichtig): CC begannen schon in den frühen 80ern, brachten dieses Debütalbum aber erst 1992 auf den Markt. Ich erwähne das, weil ja jeder sagen könnte: ?Okay, alle haben mal klein angefangen, und wenn einer sein erstes Album rausbringt, während andere noch in Garagen auf Mülltonnen eindreschen (was außer den Nachbarn keiner hört), dann sollte man beim ersten Versuch ruhig mal ?n Auge zudrücken?. So weit, so richtig, aber wenn das Debütteil erst 8 Jahre nach der Bandgründung erscheint (vorher gab?s mal einen Sampler von Erstaufnahmen namens ?Ghost dance?, den ich zum Glück bisher nicht bekommen habe und daher auch noch nicht hören musste) und dann so schlecht ist, dann frag ich mich doch, was die vorher die ganze Zeit gemacht haben.
Das Erfreuliche zuerst ? das Album hat einen Vorteil: es ist besser produziert und differenzierter abgemischt als der Erstling von Grey Lady Down, aber es ist so dreist geklaute Ware, dass ich selbst die schwächsten Titel von Marillion den ganzen Tag hören könnte, wenn mir dafür dieser Horror erspart bleibt: primitivste Ableitungen von Mark-Kelly-Keyboardwendungen in endloser Wiederholung, eintönigstes Schlagzeug von der Drummachine (ein Drummer war gerade nicht zur Hand), einfallslosester und kaum hörbarer Bass und darüber gelegt viel zu viel Text in einer (tatsächlich gelungenen) genetisch-fishigen Stimmlage. Würde Cyrus hier ohne Musik einfach nur rezitieren, wäre alles wahrscheinlich viel besser. Nur zwei Elemente der Instrumentierung sind überhaupt zu ertragen: die kernige Rothery-Gitarre (zwar auch geklaut, aber wenigstens mit Substanz gespielt) und ganz selten mal die Flöte (die natürlich auch nur an Trespass erinnert, aber sie setzt immerhin einen winzigen Kontrast zum sonstigen breiigen Einerlei).
Wer das Album antesten will, sollte gleich mit dem ersten Track loslegen; er wird nach wenigen Augenblicken die Scheibe wieder aus dem Player nehmen, und zwar in der Annahme, dass er sie wohl mit Marillions ?Clutching at straws? verwechselt haben muss: es beginnt nämlich mit den ersten Tönen von ?Hotel hobbies?. Na gut, Scheibe wieder rein, es geht weiter mit der Parade von gemopsten Einfällen, die man auch ?Bandgeschichte von Marillion in neuem Mix? hätte titulieren können: ?Stab in the back? bleibt nicht ?Hotel hobbies?, sondern entwickelt sich zu einem Mix aus ?Assassing? und ?Slainte Mhath?, dann folgt ?Liquid kings? ? ungepflegte Langeweile mit einem plötzlichen Schuss aus Marillions ?Jigsaw?-Einleitung; dann ?Harmless criminal?, das eine erweiterte Neufassung von Marillions ?3 boats down from Candy? darstellt; dann eine echte Überraschung: ?Gathering? klingt tatsächlich mehr nach Genesis als nach Marillion, weil es im Banks-Stil komponiert ist; und zum Schluss im Titelstück noch mal das einfallslose Runterkurbeln der Kelly-Keyboards, unter anderem mit ?Punch and Judy?-Fanfare und dem Rhythmus aus Marillions ?Fugazi?. Das einzige halbwegs eigenständige Stück des Albums ist ausgerechnet das mit dem schlimmsten Titel: ?Dance of the unicorn? ist der Song mit der kurzen Flöteneinlage, es gibt dann im Mittelteil einen ganz netten Rhythmus (okay, letztlich im Stil von ?Squonk?) und überhaupt einige überraschende Wechsel angesichts der nur sechs Minuten.
Fazit: dieses Album ist ein Geschmacksverderber der übelsten Sorte und nur was für Leute, die entweder nie genug von dieser Gesangsrichtung kriegen können (zu denen gehöre ich selbst) oder die Musik eh nur hören, um über sie zu lachen. Alle anderen: Lasst bloß die Finger davon!
| Anspieltipp(s): |
am besten gar nichts :-) |
| Vergleichbar mit: |
...den schlimmsten denkbaren Alpträumen des Charisma-Label-Männchens |
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| Veröffentlicht am: |
2.9.2003 |
| Letzte Änderung: |
2.9.2003 |
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Okay, okay, würden wir hier nur nach Originalität werten, müssten wir die Benotungsskala in den negativen Bereich ausdehnen. Aber muß ein Album wirklich schlecht sein, wenn alles nur geklaut ist?
Ich muß gestehen, daß ich dieses Album ab und zu ganz gerne höre und daß mir sehr viele hochgelobte NeoProg-Scheiben wesentlich weniger gefallen. Irgendwie finde ich diese leicht verschrobene, schmutzige Marillion-Kopie durchaus genießbar.
Von einer eingespielten Truppe kann jedoch keine Rede sein, da außer Herrn Cyrus niemand aus der 80er Band mehr mit dabei war (siehe auch Bandseite). Hier handelt es sich eigentlich um eine Gruppe von Frischlingen, die Cyrus Scott zufällig aufgetrieben hatte und die wohl beschlossen, als CC weiter zu machen, da der Name schon ein wenig bekannt war.
Die 80er Citizen Cain waren eher artrocklastig und durchaus originell (wie auf Ghost Dance zu hören), und das Ganze hatte sehr wenig mit dem späteren Stil zu tun.
Dennoch kann ich Hennig's Kritik nachvollziehen, und ich denke die meisten werden seiner Meinung sein.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
2.9.2003 |
| Letzte Änderung: |
3.9.2003 |
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Von: Gün Schote @ (Rezension 3 von 3)

Diese CD sorgt für Kopfschmerzen - garantiert!
Auf dem Nachfolger "Somewhere But Yesterday" riss sich die neu zusammengestellte Band um Cyrus soweit zusammen, um ein immerhin akzeptables Album einzuspielen. Stilistisch ist dieses offizielle Debüt mit seinem Nachfolger identisch. Doch das Songwriting in Kombination mit der, äh, "Produktion" ist leider nervenaufreibend.
Der Leser darf sich nun seiner Vorliebe entsprechend die Fortsetzung dieser Rezession aussuchen. Zwei Sätze stehen dazu zur Verfügung: 1) Citizen Cain orientieren sich an beliebten Bands des Progressive Rock bzw. 2) Die Jungs klauen bei Marillion und Genesis bis sich die Balken biegen. Für alle Leser gemeinsam folgt nun die Mitteilung, dass der Sound wirklich die Nerven reizt. Das Schlagzeug ist Blech! Cyrus nervt! Seinen Gesang hin und wieder zu ertragen wäre noch machbar. Aber er singt von Minute eins bis zum bitten Ende! Die Keyboards? Das hat Mark Kelly so nicht gewollt! Als diese CD 1992 veröffentlicht wurde, war die Anzahl neuer Prog-CDs noch überschaubar, zudem waren Citizen Cain "Helden" der 80er und ich genau das Zielpublikum. Doch diese CD war niemals hörbar.
Ich liebe Marillion, ich verehre Genesis und kann auch mit dem einen oder anderen Plagiat durchaus leben. Doch diese CD sorgt für Kopfschmerzen - garantiert!
| Anspieltipp(s): |
Stab in the Back |
| Vergleichbar mit: |
Genesis, Marillion - ohne die Absicht, diese zu beleidigen. |
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| Veröffentlicht am: |
3.2.2010 |
| Letzte Änderung: |
29.2.2012 |
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