Secrets
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Hansi Cross |
guitars, synthesizers, vocals |
| Lollo Andersson |
basses, taurus |
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| Tomas Hjort |
drums, percussion |
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Gastmusiker
| Olov Andersson |
mellotron, synthesizers |
| Tai |
vocals |
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| Lizette von Panajott |
vocals |
| Lars Borgström |
cello |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Bleeding in silence
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8:05
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| 2. |
Little one
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1:43
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| 3. |
The core
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8:21
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| 4. |
Awakening
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5:26
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| 5. |
Changed reality
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8:33
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| 6. |
Pall of illusion
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3:29
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| 7. |
Welcome to Utopia
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14:16
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| 8. |
(Untitled)
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2:33
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| Gesamtlaufzeit | 52:26 |
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Rezensionen

Was ich über Hansi Cross weiß, ist wenig ? ich bin nur sicher, er ist der absolut größte lebende Tony-Banks-Fan.
Ja, ich weiß, ich wiederhole mich: ich habe auch schon in zwei anderen Cross-Rezis auf Banks verwiesen, aber was soll ich tun, wenn Cross selbst sich in dieser Hinsicht ebenfalls wiederholt und anscheinend ohne Banks im Hinterkopf gar nicht erst ein Aufnahmestudio betritt?
Also halten wir zum Mitschreiben fest: Cross ist das erste Beispiel der Weltgeschichte für die Reinkarnation eines noch Lebenden.
Konzentrieren wir uns nach dieser Vorrede nun auf die Unterschiede dieses Albums zu anderen von Cross (bzw. Banks) und auf seine Besonderheiten: ?Secrets? ist ein Schritt weiter in Richtung des gesellschaftsfähigen Prog, vorbei sind die ganz schrägen Zeiten von ?Gaze?: Der Hansi scheint mehr und mehr auch an seine Hörer zu denken. Das ist so weit auch nicht verkehrt ? seicht erscheint mir seine Musik auf ?Secrets? noch längst nicht, nur hier und da etwas melodischer, ?catchier?, ansprechender.
Die Songs im Einzelnen:
?Bleeding in silence?: Direkter Beginn ?in medias res?, keine vernebelten Schnörkel, sogar etwas verhaltene Ruppigkeit, aber der geübte Hörer kann schon ahnen, dass der Song länger wird. Toll ist die Stelle ab 4:10, wenn das Schlagzeug im Duett mit dem Bass einen Rhythmus andeutet, der zu einer ?Peter-Gunn?-Nummer werden könnte, bis plötzlich das typisch strahlend-proggige Keyboardsolo einsetzt. Gute Einstimmung auf das Folgende.
?Little one?: Hier wandelt Cross weniger auf Banks? Spuren als auf denen von Anthony Phillips; eine unmittelbar anrührende Komposition aus zwei Akustikgitarren mit etwas strukturierendem Bass, einfach herrlich. Toll, was für gute Musik man in nicht einmal 2 Minuten hervorbringen kann.
?The core?: erst gibt?s mal gleich die schräge Crimson-Breitseite, die den Kontrast zum zweiten Song herstellt; ich könnte fast denken, ?Neurotica? von Crimson?s ?Beat? finge hier an, aber dann folgt bald ein protziger Refrain im typischen Banks-Stil und daraufhin diverse Verarbeitungen beider Elemente des Songs. Hier ist die Nähe zu ?Gaze? am stärksten, beim ersten Hören war ich noch sicher, dass es sich um den stärksten Song des Albums handeln dürfte, aber es folgt ja...
?Awakening?: im wesentlichen eine Instrumentalnummer, man hört nur mal im Hintergrund Lizette von Panajott (die mittlerweile Sängerin bei ?Spektrum? ist). Dieser Track ist eine Cross-Variante solcher Instrumentals wie z.B. Genesis? ?Do the neurotic?: mitreißend, spannend, wendungsreich trotz zurückhaltend angedeuteter Rhythmuswechsel. Hier erinnert sogar zum Teil das Schlagzeug überzeugend an den Genesis-Stil. DAS ist für mich der Höhepunkt der Scheibe.
?Changed reality?: Der Song hat einen erdenschwer-schleppenden Grundrhythmus, was nicht heißt, das er schwach wäre, aber seine Qualitäten entfalten sich dem Hörer nicht sofort, schon gar nicht, nachdem so viel Flottes zu hören war. Dies ist Musik etwa in der Art von Yes? ?Shoot high, aim low? oder Eloy?s ?All life is one?: ein gemächlicher Riese, ein langsames Schwergewicht, das aber genügend Spielraum für virtuose Erweiterungen lässt. Allerdings erinnert der Refrain an den vom dritten Track, er scheint mir fast eine Art Light-Version davon zu sein.
?Pall of illusion?: Vor dem Finale wird?s noch mal locker. Gut drei Minuten lang gibt?s harte Gitarren, schräge Orgeltöne und flottes Schlagzeug in einem Song, dem ich gewünscht hätte, ein Hit zu werden ? der hätte die Kids nicht nur zum Tanzen, sondern vor allem zum Aufhorchen gebracht (warum versucht so was nicht mal einer von den typischen Chartbreakern? Vielleicht, weil dann nicht mehr sie die Charts, sondern die Fans angesichts der Charts brechen würden:-)).
?Welcome to Utopia?: Der unvermeidliche Longtrack zum Schluss ist von allen tatsächlich der, der mich am wenigsten anspricht ? zu sehr steckt für mich der mühevolle Versuch dahinter, das breite Format erreichen zu wollen, was gar nicht nötig gewesen wäre: in der Hälfte der Spieldauer wäre ein weiterer origineller Song daraus geworden, aber so stellt er letztlich eine Zusammenfassung dessen dar, was das Album bisher längst geliefert hat. Aber er ist keineswegs schlecht, er zeigt nur, dass sich niemand zu Longtracks verpflichtet fühlen sollte, nur weil Proggies das angeblich erwarten...
Aber von den genannten kleinen Schwächen sollte sich niemand abgeschreckt fühlen, dem Hansi mal ein Ohr zu leihen: Cross muss der Prognostiker wirklich kennen!
| Anspieltipp(s): |
"Little one" und gleich danach "The core": das ist wie Sauna mit anschließendem Tauchbecken |
| Vergleichbar mit: |
Tony und seine Spießgesellen... |
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| Veröffentlicht am: |
28.1.2004 |
| Letzte Änderung: |
28.1.2004 |
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Mist! Da setzt man sich mit dem festen Vorsatz an eine Rezi, mal wieder richtig abzuledern - und was macht dieses Miststück von einem Album? Genau, ausgerechnet jetzt (nach knapp drei Jahren und drölfzillionen Hörversuchen) zündet zumindest ein Teil der Stücke. Und dahin ist der ganze Spaß ;) - naja, zum Ausgleich habe ich jetzt wenigstens ein wenig davon mit der Musik.
Zu den einzelnen Songs will ich eigentlich gar nichts weiter schreiben, da ja schon ausführlich besprochen. Auch die Stärken und Schwächen, die erwähnt wurden, kann ich im Großen und Ganze unterschreiben. In der Tat sind die Stücke in der Mitte die Platte die stärksten, "Awakening" und "The Core" wissen mich auch voll zu überzeugen, da schön abwechslungsreich, symphonisch, passagenweise auch mal schräg und im positiven Sinne an Genesis und ähnliche Bands erinnernd. Der Longtrack "Welcome to Utopia" dagegen ist alles andere als gelungen, mir fehlen da völlig die klare Linie und eine durchgehende Spannung. Ebenso ist der Opener "Bleeding in Silence" meiner Meinung nach eher mißlungen, was aber eher daran liegt, daß hier (und tatsächlich nur bei diesem Titel) die ohnehin nicht berühmte Stimme von Hansi Cross völlig neben der Spur liegt. Muß wohl gewollt sein - aber warum zum Teufel? Nun ja, wenn ich gemein wäre, würde ich behaupten, daß er wohl auch gesanglich mal seinem offensichtlichen Vorbild Tony Banks nacheifern wollte.
Trotzdem haben wir es hier mit einem NeoProg-Album zu tuen, in das man durchaus mal reinhören kann - der Vergleich mit einem etwas "schrägeren" Tony Banks ist tatsächlich gar nicht so verkehrt. Mit einem richtig guten Sänger würde mir das vielleicht sogar durchgehend gefallen, so bleibt eine CD, bei der sich Licht und Schatten die Waage halten.
| Anspieltipp(s): |
The Core |
| Vergleichbar mit: |
Banks-Kompositionen bei Genesis |
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| Veröffentlicht am: |
10.4.2004 |
| Letzte Änderung: |
10.4.2004 |
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Neben Galleon und Twin Age, gehörten Cross bisher zu den schwedischen Bands, die die Fahne des Neo Progs hochhielten, ohne dass sie jedoch bisher an die Alben der anderen beiden Bands heranreichten. Doch mit "Secrets" ist ihnen ein Schritt in die richtige Richtung gelungen.
Waren die Vorgängeralben zwar vom Ansatz her gut gemacht, fehlte es dennoch an einer einheitlichen Line, an unverwechselbaren Momenten. "Secrets" ist jetzt keineswegs ein Überalbum, doch zum einen gelingt Cross ein gelungener Brückenschlag zwischen melodischem Neo Prog, härteren Elementen und 70er Sounds, zum anderen haben die Songs einen wesentlichen größeren Wiedererkennungswert und mehr Drive. Die Stärke des Trio liegt vor allem im instrumentalen Bereich. Da wummern die Taurus Pedals und der Bass so richtig antiquiert, aber genauso ist Platz für harte bis gefühlvolle Gitarrensoli, gelungene Keyboardeinlagen und ein kompaktes Grundgerüst durch das Schlagzeug.
Gut, Frontmann Hansi Cross ist lediglich ein ordentlicher Sänger, doch da es genügend instrumentalen Freiraum gibt, fällt dieses kleinere Manko nicht so sehr ins Gewicht. Trotz allseits bekannter Zutaten und der Gewissheit, dass der Hörer genau das bekommt, was er erwartet, sind es gerade die bombastischen Passagen, in denen Hansi Fuchs seinen Sechssaiter stimmungsvoll in Schwingungen versetzt und aus diesem Album mehr als nur ordentlichen Durchschnitt entstehen lässt.
"Secrets" bietet zwar keine grundlegenden Überraschungen, aber die Gewissheit, dass es mit Cross eine weitere schwedische Band gibt, die eine Hörerschaft verdient hat und sie sicherlich auch finden wird.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
11.2.2006 |
| Letzte Änderung: |
11.2.2006 |
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