Hi-Jack
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Teldec |
| Durchschnittswertung: |
8/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Renate Knaup |
Vocals |
| Chris Karrer |
Guitars, Violin, Vocals, Tenor Sax |
| John Weinzierl |
Guitars |
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| Peter Leopold |
Drums, Percussion, Accoustic Guitar |
| Falk-U. Rogner |
Synthesizer |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
I can't wait (Part 1 & 2)/Mirror
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11:02
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| 2. |
Traveller
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4:23
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| 3. |
You're not alone
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6:53
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| 4. |
Explode like a Star
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4:00
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| 5. |
Da Guadeloop/Lonely Woman
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11:47
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| 6. |
Liquid Whisper
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3:30
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| 7. |
Archy the Robot
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3:00
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| Gesamtlaufzeit | 44:35 |
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Rezensionen

Nach einem halbwegs ansprechenden Anfang, leicht spacig-schleppend mit pulsierendem Bass und düsteren Streichern, der noch gut an VIVE LA TRANCE anschließt, wird mit dem zweiten Teil von "I can't wait/Mirror" die Problematik dieses durchwachsenen Albums deutlich. Der düülsche Song verwandelt sich unvermittelt in einen relaxten Bluesrocker, der auch von einer anglo-amerikanischen Band stammen könnte, wenn man von einem witzigen Solo und dem schrägen knaupschen Harmoniegesang einmal absieht. So stehen auf HI JACK Licht und Schatten eng beieinander. "Schatten" steht hierbei für die Übernahme von Mainstreamrockinhalten.
Dass das Album dennoch ganz passabel klingt, ist einerseits vorzüglichen Kompositionen wie "Traveller" und auch dem folkig-leichten "Liquid Whisper" zu verdanken, die beide von Renate Knaup gesungen werden. Der immer wieder irritierende Gesang der Düül-Sängerin, orientalisierte Arrangements und eine verträumte Flöte lassen "Traveller" zu einem der eindringlichsten Stücke der Band werden. Etwas deplatziert wirkt allein ein zu glattes Saxofon-Solo. "Liquid Whisper" ist eher ein Leichtgewicht, aber einfach von ätherischer Schönheit.
Die Platte ist mehr eine Ansammlung von Songs als dass sie einheitlichen Charakter hätte. "You're not alone" im Stil von Lou Reed mit einer Melodie, die "The Ballad of Lucy Jordan" vorwegnimmt, wirkt leider etwas langatmig. "Explode like a Star" kommt als kleiner Psychedelic-Rocker daher und weist einen musicalmäßigen Gesangsteil auf, der das folgende Album MADE IN GERMANY schon erahnen lässt. Interessant zumindest die Verquickung traditionellen Krautrocks mit (damals) modernen funkigen Disco-Rhythmen und fernöstlichen Anklängen ("Da Guadeloop"). Zwischendrin ein Stück typisch düülschen "Humors", d.h. des Spiels mit ihrer Identität als Krautrockband: Kommandobefehle, Marsch im Stechschritt und eine schräg verfremdete Nationalhymne. Die im Tanzschul-Latin-Rhythmus eingespielte Ornette-Coleman-Komposition "Lonely Woman" klingt wie braver Jazz, dito wiederum das Saxofon. Und die abschließende musikalische Farce "Archy the Robot" verbindet ein SF-Thema mit leichtem Velvet-Underground-Feeling, Marschmusikgehumpse und Easy Listening. Das ist zumindest recht eigenwillig. Den Düüls ist auch auf HI JACK immer noch ein gutes Maß an Widerborstigkeit erhalten geblieben!
Die alten Zeiten aber sind für Amon Düül II unwiderruflich vorbei. Dies Lamento allein reicht jedoch nicht aus, um den Zwiespalt zu beschreiben, in dem mich HI JACK zurücklässt, denn auch diese Band hat das Recht auf musikalische Veränderung. Was sich hier allerdings - noch widerstrebend - einschleicht, ist die Assimilation durch den Rock-Mainstream der 70-er Jahre, die zunächst noch als Spiel mit Stilen daherkommt. Die stärkere Songorientierung der Alben seit CARNIVAL IN BABYLON hatte gegenüber dieser Veränderung mehr strukturierenden Charakter, was bei einer Musik wie der der Düüls, die in Egotrips zu zerfallen drohte, ja vielleicht auch nicht ganz falsch war.
| Anspieltipp(s): |
Traveller, Da Guadeloop |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
2.3.2004 |
| Letzte Änderung: |
9.7.2012 |
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