Genius Of Original Force
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Kerston Records |
| Durchschnittswertung: |
9.33/15 (3 Rezensionen) |
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Besetzung
| Reiner Neeb |
Drums, Vocals |
| Wolfgang Wünsche |
Bass, Vocals |
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| Rolf Lonz |
Gitarre, Vocals |
| Michael Kurz |
Keys, Vocals |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
The Non-Existent Surroundings Of God
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10:40
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| 2. |
A Riddle To Myself
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6:35
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| 3. |
Genius Of Original Force
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11:35
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| 4. |
Prime Origin
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5:35
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| 5. |
Feelings
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4:52
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| Gesamtlaufzeit | 39:17 |
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Rezensionen

Die deutsche Band "Epidermis" veröffentlichte ihr erstes (und lange Zeit einziges; erst 1990 gab es einen Nachfolger namens "Feel Me") Album 1977. Leider schweigt sich das Booklet der CD-Veröffentlichung - zumindest meiner WMMS-Ausgabe - sowohl über das Veröffentlichungsjahr als auch die Band-Besetzung aus. An Platzgründen kann es wohl nicht gelegen haben, da neben den englischen Originaltexten der Songs auch noch Platz für deutsche Übersetzungen/Nachdichtungen und Bandphotos war. Die obigen Angaben habe ich im Usenet aufgestöbert, sie sind also ohne Gewähr.
Textlich beschäftigen sich die ersten vier Songs in Konzeptalbum-Manier mit der Entstehung des Universums: "now look at god, try to put yourself into his situation, you can do, you can, your brain enables you to see like god does, god is like you, he's able to smell, hear, feel and see the non-exisitent surroundings." Der fünfte Song ist ein - auch musikalisch - normalerer und wenig überzeugender Verflossene-Liebe-Song ("Wacht ze birds in ze sky, time will be passing by").
"Epidermis" werden gerne als "Gentle Giant"-Klon bezeichnet; warum, hört man ziemlich schnell: die Band versucht immer wieder ähnlich wie GG, die Instrumente in quasi-unabhängigen Linien miteinander zu verweben, statt eine klare Hierarchie von Lead- und Begleitstimmen aufzubauen. Ähnliches versucht man im Gesang: fast immer laufen mehrere versetzte Stimmen gegeneinander, wobei der Band des öfteren eine sehr schöne breite Räumlichkeit gelingt, die den im Text vorgegeben Bildern ganz gut entspricht. Allerdings halten sich "Epidermis" nicht an irgendwelche klassischen Formmuster (Fuge, Kanon), wie "Gentle Giant" das gerne taten. Überhaupt fehlen deren klassische Bezüge, die Anleihen bei mittelalterlicher und Renaissance-Musik, hier fast völlig. Daher würde ich nicht von einem 'Klon' sprechen, sondern lediglich von starker Inspiration. "Epidermis'" sind wesentlich harscher und düsterer (als "german angst" hat das mal jemand sehr schön bezeichnet) als die Vorbilder, ihr Sound ist stark geprägt von elektrischen Instrumenten (auch ganz gelegentliche kurze Ausflüge auf akustischer Gitarre und Blockflöten ändern daran nichts) wie Clavinet, Hammond, E-Gitarre. Wenn schon mit "Gentle Giant" verglichen werden muss, dann vielleicht mit den ähnlich scharfen, düsteren "Proclamation/Valedictory" von "The Power And The Glory".
Die instrumentalen Stellen überzeugen mich nicht immer, insbesondere der Schlagzeuger ist (wie der GGs...) leider am eher plumpen Ende des Zeug schlagenden Spektrums anzuordnen. Aber die oft vier-stimmigen Vokalstellen sind eigentlich immer sehr nett anzuhören; und auch z.B. die rastlos drängende Hektik grosser Teile des Titelstücks hat schon was für sich. Die ersten vier Nummern haben einige wirklich nette Abschnitte, in denen die Polyphonieexperimente gut funktionieren, andere Teile wirken weniger überzeugend; der Gesamteindruck ist eigentlich durchaus positiv, da hier die "Gentle Giant"-Einflüsse schön mit einer eigenständigen, leicht paranoiden Stimmung verbunden werden. Mit einem eleganteren Schlagzeuger und einem weniger prätentiösen Text würde die Wertung allerdings noch etwas hochgehen können. Daher von mir eine eingeschränkte Reinhörempfehlung für Freunde des GG-Sounds. Ich mag's.
| Anspieltipp(s): |
Genius Of Original Force, Prime Origin |
| Vergleichbar mit: |
Gentle Giant |
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| Veröffentlicht am: |
24.4.2002 |
| Letzte Änderung: |
26.7.2003 |
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Die teutonische Variante von Gentle Giant kann mit ihren vertrackten Arrangements überzeugen und besitzt einen bedrohlichen Charakter. Statt die instrumentale Vielfalt des großen Vorbildes zu bieten, beschränkten sich Epidermis auf einen düsteren Grundsound, der bisweilen fast schon spartanisch daherkommt. Die ausgefeilten Gesangsharmonien entwickeln durchaus "archaische Tendenzen" und münden in bedrohlichen Klangbildern, die auch mal einen dezent jazzigen Unterton zulassen. In einigen Passagen wird die Instrumentierung regelrecht als ein bedrohliches Grollen empfunden, worüber sich dann die mehrstimmigen Gesangslinien schieben. Ein wirklich sonderbares Album, das aber eine gewisse Faszination versprüht.
| Anspieltipp(s): |
The Non-Existent Surroundings Of God |
| Vergleichbar mit: |
teutonische Gentle Giant |
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| Veröffentlicht am: |
21.8.2004 |
| Letzte Änderung: |
21.8.2004 |
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Aus der guten alten Zeit, als Connery noch Sien hieß und Elizabeth Elithabez, stammt "Genius Of Original Force" von der deutschen Band Epidermis (leckerer Name eigentlich), und prompt beginnt gleich im ersten Song das "Uniwerse". Deutsch eben - aber dazu unten mehr.
Epidermis verbinden die Idee Gentle Giants, mehrstimmige Gesänge, Kanons sowie Instrumentalmelodien zu Songs zusammenzuweben, mit dem rockigen, von Keyboard und Bass dominierten Sound, den Rick Wakeman auf Alben wie "The Six Wives Of Henry VIII" oder "Journey to the Centre of the Earth" pflegte. Und so ertönen zu jenem unverwechselbar schnarrenden 70er-Harpsichord-Sound, Squire-Bass, ebenso feinen wie schmalbrüstigen Gitarrenlinienen und der einen oder anderen Flöte mehrstimmige, eng verwobene Gesangslinien, und nichts davon kann seine Herkunft auch nur ein klein wenig verleugnen.
Aber das ist gar nicht so schlimm. Denn für einen Kostverächter wie mich, der mit Kraut einfach nichts anfangen kann, in welcher Form auch immer es zubereitet wird, ist es äußerst schwierig, deutschen Prog zu finden. Und da kommt Epidermis mir natürlich sehr zupaß. Klar, das ist nicht das alleroriginellste, dennoch ist diese Musik interessant genug, bisweilen gar spannend, um mich mehr als nur bei der Stange zu halten. Es gibt kontrapunktische Passagen, gerade und krumme Takte, ein bisschen Polymetrik, dramatische Momente und schöne Melodien, die die vier Sänger zudem wunderbar vortragen. Das Ganze ist natürlich nicht annähernd so anspruchsvoll wie bei Gentle Giant, übersteigt aber doch deutlich das Niveau Wakemans. Allerdings fehlt der Musik eben der Punch, den die beiden Vorbilder hatten, jeder auf seine Weise. Nichts ist so komplex wie bei Gentle Giant oder eingängig wie bei Wakeman. Die entsprechenden Passagen bleiben, selbst in ihren dramatischsten Momenten, ein wenig zu zurückhaltend, die Melodien und Texte, bei aller Vorliebe fürs variierende Wiederaufgreifen, ein wenig zu, nun ja, wenig.
Zum Aufschließen hat es nicht gereicht - trotzdem: "Genius Of Original Force" ist eines der interessantesten krautfernen deutschen Progalben, zumal zu jener Zeit. Mit Epidermis kann man sich wirklich mal näher beschäftigen - die haben nämlich eine ganze Reihe von Alben vorgelegt. Leider sind die nicht ohne weiteres zu bekommen.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
28.12.2012 |
| Letzte Änderung: |
29.12.2012 |
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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Epidermis
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