Ersatz
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Didier Pégeron |
Drums, Programming, Guitars on 8 & 9 |
| Guillaume Fenoy |
Guitars, Piano on 3, Vocals on 7 |
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| Roman Gayral |
Bass, Trumpet & Piano on 3 |
| Sébastien Gramond |
Keyboards, Piano, Synths, Mellotron, Organ, Violin on 3 |
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Gastmusiker
| Olaf Schweitzer |
Violin on 1 |
| Jason Mènoc |
Violin on 1 |
| Martine Fagot |
Alto on 1 |
| Mathilde Chavent |
Alto on 1 |
| Lucie Cheveyre |
Violoncello on 1 |
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| Emmanuelle Cattin |
Violoncello on 1 |
| Thierry Reocreux |
Contrabass on 1 |
| Nicolas Janot |
Conduction on 1 |
| Raphael Cartellier |
Tenor Sax, Soparan Sax, Flute, Mandolin on 3 |
| Elsa Klajnberg |
Vocals on 7 |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Solmhinärm
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5.38
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| 2. |
Ersatz
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8.15
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| 3. |
Bleu Cerise
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7.35
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| 4. |
Ayahusca
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6.07
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| 5. |
Oceane
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4.00
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| 6. |
Kossmokardak
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16.18
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| 7. |
La Blonde
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7.22
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| 8. |
DDar #1 (Bonus Track)
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6.33
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| 9. |
DDar #3 (Bonus Track)
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7.22
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| Gesamtlaufzeit | 69:10 |
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Rezensionen
Von: Fix Sadler (Rezension 1 von 2)

Ein trauriger Anlass führt zum Release dieses Albums. Eigentlich hatten sich 4/3 de Trio bereits aufgelöst, doch der plötzliche Tod von Schlagzeuger Didier Pégeron im Alter von nur 26 Jahren veranlasst die ehemaligen Mitglieder der Truppe den weitgehend fertig gestellten Zweitling der Band als Nachlass zu veröffentlichen.
Das Debut der Band ist mir nicht bekannt, aber auf "Ersatz" bewegt sich die Band in einer Schnittmenge aus düsterem, dynamischen Prog und Jazz-rockigen Anteilen. Dabei kommt aber der Rock-Anteil keinesfalls zu kurz, es wird durchaus mal "gebratzt", dass einem das Herz übergeht, gelegentlich auch rumgefrickelt, aber immer am "Song" gearbeitet.
Es schimmert ein bisschen King Crimson (Gitarrenarbeit) durch, aber mit dem verstärkten Einsatz von Mellotron vermeint man auch gelegentlich Einflüsse der Ikeaprogger Anekdoten und v.a. Änglagård zu vernehmen. Dass 4/3 de Trio nicht wie ein Clone der genannten Truppen daherkommt, macht die durchgehende Uptempo-Stimmung und eine Prise "Arschtritt-Humor" aus - in diesem Zusammenhang seien entsprechend noch die Kollegen von Taal genannt.
Insbesondere das eröffnende Solminhärm hat deutliche Bezüge zu Taals Meisterwerk Skymind (nicht zuletzt wegen dem geschickt eingesetzten Kammerorchester) und steht diesem in nichts nach. Ein Hammertrack, der einem die Tränen in die Augen drückt!
Das Titelstück bietet die beeindruckende Crimso/Änglagård - Melange und rockt aufs Heftigste ab. Bleu Cerise ist ein orientalisch angehauchter Progsong mit einer Dynamik-Kurve, die sich stetig nach oben entwickelt. Das verspielte Brass-Zwischenteil mit überdeutlichem Jazz-Einschlag rundet die Geschichte ab.
Ayahusca kommt rel. klassisch Proggy daher; majestätische Orgeln und symphonische Verspieltheiten bieten den Hintergrund für ausgedehnte Gitarren- und Synthiesoli. Der Sound bietet wohliges 70ies Feeling mit Heavy-Rock Attitüde. Oceane hingegen ist der Solo-Auftritt von Gitarrist Guillaume Fenoy. Als Ruhepol dienen seine Akustik-Gitarren-Extravaganzen.
Kossmokardak klingt vom Titel her wie eine Verbeugung vor Magma, ist aber tatsächlich eine Mischung aus Crimso der "Red-Phase" und Rush(!!!). Dieser 16-minütige Longtrack schäumt über vor Dynamik und Spielwitz, mit typisch-französischer Eleganz. Insgesamt weniger düster als das andere Material rockt das Stück noch eine Spur heftiger und ist extrem gelungen!
Das Chanson La Blonde mit der tollen Gastsängerin Elsa Klajnberg rundet das Album ab. Sébastien Gramond packt noch mal sein kpl. analoges Tastenarsenal aus und die Band beschließt leider, leider wohl ihr letztes Album.
Die beiden Bonus-Stücke sind offensichtlich Solo-Arbeiten vom verstorbenen Drummer. Basierend auf programmierten Drums und Bass spielt Pégeron hier rockige Gitarrentiraden. Die Geschichte hat mehr was von 70er Hardrock und setzt sich im Sound ein ganzes Stück weit von dem Album ab. Dennoch beeindruckend mit welcher Qualität diese Stücke konzipiert sind - auch im "Demo-Stadium" wirken diese Kompositionen frisch und live. Der viel zu jung verstorbene Didier Pégeron erweißt sich zusätzlich zu seinem beeindruckenden Schlagzeugspiel als tolle Komponist und ideenreicher "Aufnahmekünstler".
Fazit: ein wirklich tolles Album kommt einmal mehr von Musea und einmal mehr aus Frankreich. 4/3 de Trio haben eine Platte in einem eigenständigen Progsound erschaffen, dass sich kaum vor modernen Klassikern des Genres verstecken muss. Solminhärm ist alleine den Erwerb dieses Scheibchens wert, aber auch alle anderen Stücke wissen auf ihre Weise zu begeistern. Wer keine Probleme mit Instrumental-Musik hat, wer Taal, Crimso und düsteren Prog mit rockigen Aspekten mag, der ist bei dieser Platte hervorragend aufgehoben.
| Anspieltipp(s): |
Solminhärm, Ersatz |
| Vergleichbar mit: |
Crimso, Taal, Änglagård |
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| Veröffentlicht am: |
29.5.2004 |
| Letzte Änderung: |
29.5.2004 |
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Ich sehe das Album insgesamt etwas schwächer als mein Vorredner. Der Opener "Solmhinärm" ist in der Tat spektakulär und birgt eine gehörige Prise Taal und Anekdoten in sich, doch steht der Opener nicht für den restlichen Stil des Albums. Leider! Ein ganzes Album in dieser Art würde ich für anbetungswürdig halten, doch schon bei "Ersatz" geht es deutlich jazziger weiter (geiles E-Piano hier) und offenbart ein Charakteristikum des Albums, dass den Hörer immer wieder irritieren wird: Stilistische Unentschlossenheit. Nach den beiden ersten Stücken gelingt es der Band nicht, das hohe Niveau zu halten und so plätschert "Bleu Cerise" zwischen diesem und dem nächsten Zitat bei etwas vage und kraftlos umher. Deutlich düsterer (aber nicht mehr so filigran, wie bei den beiden ersten Tracks) wird es dann bei "Ayahusca", um dann bei "Oceane" eine Art akustisches Intermezzo einzulegen. Hübsch... aber unspektakulär. Der Longtrack des Albums, "Kossmokardak" hat tatsächlich etwas von der "Red", zumindest was die druckvolle Energie anbelangt, insgesamt ist mir der Song jedoch etwas zu lang. Das abschließende "La Blonde" als Chanson zu bezeichnen, finde ich dann doch etwas zu weitgehend, für mich ist es eher eine ruhigere (aber gelungene) Variante des Albums - und in letzter Konsequenz auch seiner Unentschlossenheit. Aber vielleicht muss ja auch nicht immer alles logisch aufgebaut und stringent sein... Ironischerweise gefallen mir die beiden Bonustracks "DDar #1" und "DDar #3" neben den beiden Stücken am Anfang am besten. Sehr druckvoll und auf den Punkt spielen 4/3 de Trio hier so konsequent, wie ich es mir für das ganze Album gewünscht hätte.
So bleibt es jedem letzten Endes selbst überlassen, ob man mit der stilistischen Unentschlossenheit von "Ersatz" zurechtkommt oder nicht. Ein bahnbrechendes Album in der Güteklasse von Taals "Skymind" höre ich hier nicht, wohl aber ein gutes Album mit einigen sehr gelungenen Nummern. Und das ist schon fast mehr, als man zu einer Menge anderer Alben sagen kann.
| Anspieltipp(s): |
Solmhinärm, Ersatz, DDar #1 |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
26.6.2004 |
| Letzte Änderung: |
26.6.2004 |
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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von 4/3 de Trio
| Jahr |
Titel |
Ø-Wertung |
# Rezis |
| 1999 |
Faiblesse |
10.00 |
2 |
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