Man Overboard
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Cyclops |
| Durchschnittswertung: |
6/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Steffen Holthe |
guitars |
| Jarle Glesaen Storlokken |
guitars |
| Morten Eriksen |
guitars |
| Ketil Vestrum Einarsen |
flutes |
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| Pal Sovik |
drums |
| Helge Skaarseth |
keyboards |
| Olav Nygard |
basses |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Intelligence
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5.58
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| 2. |
Backwards sounds
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7.20
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| 3. |
Lazy timing
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5:04
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| 4. |
My nights
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5.41
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| 5. |
Passion impossible
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4.35
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| 6. |
The smoking gun
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6.12
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| 7. |
Once upon a naked floor
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4:01
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| 8. |
Goblin dinner
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3:32
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| 9. |
I've taken nothing
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5:06
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| Gesamtlaufzeit | 47:29 |
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| Disc 2 |
| 1. |
Power in you
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3:17
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| 2. |
Big wave
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2:42
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| 3. |
Can you recall
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4:41
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| 4. |
Where I've been
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3:48
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| 5. |
Lost my way
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5:37
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| 6. |
At midnight
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6:20
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| 7. |
Winds of space
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7:15
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| 8. |
Wait for me
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5:39
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| 9. |
On the edge
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5:26
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| 10. |
Marcabian nights
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4:50
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| 11. |
The guardian
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5:38
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| Gesamtlaufzeit | 55:13 |
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Rezensionen

?Oh nein, nicht schon wieder!? möchte ich schreien, wenn ich diesen Anfang höre: Wieder einmal werden Genesis bemüht, wieder einmal muss der ?Watcher of the skies? herhalten, diesmal vor allem der Rhythmus bis zum Abwinken; auch Fruitcake machen aus dem Versatzstück einen neuen Song und peppen die Klänge des Mellotrons ? zugegeben ? mit Flöten-Überschlägen gehörig auf. Dennoch bleibt der Song seltsam langweilig, was einerseits an dem wenig inspirierenden Gesang liegt, und andererseits ? nun, da muss man sich das Lineup genauer ansehen:
Ein sehr fleißiges Bandmitglied ist Pal Sovik, der auch kürzlich das ?Guardian?s Office? eingerichtet hatte; er spielt Drums, und das ist das eine Problem: er tut es sehr berechenbar, so dass es nach kurzer Zeit eintönig wird, und das auf jedem Song, der hier noch folgen wird. Offenbar braucht die Band ein klares Vorbild (wie eben ?Watcher?), damit sie zu Rhythmuswechseln inspiriert wird.
Dann sagt uns das Lineup ferner, dass die Band (die ja noch nie über Personalmangel zu klagen hatte) allein drei Gitarristen beschäftigt: ich wünschte, man würde mal ein entsprechendes Ergebnis hören, aber die Gitarrensounds klingen so durchschnittlich-riffig, dass sie auch von einer Schülerband stammen könnten. Und auch der Bass scheint nur dazu gut zu sein, damit nicht alles wie Katzenjammer klingt.
Die Keyboards geben sich teils neoproggig (du-di-du-di-du), teils sehr ur-elektronisch und immer so, als glaubte die Band, dass ihre Hörer sonst gar keinen Prog hören. Ich finde diese Sounds prinzipiell ja nicht schlecht, aber auch will nicht immer wieder den Schnee von gestern durch die Gehörgänge schaufeln. Und so schön ein Mellotron auch klingt: so bieder im Hintergrund, wie es hier meistens eingesetzt wird, befürchte ich ernsthaft, dass der ganze Retro-Trend mittlerweile auch schon wegen Phantasielosigkeit ziemlich ausgelutscht ist ? oder noch schlimmer: Retroprog läuft Gefahr, zum hirnschonenden Altersheim-Gedudel zu entarten, wenn das so weitergeht?
Zwei Songs sind sogar recht gut, und zu denen ist dieser Sparflammen-Sound durchaus passend: ?The smoking gun? klingt wie die Parodie auf Soundtracks zu alten Schwarzweiß-Krimis, das überrascht hier richtig positiv, und das darauf folgende ?Once upon a naked floor? beginnt zwar mit einer Keyboardlinie, die an Sally Oldfield?s ?Mirrors? erinnert (Ja, lacht nur!), aber der Rest des Songs entwickelt eine gewisse Aggressivität, gestützt von einem Gitarrenriff, das zu einem wirklich fetzigen Solo ausgebaut wird. Das hätte ein Schnittmuster für einen gelungenen Progstil abgeben können ? wenn es auch nicht gerade maßlos originell wäre, aber es hätte immerhin zum Zuhören gereicht.
Aber es gibt auch noch gute Nachrichten: Fruitcake sind sehr kundenfreundlich ? wenn auch schon in einem Ausmaß, das für sie selbst geschäftsschädigend sein könnte: Zur Erstauflage des Albums wird eine Bonus-CD mitgeliefert, die eine Workshow der bisherigen Bandgeschichte in Form von Songbeispielen aus allen Bandepochen sowie Seitenprojekten enthält. Da kann man Song für Song miterleben, wie sich der Stil entwickelt hat: von New-Wave-Elektronik und leichten Depeche-Mode-Anleihen in den ersten Solo-Aufnahmen von Pal Sovik über die Entdeckung des Neoprog bis hin zur Kurve in Richtung Retroprog lässt sich hier eine sehr interessante Evolutionsgeschichte verfolgen, die dem Prog-Historiker eindrucksvoll vor Ohren führen kann, dass zwischen dem klassischen Prog und dem Neoprog eindeutig der New Wave steht. Ich hab das ja schon vor 20 Jahren behauptet, aber viele haben mir nicht geglaubt, weil sie eine unmittelbare Linie zwischen den alten Genesis und Marillion erkennen wollten. Nun, immerhin gibt mir Pal Sovik indirekt recht?:-).
Geschäftsschädigend könnte diese Bonus-CD meiner Meinung nach deshalb sein, weil sie den Kauf älterer Fruitcake-Werke möglicherweise überflüssig macht (obwohl sie sicherlich als Appetithäppchen gedacht war): wenn ich mir diese Entwicklung von 1988 bis heute anhöre, denke ich, ich weiß nun Bescheid und der Rest schmeckt genauso. Vielleicht ist es aber auch nur Ignoranz, die mich das denken lässt: falls ein Fan da andere Erfahrungen gemacht hat, möge er mich das wissen lassen?
| Anspieltipp(s): |
The smoking gun |
| Vergleichbar mit: |
zu Vielem, um es zu spezifizieren... |
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| Veröffentlicht am: |
2.2.2005 |
| Letzte Änderung: |
3.2.2005 |
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Fruitcake gehört zu der Kategorie von Bands, die ihren eingeschlagenen Stil der Erstveröffentlichung auch über etliche Nachfolgealben (deren sechs an der Zahl) in unveränderter Form treu geblieben sind. Obwohl sich Produktion und Instrumentierung über die Jahre durchaus verbessert haben.
Und so reiht sich eben auch das nun vorliegende Werk "Man overboard" wieder nahtlos und brav ein. Alles sehr bodenständig, nach dem Motto "ja dem Hörer nicht zu viel abverlangen". So in etwa klingen die neun Tracks. Man könnte durchaus auch eine CD-Rezi von diversen Vorgängeralben hier abdrucken, da sich der Inhalt irgendwo immer widerspiegelt.
Musikalisch bewegen sich die Norweger zwischen Melodic-Neoprog (Galleon, Pendragon) und dem 70er Prog (Genesis, Camel), hier und da wird zudem versucht - besonders durch mehrstimmige Vokalharmonien - für eine etwas floydige Stimmung zu sorgen, was aber zu keiner Zeit gelingt. Zudem stößt mir der Sologesang von Pal Sovik, der im Übrigen noch die Drums bedient, etwas säuerlich auf. Geglückt sind dagegen einige schöne Flötenintros sowie manch gelungene melancholische Instrumentalpassage, oft mit leicht schrägen Keyboardtönen untermalt.
Ansonsten gibt es nicht mehr viel positives zu berichten, zu simpel und besonnen wird hier zu Werke gegangen, man wünscht sich regelrecht dass die Musiker doch endlich mal so richtig aus sich herausgehen um für mehr Tempo sowie fetzige Momente in den Stücken zu sorgen. Aber man wartet vergebens!
Also rechtfertigt sich ein Kauf eigentlich nur für die hartgesottenen Fruchttorten-Fans, um Ihre CD-Sammlung der Band zu vervollständigen, alle anderen sollten lieber die Finger davon lassen, oder, zwar in der gleichen Kategorie wie beschrieben, aber auf eine in sich geschlossenere Vorgänger-CD ausweichen.
| Anspieltipp(s): |
|
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
18.3.2007 |
| Letzte Änderung: |
18.3.2007 |
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