Straight to the Brain
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Eigenvertrieb |
| Durchschnittswertung: |
9.5/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Dirk Radloff |
Electric Guitar, Acoustic Guitar, Bass, Violin, Lead Vocals, Choir |
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Gastmusiker
Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
God lay Dead
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3:05
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| 2. |
Long John Brown and Little Mary Bell
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5:23
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| 3. |
Anyone Lived in a Pretty How Town
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4:22
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| 4. |
Love Is Like Whiskey
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3:28
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| 5. |
A Dream Within a Dream
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3:47
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| 6. |
The Schoolboy
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7:51
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| 7. |
The Tide Rises, the Tide Falls
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3:40
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| 8. |
Ballad of the Gypsy
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4:31
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| 9. |
The Arrow and the Song
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4:41
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| 10. |
Her Eyes
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3:31
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| 11. |
Good-Bye
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5:10
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| 12. |
The Day is Done
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7:56
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| Gesamtlaufzeit | 57:25 |
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Rezensionen

Virtuelle ArtRock-Band, so nennt Dirk Radloff sein Projekt Heartscore, womit wohl zum Ausdruck gebracht werden soll, dass es sich in keinster Weise um eine echte Band sondern vielmehr um sein ganz eigenes Baby handelt. Mit "Straight to the Brain" hat sich der Deutsche dabei an ein ziemlich gewagtes Unterfangen gemacht und versucht Gedichte von Autoren wie z.B. E.E. Cummings, William Blake oder Edgar Allen Poe adäquat zu vertonen und musikalisch vorzutragen. Bei dem ersten Blick auf das doch ziemlich trashige Cover (was soll beim Malen mit der Maus auch anderes rauskommen?) - in dessen Stil auch das Innere des Booklet gehalten ist - hätte man solch einen tiefgehenden Inhalt gar nicht erwartet. Ich vermute allerdings, dass das mehr oder weniger abschreckende Äußere in irgendeiner Form zum künstlerischen Konzept gehört, auch wenn ich diesen Zusammenhang nicht erkennen kann.
Dem Thema entsprechend kann man natürlich die Musik nicht getrennt von den Texten betrachten, man kann unabhängig vom Gefallen oder Nichtgefallen nämlich auf jeden Fall bemerken, dass Dirk Radloff doch so einige Gedanken in die Vertonung des jeweiligen Gedichtes gesteckt hat. Daher wird auf dem Album auch eine große Bandbreite von musikalischen Einflüssen sichtbar, so weckt "The Arrow and the Song" Yes-Reminiszenzen, während das wirklich sehr gelungene "Dream within a Dream" (Text von E.A. Poe) irgendwo zwischen 70er-Hardrock, Metal und Progeinflüssen oszilliert - der Refrain allerdings könnte dagegen schon fast aus den 60ern stammen. Hardrock und Metal würde ich ohnehin als stärkste Einflüsse auf die Musik nennen, v.a. Led Zeppelin schauen an mehr als einer Stelle um die Ecke. Klassischen Prog dagegen vermag ich wesentlich seltener herauszuhören, auch wenn man schon eine deutliche Schlagseite in diese Richtung erkennen kann. Was dem einen oder anderen sicher auch noch Schwierigkeiten bereiten könnte, ist die Stimme von Dirk Radloff. Nicht dass der Gesang wirklich schlecht oder störend wäre, aber als guten Sänger würde ich ihn dann auch nicht bezeichnen, zumal teilweise der deutsche Akzent doch nicht zu überhören ist - andererseits wirkt dadurch das Album natürlich noch persönlicher. Uneingeschränkt zu gefallen weiß dagegen das dynamische und präzise Drumming von Tim Warweg und auch sonst gibt es instrumental wenig zu meckern, nett auch die leider spärlichen Trompetenparts von Stefan Platte.
Weiter will ich eigentlich auch gar nicht versuchen, die Musik "auseinanderzuklamüsern", denn meiner Meinung nach kann man hier noch weniger als ohnehin schon so etwas wie eine objektive Stellungnahme abgeben. Daher möchte ich jedem, der an der konzeptionellen Idee Gefallen finden könnte, ein Reinhören unbedingt ans Herz legen - denn ungewöhnlich (mir fällt zumindest nichts Vergleichbares ein) und interessant ist "Straight to the Brain" alle mal und bis auf das für meinen Teil musikalisch zu flach geratene "Love is like Whiskey" gibt es auf der Platte auch keinen wirklichen Ausfall zu entdecken.
| Anspieltipp(s): |
God Lay Dead, Dream Within a Dream, The Day is Done |
| Vergleichbar mit: |
sehr eigenständig, sehr interessant |
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| Veröffentlicht am: |
2.2.2005 |
| Letzte Änderung: |
2.2.2005 |
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Dirk Radloff ist ganz offensichtlich ein Verrückter... allerdings einer von der Sorte, die es öfter geben müsste. Wer käme schon auf die Idee, seinen musikalischen Vorlieben und Vorstellungen einfach mal so freien Lauf zu lassen und dies auch noch auf CD zu veröffentlichen? Und der tut dies auf kompromisslose Art und Weise schon zum zweiten Mal. Mutig, der Mann, aber glücklicherweise hat er das gemacht und mir so eine sehr unterhaltsame Stunde beschert (der hoffentlich noch viele folgen werden).
Eigentlich ist dieses Album unrenzensierbar, da es mit Worten einigermassen schwierig ist, die Besonderheit deutlich zu machen...
Dirk Radloff vertont hier einige Gedichte mehr oder weniger bekannter Autoren aus dem anglo-amerikanischen Sprachraum. Ob das nun besonders gelungen ist, vermag ich mangels Kenntnis der Originale nicht zu sagen, aber es führt in jedem Fall dazu, dass es einige sehr unterhaltsame Texte zu lesen gibt.
Fast alle Instrumente spielt Radloff selbst, aber seine musikalische Vorliebe gehört ganz offensichtlich der Gitarre, die meist heftig bratzelnd um die Ecke kommt und nur ganz gelegentlich auch mal in ruhigeren Gewässern zu Hause ist. Daneben kann er aber auch noch richtig gut die Violine bedienen, leider kommt das auf diesem Album viel zu selten vor. Gerade die etwas reichhaltiger instrumentierten Songs, wie z.B. "The Schoolboy", bei dem noch Gast Stefan Platte Trompete und Piano spielt, gewinnen gleich nochmals deutlich.
Rockige Töne herrschen hier also vor. Doch ich könnte keinen so direkten Einfluss ausmachen, okay, hier wird sich mal am 70er Hard Rock orientiert, mal meint man Led Zep herauszuhören. Auch die Beatles gucken mal um die Ecke. Das eine oder andere Gitarrensolo erinnert vage an Brian May, aber das war's auch schon. Klassischer Prog ist das natürlich keiner, aber wohl ein interessanter Beitrag zu moderner, eigenständiger progressiver Musik. Die Mischung unterhält jedenfalls prächtig und macht richtig Spass, wenn auch gegen Ende vielleicht ein bisschen die Luft durch Gleichklang ausgeht. Das könnte Dirk Radloff allerdings ganz einfach korrigieren, in dem er - siehe oben - seine anderen instrumentalen Fähigkeiten, neben der Gitarre, mehr nutzen würde. Obwohl das schon fast kammermusikalische "The Day Is Done" einen interessanten Kontrapunkt am Schluss setzt. Der eine oder andere Refrain gerät ausserdem etwas banal, aber irgendwie unterstützt das gar noch das ungewöhnliche Auftreten dieses Albums.
Dirk Radloffs Gesangsstil dürfte den einen oder anderen auch auf eine harte Probe stellen. Ich würde dass als Peter Hammill mit Meat Loaf-Stimme umschreiben wollen, vielleicht wäre auch Max Vanderwolf von Naked Sun (falls den jemand kennen sollte) ein durchaus passender Vergleich. Oft sind die Gesangslinien bewusst schräg gehalten, aber wenn man sich das genau anhört... wie sollte das auch anders gelingen? Dazu kommen noch allerlei schräge, abgehobene Chor-Passagen, in denen Radloff mit sich selbst Harmony singt. Das ist irgendwie so völlig abgehoben, das es fast schon genial geraten ist.
Ein weiterer Gast auf dem Album ist Drummer Tim Warweg, der mit ebenso präzisem, wie abwechslungsreichen Spiel einen wichtigen Beitrag leistet. Und vor allem den meisten Songs ordentlich Groove mitgibt.
Ein ziemlich ungewöhnliches Album, das mir allerdings richtig Spass macht. In meinen Ohren gibt es eigentlich keinen wirklichen Ausfall. Vorsicht! Ist aber nicht unbedingt mit meinen sonstigen Vorlieben kompatibel. Ich kann meinem Vorschreiber Dennis nur beipflichten: Dieses Werk kann man sicherlich für völlig gruselig, aber eben auch genial halten. Ich halte es mit letzterem und sage: Wer sich mal etwas überschaubar abgedrehtes mit hohem Unterhaltungswert antun will, sollte hier zugreifen.
| Anspieltipp(s): |
God Lay Dead, Her Eyes |
| Vergleichbar mit: |
eher nichts... ein bisschen Naked Sun vielleicht |
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| Veröffentlicht am: |
13.2.2005 |
| Letzte Änderung: |
13.2.2005 |
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