Free Hand
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Chrysalis |
| Durchschnittswertung: |
12.5/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Gary Green |
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| Kerry Minnear |
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| Derek Shulman |
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| Ray Shulman |
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| John Weathers |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Just The Same
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5:33
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| 2. |
On Reflection
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5:42
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| 3. |
Free Hand
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6:14
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| 4. |
Time To Kill
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5:08
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| 5. |
His Last Voyage
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6:26
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| 6. |
Talybont
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2:43
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| 7. |
Mobile
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5:03
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| Gesamtlaufzeit | 36:49 |
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Rezensionen

"Free Hand" ist ein weiterer Favorit der Gentle Giant-Fans und ein regelmässiger Kandidat für "Bestes GG Album"-Umfragen. Mit dieser Platte hatten Gentle Giant ihren Sound endgültig perfektioniert. Auch wenn die zugrundeliegenden Ideen sich gegenüber den letzten zwei/drei Alben nicht unbedingt starkt verändert haben, so sind sie immer noch abenteuerlich genug und die Umsetzung bleibt beeindruckend. Und Kontrapunkt in einem Rockumfeld habe ich auf kaum einem anderen Album so souverän und selbstverständlich eingesetzt gehört, und das in praktisch allen Stücken. Aber auch was sich soundmässig auf "The Power And The Glory" andeutete, wird hier weiter auf die Spitze getrieben. Der Klang ist voller, dichter als auf den früheren Alben, auf denen die einzelnen Instrumente immer recht klar umrissen hervortraten; hier verbinden sie sich besser zum einem sehr homogenen und kraftvollen Klangeindruck.
Was auffällt, sind die wieder verstärkt vorkommenden mittelalterlichen und Renaissance-Referenzen in der Musik, die auf "The Power And The Glory" nicht so offenhörbar waren, hier aber im Mittelteil von "On Reflection" und im kompletten "Talybont" (wohl eine Nummer, die ursprüngliche für ein später geplatztes "Robin Hood"-Filmprojekt geplant war) wieder in den Vordergrund treten. Aber auch andere bekannte Elemente werden aufgenommen und entwickelt, wie am Anfang der Platte mit einem Rhythmus aus Fingerschnappen (vgl. "In A Glass House" mit den zerbrechenden Glas), der in ein rockigeres Stück geführt wird, das übrigens ein virtuoses Synthie-Solo über neckischer Sax-Begleitung enthält: nicht nur Rick Wakeman kann wirklich schnelle Arpeggios fummeln... Oder "On Reflection", das das ausgelassene Spiel mit vokalem Kontrapunkt mit der eröffnenden vierstimmigenn A-Capella-Fuge in kaum noch zu toppende Bereiche treibt: pures Staunen... Weiterhin gibt es natürlich mit dem Titelstück einen engagierteren, aber immer noch verspielten Rocker, der vom elektrischen Grundsound her sehr an "The Power And The Glory" erinnert, genauso wie es eine etwas ruhigere, songartigere Nummer gibt, hier "His Last Voyage", allerdings auch mit sanften polyphonen Einwürfen, eine Art ruhiges Echo des "On Reflection"-Themas.
"Free Hand" bildet wohl mehr oder weniger den Abschluss der grossen Phase Gentle Giants, und zwar einen durchaus beeindruckenden. Das unter starkem Zeitdruck entstandene Nachfolgewerk "Interview" enthält zwar immer noch einige tolle Momente, zeigt gegenüber "Free Hand" aber keine nennenswerte Weiterentwicklung, sondern eher eine Vereinfachung der Strukturen. Und auf den nachfolgenden Platten (die ich, wie ich gestehe nicht kenne), sollen Gentle Giant die Musik immer weiter auf zugänglich getrimmt haben, bis sie sich Anfang der Achtziger Jahre trennten.
| Anspieltipp(s): |
On Reflection |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
6.5.2002 |
| Letzte Änderung: |
9.5.2012 |
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Freehand zählt noch zu den allgemein anerkannten großen Alben der Band. Allerdings hinterlässt diese Scheibe bei mir nicht ganz das Gefühl von Geschlossenheit und Größe wie es das experimentelle In a Glass House, das perfekte The Power and the Glory oder auch das im Sound leicht modernisierte Interview hinterlassen.
Da gibt es die routinierten, mechanischen GG-Power-Progger (Just the same, Time to kill und Mobile), das mit Jazz- und Boogie-Elementen versehene Free Hand, das unwahrscheinlich komplexe, mit phantastischem Vibraphon- und Orgelsound angereicherte His last Voyage und die beiden Renaissancemusik-Hommagen On Reflection und Talybont. Letztere wirken auf diesem Album nach der perfekten Synthese von The Power and the Glory allerdings etwas deplatziert.
Damit wir uns recht verstehen: Dies ist Kritik an einer Band, die auf höchstem Niveau musiziert. Denn insgesamt ist Freehand ein sehr hörenswertes und schönes Album, das sich der Gentle Giant-Afficionado nicht entgehen lassen sollte. Es wirkt musikalisch nur einfach nicht so stimmig wie seine Vorgänger.
| Anspieltipp(s): |
His last Voyage, Freehand |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
12.2.2003 |
| Letzte Änderung: |
9.5.2012 |
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