"Circles"
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Bridge Records |
| Durchschnittswertung: |
9.5/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Joey Vera |
bass, guitar, piano, keyboards, dumbek, vocals |
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| Greg Studgio |
drums, percussion |
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Gastmusiker
Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Circles
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6:15
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| 2. |
Automatic Fantasy
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7:29
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| 3. |
Insane
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4:13
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| 4. |
Siúcra
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6:17
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| 5. |
Never Say Never
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5:28
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| 6. |
Grass And Stone (Ethereal)
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6:50
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| 7. |
Rock, Paper, Scissors
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9:22
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| Gesamtlaufzeit | 45:54 |
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Rezensionen

„Die chinesische Feuerlöschübung“ (wenn man A Chinese Firedrill mal wörtlich nimmt) ist sicherlich ein seltsamer Bandname. Nun, es ist allerdings auch keine Band, die uns hier zum ersten Mal begegnet, sondern es ist ein Projekt von Joey Vera, der auch noch praktischerweise fast alles selbst macht. Lediglich die Drums spielt ein gewisser Greg Studgio ein. Vera selbst übernimmt neben seinem angestammten Bass noch Gitarre, Piano, Keyboard und Singen tut er auch noch... davon, dass er alle Songs geschrieben und das Ganze produziert hat, wollen wir gar nicht reden. Interessant, dass der Mann, der ja bei Armored Saint, Fates Warning, OSI, Engine, Redemption, Chroma Key... usw. mitmischt, überhaupt noch Zeit hat, sich eigenen Projekten zu widmen.
Vera ist ja meist in heftigeren Gefilden unterwegs, so überrascht es vielleicht, dass sein Solo-Projekt andere Töne anschlägt. Andererseits: Wenn er das Gleiche wie bisher machen wollte, dann brauchte er natürlich kein Soloalbum machen ;-) Joey Vera produziert hier Songs, die bei allen gelegentlich auftauchenden Riffs eher an New Artrock im Stile der neueren Porcupine Tree (bei denen sich ja durchaus auch heftige Gitarren mit elegischen Parts und Elektronik mischen) oder an den elektronischen Atmo-ProgMetal von OSI erinnern. Ganz im Hintergrund stehen dann noch die Überväter Pink Floyd, wobei vor allem deren „Dark Side Of The Moon“ Ideengeber so manchen Sounds gewesen scheint.
Da haben wir also gelegentliche riffige Ausbrüche der Gitarre gepaart mit elektronischen Spielereien. Das Ganze auf einem ordentlich groovenden Rhythmusteppich trapiert (da merkt man schon den hauptberuflichen Bassisten). Die Musik strahlt eine gewisse coole Sterilität aus, die vielleicht Coolness sein will, aber das nicht ganz transportieren kann.
Während Vera die instrumentale Seite gut im Griff hat (auch wenn er nicht auf jedem Instrument ein Virtuose ist, oder das zumindest hier nicht in den Vordergrund stellt), ist sein Gesang sicherlich nicht jedermanns Sache. Er erinnert am ehesten an die Beiträge von Kevin Moore bei OSI. Es ist auch so ein lakonisch-kühler Gesang ohne große Variabilität in der Stimmlage. Das mag als Stilmittel durchgehen, macht aber den Genuß, gerade der „mittleren“ Songs des Albums anstrengend.
Richtig aufgehen tut Veras Konzept in meinen Ohren nur im Opener und im abschliessenden „Rock, Paper, Scissors“. Hier stimmen Atmosphäre, Stil und Vortrag... Gänsehaut-Erlebnisse sind garantiert, zwei wirkliche Klasse-Songs. Die anderen Songs balancieren gefährlich nahe an der „gepflegten Langeweile“ und können so gerade den Absturz vermeiden, haben aber doch viel Leerlauf und das bei nur etwas über 45 Minuten Spielzeit. Da hatte ich mir vom Tausendsassa Vera doch mehr erhofft.
Aber wer mit OSI, Chroma Key und den neueren Porcupine Tree gut klarkommt, sollte das Album mal antesten, völlig daneben liegt man da sicherlich nicht.
| Anspieltipp(s): |
"Circles", "Rock, Paper, Scissors" |
| Vergleichbar mit: |
OSI, Chroma Key, neuere Porcupine Tree |
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| Veröffentlicht am: |
29.12.2006 |
| Letzte Änderung: |
29.12.2006 |
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Seit Anfang der 80er ist der derzeitige "Fates Warning"-Bassist Joey Vera bereits im Metalbereich aktiv. Mit Engagements am Tieftöner bzw. als Knöpfchendreher für Bands wie z.B Armored Saint, Anthrax oder Tribe After Tribe festigte er seinen Ruf als gefragter Musiker und Produzent. Doch schlägt in ihm nicht nur ein metallisches Herz, zu seinen frühen Heroen zählen eben auch Künstler wie Pink Floyd, Peter Gabriel, Queen oder Rush. Und gerade aus dieser stilistischen Verbindung bezieht „Circles“, welches unter dem Projektnamen A Chinese Firedrill aufgenommen wurde, seine musikalische Kraft.
Joey Vera spielte auf diesem Album, bis auf das Schlagzeug, nicht nur alle Instrumente selbst ein, er fungierte natürlich ebenfalls als eigener Produzent, aber auch als experimentierfreudiger Soundtüftler und vor allem sehr gewiefter Arrangeur. Erstaunlicherweise spielt sein Stamminstrument nur eine sehr untergeordnete, fast stiefmütterliche Rolle, vielmehr stehen besonders die Gitarre, aber auch sphärische Klangflächen und Loops im Vordergrund. „Circles“ ist soundtechnisch somit vor allem in modernen Gefilden angesiedelt, auch wenn die Produktion nicht ganz die Power und Tiefe hat, die man erwarten dürfte. Das Album erinnert von seiner ausladenden Stimmung und vom Ansatz her eher an Projekte wie O.S.I. (bei denen er bereits den Bass zupfte), Porcupine Tree oder eine moderate Version von Devin Townsend.
Die griffigen, mitunter durchaus leicht sperrigen Melodien werden mal von bombastischen, mal von fragilen Sounds getragen, richtige heftige Riffgewitter, der vielleicht des Öfteren nötige Tritt in den Hintern, sind eher die Seltenheit. Während Joey Vera als Sänger eine solide, eher unauffällige Rolle einnimmt, überzeugt er vor allem als Gitarrist. Ob nun kernige Akkorde oder elegische Soli, seine Wandlungsfähigkeit ist ein großer Pluspunkt dieses Albums. Zudem erweist sich besonders der Ansatz, ein für die heutige Zeit relativ kurzes Album aufzunehmen, als richtige Entscheidung. Die ursprüngliche Absicht, den Hörer nicht übersättigen zu wollen, geht auf, denn die etwas mehr als 45 Minuten sind mit guten bis prächtigen Ideen gefüllt.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
11.6.2009 |
| Letzte Änderung: |
11.6.2009 |
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